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16. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing HELLOWEEN, GAMMA RAY, AXXIS
Ort Langen, Stadthalle
Datum 21.12.2007
Autor Thorsten Ritter
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Trotz teilweise dichtem Nebel erreichte ich die Stadthalle in Langen recht unproblematisch, blo um kurz drauf fr ca. 20 Minuten bei klirrender Klte vor verschlossenen Tren zu stehen, da sich der Einlass aus mir nicht nachvollziehbaren Grnden verzgerte. Nun ja, zum Glck war ich nicht der Einzige und die Schlange hinter mir nahm irgendwann beachtliche Ausmae an.
Aber mir und allen Anwesenden sollte kurz darauf warm werden, denn die Stadthalle Langen war ausverkauft, was aber aufgrund dieser drei Urgesteine des Heavy Metal aus Germany sicherlich kein Wunder war.

Axxis begannen ihr 45 Minuten Set dann kurz vor halb Acht mit dem Intro sowie dem Titelstck der neuen Scheibe "Doom of Destiny". Untersttzung fand das Quintett bei einem Groteil der Songs von der Sngerin Ana Mladinovici der rumnischen Band Magica. Die Stadthalle war glcklicherweise schon gut gefllt, so dass bereits viele in den Genuss der vor gute Laune sprhenden Band kamen. Vor allem Snger Bernhard Weiss konnte mit seiner fr ihn typischen Performance sowie seinen witzigen Ansagen punkten.
Die Band hatte die Menge trotz vieler Songs neueren Datums spielend im Griff, wobei natrlich alle auf die Klassiker aus den Anfangstagen warteten.
Unter Zugaberufen mussten Axxis die Bhne um 20.18 Uhr verlassen; ein gelungener Auftakt!

Der Grundstein war also gelegt und man durfte gespannt sein, wie Gamma Ray sich aus der Affre ziehen wrden. Die Erwartungen meinerseits, dass Kai Hansen mit seiner ehemalige Combo gemeinsam auf Tour ist, waren recht hoch.
Gegen 20.35 Uhr starte Gamma Ray furios mit dem Klassiker "Heaven Can Wait" und stieg in einen abwechslungsreichen Set, der alle Schaffensperioden der sympathischen Band streifte. Trotzdem konnte ich mich des Gefhls nicht erwehren, dass der Funke irgendwie nicht so recht berspringen wollte.
Nach einem viel zu langen "Heavy Metal Universe", indem der Mitsingpart doch reichlich berzogen wurde, erreichte die Stimmung ihren vorlufigen Hhepunkt, nur um mit dem Helloween-Oldie "Ride The Sky" nochmals einen Zacken draufzulegen. Gegen 21.37 Uhr verlie die Band die Bhne und kam kurz drauf mit der Zugabe "Send Me a Sign" erneut zurck. Kurzum, ein solider Auftritt; nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Ich fand es zudem enttuschend, dass sich Michael Weikath bei "Ride The Sky" nicht die Ehre auf der Bhne gab; sehr schade!
Mit einem kombinierten Intro aus "Walls of Jericho" und "Crack the Riddle" starteten Helloween gegen 22.12 Uhr ihren Set direkt mit dem Mammut-Song der ersten Keeper-Platte; "Halloween" und setzten somit ein Zeichen, wohin die musikalische Reise diesen Abend berwiegend gehen sollte. Die Stimmung war zwar anfnglich ein wenig verhalten, aber dass sollte sich mit jeder weiteren Minute des Konzerts ndern.
Die Spielfreude und das agile Stage-Acting der Band - allen voran von Fronter Andi Deris - bertrug sich auf das Publikum. Ihm war zwar bei dem ein oder anderen hohen Part von Songs der Kiske-ra eine gewisse Anstrengung anzumerken, die er aber aufgrund seiner Erfahrung und Ausstrahlung sympathisch berspielte.
Erster Hhepunkt des Sets war fr mich die Ballade "A Tale That Wasn't Right", die bei mir Gnsehaut erzeugte. Darauf folgte ein - mit einer witzigen Showeinlage, welche Michael Weikath mit einer Spielzeug-MP beendete - aufgepepptes Drum-Solo von Dani Lble, welches aber aufgrund seiner Lnge schon Terrana-artige Zge annahm! Sorry, aber das braucht kein Mensch!
Mit dem Gassenhauer "Dr. Stein" verabschiedete sich die Band gegen 23.35 Uhr zum ersten Mal von der Bhne.
Nach einer kurzen Pause, welche Andi Deris zum Umziehen nutzte (er kam mit Zylinder und roter Jacke wieder), kam die Band fr ein 15 Minuten Medley erneut zurck. Hier konnte vor allem der Gute-Laune-Hit "Perfect Gentleman" inklusive Mitklatschpart berzeugen. Gegen 23.50 Uhr war dann erneut Schluss, aber es folgte das, worauf viele Fans gewartet hatten: eine Jamsession mit Kai Hansen und Gamma Ray! So wurden die beiden letzten Zugaben "Future World" und "I want Out" mit der Gamma Ray-Mannschaft ohne Schlagzeuger Dan Zimmermann absolviert, wobei sich Kai Hansen und Andi Deris die Gesangsparts teilten - cool!
Als Fazit bleibt festzuhalten, dass es ein gelungener Abend mit drei berzeugenden Bands gewesen ist. Ich htte mir jedoch beim Helloween-Gig gewnscht, dass Kai Hansen spontan bei dem einen oder anderen Song auf die Bhne kommt und sich sein Gastauftritt nicht "nur" auf die beiden Zugaben beschrnkt htte.

Axxis:

Voices of destiny
Doom of destiny (Arabia)
Tales of glory island
A little war
Take my hand
Blood angel
Angel of death
Living in a world
Little look back
Kingdom of the night






Gamma Ray:

Intro
Heaven can wait
New world order
Fight
Empress
Valley of the kings
Rebellion in dreamland
Into the storm
Heavy Metal universe
Ride the sky
Somewhere out in space
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Send me a sign

Helloween:

Walls of Jericho/Crack the riddle
Halloween
Sole survivor
March of time
As long as I fall
A tale that wasn't right
Drum-Solo inkl. Showeinlage mit Smoke on the water
King of 1000 years
Eagle fly free
The bells of the 7 hells
If I could fly
Dr. Stein
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Medley: Perfect Gentleman (angespielt) - I can - Where the rain grows - Perfect Gentleman - Bandintroducing - Power - Keeper of the 7 keys (Ende)
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Future world
I want out

Bilder: Britta Stippich, www.musikladen-frankfurt.de
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