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25. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing U.D.O., PRIMAL FEAR, IRON FIRE
Ort Saarbrcken, Kufa
Datum 12.12.2007
Autor Matthias Decklar
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Das war natrlich ein Sahneschnittchen fr die Fans des Teutonenstahls. Altmeister Udo Dirkschneider und PRIMAL FEAR-Snger Ralf Scheepers sind sicherlich absolute Ausnahmeknner ihres Fachs. Whrend Udos Reibeisen seinerzeit ACCEPT zu einer der grten Bands der metallischen Welt machte, war Scheepers seinerzeit bei JUDAS PRIEST als Halford-Nachfolger im Gesprch, was ber seine Klasse schon Auskunft genug ist.
Die Kufa, welche ein Kleinod fr Konzerte darstellt, war gut gefllt und die Voraussetzungen waren somit bestens.

Iron Fire

Der mittlerweile obligatorische rger blieb aber auch im Saarland nicht aus. Da ich mich auch auf die Skandinavier von IRON FIRE freute, war ich Punkt Acht in der Arena. Doch ich musste mir sagen lassen, dass die Dnen schon eine Viertelstunde spielten. So kann ich nur ber die letzten vier Songs Auskunft geben, was allerdings reicht, um der Band eine Siegerurkunde auszustellen. Die Fans hatten ihren Spa und beim Rausschmeier "Thunderstorm" konnten die fidelen Skandinavier zahlreiche Leute sogar zum lautstarken Mitsingen bewegen. Das hat man bei Openern auch schon anders gesehen. Die Jungs hatten auch richtig Spa an dem Gig und genossen augenscheinlich jede Sekunde. Ihr melodischer Metal passte natrlich auch optimal zu den beiden Headlinern.

Nach einer relativ kurzen Umbaupause enterten PRIMAL FEAR die Kufa und hatten 90 Minuten Zeit, sich durch ihre sieben Alben zu spielen. War ich im letzten Jahr bei der Tour mit HELLOWEEN doch etwas enttuscht vom Gig in der Saarbrcker Garage, war die Band dieses Mal in bestechender Form. Sogar der alte Haudegen Mat Sinner am Bass machte nach kurzer Anlaufphase mchtig Dampf und war stndig in vorderster Bhnenposition zu finden. Der oftmals hochgereckte Daumen signalisierte den Spa in seinen Backen deutlich. Die Sangesleistung von Ralf Scheepers war schier unglaublich.

Primal Fear Primal Fear

Bereits beim Opener "Sign Of Fear" sang er Tne im oberen Bereich, die den Anwesenden direkt die gute alte PRIEST-Zeit in Erinnerung rief, als der Metal God noch alle Tne traf. Die Band gab den Fans keine Chance und donnerte einen Highlight nach dem anderen in die johlende Menge, die von Beginn an die Show zu einem Triumphzug fr die Jungs machte. "Nuclear Fire", "Angel In Black" der Smasher "Seven Seals" oder die Megaballade "Fighting The Darkness" wurden lautstark bejubelt und anhaltende PRIMAL FEAR-Rufe sorgten bei allen Beteiligten fr zufriedene und glckliche Gesichter. Ich war wirklich uerst positiv berrascht und hatte die Band wahrlich nicht so dick auf der Rechnung, wie sie sich hier prsentierte. Besser als Headliner vor 300 echten Fans, wie als Special Guest vor 2000, wobei dann aber die Bedingungen, was Platz und Licht angeht, wesentlich beschrnkter sind. Fr mich waren PRIMAL FEAR auf alle Flle die Gewinner des Abends.

Setlist:

  • Sign Of Fear
  • Rollercoaster
  • Runing In The Dust
  • Nuclear Fire
  • Face The Emptiness
  • Seven Seals
  • Angel In Black
  • Iron Fist In A Velvet Glove
  • New Religion
  • Battalions Of Hate
  • Demons And Angels
  • Fighting The Darkness
  • Final Embrace
  • Metal Is Forever
  • Blood On Your Hands
  • Chainbreaker
  • Eye Of An Eagle

Da im Anschluss an PRIMAL FEAR zunchst die komplette Bhne gerumt und vllig neu aufgebaut wurde, verzgerte sich der Beginn von U.D.O. doch merklich. U.D.O. Aber da es in der Kufa rund acht verschiedene Theken gibt, war zunchst mal angesagt, den bisherigen Flssigkeitsverlust auszugleichen. Gegen 22:30 lutete dann das Intro zu "Mastercutor" die Show der lebenden Legende ein. Ich denke, niemand hat jemals eine schlechte U.D.O.-Show gesehen und seit er sich damit abgefunden hat, fnf bis sechs ACCEPT-Klassiker in sein Programm einzubauen, ist vllig klar, was den Fan erwartet. Hit um Hit, Knaller um Knaller, und da nicht alle Klassiker gespielt werden knnen, ist man einfach gespannt, was der Meister aus seiner Zauberkiste ziehen wird. Dabei ist es mittlerweile auch egal, ob es sich um einen U.D.O.-Klassiker handelt ("They Want War", "Holy") oder um einen von ACCEPT. So wurden "Princess Of The Dawn" oder "Metal Heart" genau so frenetisch bejubelt, wie "24/7" oder "Man And Machine". Die Band hat ihre Spiellaune ber die Jahre nicht verloren und riss die Fans ber die gesamte Spielzeit mit. Dabei wurden die legendren Melodien von "Balls To The Wall" oder "I'm A Rebel" fast lauter gesungen, als sie Stefan Kaufmann auf seiner Gitarre spielen konnte. Die Reibeisenstimme des Solingers ist auch mit ber 50 Jahren immer noch topp und auch konditionell hat keiner der Herren ein Problem diese Tour zu absolvieren, die zu diesem Zeitpunkt schon einige europische Lnder hinter sich hat.

U.D.O. U.D.O.

Viel zu schnell sind die 90 Minuten vorbei und am Ende fehlte mir persnlich nur mein Lieblingssong "Heart Of Gold", den U.D.O. bei dieser Tour mal raus genommen hat. Nicht schlimm, kann ich nur sagen, denn diese Veranstaltung war eine gelungene und runde Sache und sicherlich hat keiner der Anwesenden sein Kommen bereut!
Ich bitte um Wiederholung und hoffe, dass es in der Kufa weitere solcher Konzerte in Zukunft gibt.

Setlist:

  • Mastercutor
  • 24/7
  • They Want War
  • Vendatta
  • The Bullet And The Bomb
  • Midnight Mover
  • Wrong Side Of Midnight
  • Breaker
  • Princess Of The Dawn
  • One Lone Voice
  • Thunderball
  • Drum Solo
  • Man And Machine
  • Animal House
  • Metal Heart
  • Holy
  • Balls To The Wall
  • I'm A Rebel

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