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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing SAXON, EVIDENCE ONE, PHARAO
Ort Andernach, Juz Live Club
Datum 08.12.2007
Autor Thorsten Dietrich & John Schmitz
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Dafr dass SAXON an jeder Steckdose spielen und dieses Jahr schon mal auf Tour kamen, waren 500 Zuschauer bei 28 € Abendkasse in Andernach doch ein feiner Schnitt! Im Vorprogramm geisterte der PHARAO herum. Wer die Band nicht kennt, der hat nichts verpasst! Handwerklich solider, aber unspektakulrer Metal aus Berlin ist mein Fazit. Evidence One Die Band war wohl im Osten frher eine Kultband, aber so was ist ja mit Vorsicht zu genieen. Das ntzt 2007 nichts mehr. Evidence One Die Ansagen des Frontmanns erinnerten laut meiner Freundin aufgrund der Schnappatmung an Horst Schlemmer und waren eher peinlich als locker. Ab und an funkte der Dat-Recorder dazwischen und lste das "Carmina Burana"-Intro noch mal aus, was den Frontmann zu dem peinlichen Satz: "Fr einen Keyboarder haben wir zuwenig Geld" hinreien lie. Eine Runde Mitleid an die Pharaonen!

Nach einer halben Stunde war der Spuk dann vorbei und vor der Bhne wurde es dann bei den Melodic-Metallern EVIDENCE ONE etwas voller. Die hatten auch nur eine Rumpfbesetzung am Start, da Schlagzeuger und Gitarrist nicht mit auf Tour gehen konnten, weil sie ihr Geld mit der Metalcoverband JUSTICE machen. Gitarrist Nummer zwei "Schimmi" war auch nicht am Start, weshalb nur Aushilfsklampfer Barish Kepic (ex JADED HEART) fr Riffs sorgen konnte. Der Mann passt auch sehr gut zu der Band und erledigte seinen Job recht gut, genauso wie Drummer Bernd Herrmann. Frontmann Carsten Schultz (ex-DOMAIN, ANGEL OF EDEN) war der Animateur schlechthin, immer in Bewegung zeigte er die richtigen Posen auf der Bhne. Dabei stellte er auch eine tolle vokale Leistung unter Beweis, was das reservierte Publikum dann doch zum Mitmachen trieb. So musste geklatscht und der Name der Band gebrllt werden, alles nichts neues, aber sympathisch umgesetzt. Der Poser Nr 1. war Bassist Hutch Bauer, der mit schwarz lackierten Fingerngeln und ebenso gefrbten Haaren tierisch nach US-Poser Metal aussah und sich auch auf der Bhne gut in Szene setzen konnte. Eine knappe Dreiviertelstunde prsentierten die Vier ihre Hits und berzeugten sicher nicht nur mich mit ihren Songs. Auf jeden Fall will ich diese Band einmal in voller Besetzung sehen! (Thor)

Evidence One

Setlist:

  • The Sky Is The Limit
  • Tattooed Heart
  • Written In Blood
  • Mr. Madness
  • Won't Sleep
  • Criticize The Truth
  • When Thunder Hits The Ground
  • In The Beginning...

Als der brechend volle Club gegen 21.20 Uhr in stimmungsvolles grnes Licht getaucht wird, wissen alle was sie erwartet. SAXON gehren nach wie vor zu den besten Livebands, und sind quasi stndig auf Tour. Die Briten legen mit "State Of Grace" los und von Beginn an ist die Stimmung vor als auch auf der Bhne prchtig. Auch der Sound stimmt, denn die Mucke tnt klar und differenziert aus der PA. Das Licht untersttzt die Band sehr gut. Der Lichtmann erledigt seinen Job mit Hingabe, denn er bangt wie verrckt mit und bei zunehmender Spieldauer wird seine Begeisterung immer grer (was allerdings auch an der immer leerer werdenden Flasche Jackie liegen kann, die er behtet wie seinen Augapfel). Im Gegensatz zur ersten "Inner Sanctum Tour" im Frhjahr setzen Biff und seine Mannen verstrkt auf Songs lteren Datums. Mit "Witchfinder General" hat es nur ein Song der letzten Platten in die Setlist geschafft. Den aktuellen Output bedient man mit fnf Tracks. Dafr freut man sich natrlich umso mehr auf ewige Klassiker der Marke "Dallas 1PM", "747", "Princess Of The Night", "Wheels Of Steel", "Crusader" und "To Hell And Back Again". Das JUZ brennt und dicke Dunstschwaden ziehen aus allen Fenstern und ffnungen des Clubs. Basser Nibbs gibt auf der Bhne wieder alles, bangt um sein Leben und fragt sich, wie sein Snger da nur mit Mantel und Schal auf der Bhne stehen kann. Biff bleibt nmlich wie immer gelassen, verlsst sich auf seine Ausstrahlung und auf seine humorvollen Ansagen und dirigiert den Gig souvern durch die knapp zwei Stunden.

Saxon Saxon

Da macht es auch nichts aus, wenn bei "747 (Strangers In The Night)" das Snarefell reit und Nigel den Song auf einem Tom als Snare-Ersatz zocken muss. Nachdem die Sachsen zwei Mal zur Zugabe zurckkommen, ist dann endgltig Schluss und alle Beteiligten gehen zufrieden nach Hause. Undenkbar, dass SAXON sich eines Tages dem Ruhestand berantworten. Dieser Verlust wre verdammt schwer wegzustecken! (John)

Saxon

Setlist:

  • State Of Grace
  • Dogs Of War
  • Let Me Feel Your Power
  • 747 (Strangers In The Night)
  • To Hell And Back Again
  • Red Star Falling
  • Witchfinder General
  • Strong Arm Of The Law
  • Crusader
  • Man and Machine
  • Heavy Metal Thunder
  • Motorcycle Man
  • I've Got To Rock (To Stay Alive)
  • Princess Of The Night
  • Solid Ball Of Rock
  • Dallas 1PM
  • Atilla The Hun
  • Wheels of Steel
  • Denim And Leather

Fotos: Britta Stippich

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