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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing FATES WARNING, PAGANS MIND
Ort Kln, Live Music Hall
Datum 15.11.2007
Autor Torsten Butz
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Lange, sehr lange mussten die Anhnger von FATES WARNING warten, um diese Band endlich wieder live in Deutschland erleben zu drfen. Mal abgesehen von dem Auftritt auf dem Rock-Hard-Open-Air 2006 drfte die letzte Tour schon ewig her sein. Beinahe htte ich sie anno 99 in Wacken gesehen, aber der Gig wurde damals abgesagt. Pagans Mind Jetzt waren sie aber da und ich freute mich wie bld. Leider hatten sich nicht ganz so viele Fans in die LMH eingefunden, wie ich nach so langer Tour-Pause erwartet htte und so war die Halle doch sehr berschaubar. Fr die Fans vielleicht ganz gut, konnte man doch bequem durch die Halle gehen, fr die Band tat es mir etwas leid. Ebenfalls von Vorteil war der fehlende Fotograben. So konnte jeder die Bands hautnah erleben.

PAGANS MIND aus Skandinavien waren der Support auf der Tour und begannen bereits um ca. 20:00 Uhr mit ihrem Gig. Im Vorfeld hatte ich mich bei MySpace.com und auf der Seite der Band schon mit deren Musik beschftigt. Diese klang sehr vielversprechend und so war ich gespannt, wie sie live klingen. Das Cover der aktuellen Scheibe ist brigens sehr gelungen, mal so nebenbei bemerkt. PM konnten mit ihren Songs berzeugen und werden den ein oder anderen FW-Fan animiert haben, sich einmal die CD anzuhren. Witzig anzusehen war auch das Gehabe des Keyboarders, der immer wieder versuchte auf sich aufmerksam zu machen. Mit "Hallo Spaceboy" trugen sie auch ein gelungenes Bowie-Cover vor, und auch die eigenen Stcke wie "Through Osiris Eyes" machten Lust auf mehr. Von dieser Band werden wir bestimmt noch mal hren.

Zeit fr die lang erwarteten FATES WARNING. Mit dem Intro der "Disconnected"-Platte erschien die Band auf der Bhne, um dann mit "One" voll einzusteigen. Freudenhormone fllten meine Blutbahn und ein nur noch operabel entfernbares Dauergrinsen zierte mein Gesicht. FATES WARNING kamen ohne groen Bhnen-Schnick-Schnack aus, noch nicht mal ein Band-Banner hinter der Bhne war zu sehen. Sie konzentrierten sich auf das wesentliche: Die Musik! Und diese wurde perfekt vorgetragen!

Fates Warning Fates Warning Fates Warning

FATES WARNING spielten Songs der gesamten Ray-Alder-ra, auf Stcke wie "Guardian" und "The Apparition" aus alten John-Arch-Zeiten wartete man vergeblich. Das war aber auch nicht weiter tragisch, denn die Song-Auswahl konnte besser nicht sein. Die Trauer, das ein Stck wieder zu Ende war, wurde von der unbndigen Freude ber den nchsten Song wieder davon gefegt. Die Perfektion der Band ist bemerkenswert. Jeder Ton sa. Ray klang zwar ein wenig heiser, was aber dadurch zu erklren ist, dass Kln die letzte Station der Tour war. Und der Bassist Joey Vera: Nicht weniger als zwei mir bekannte Bassisten regionaler Metal-Bands befanden sich im Publikum, um sich neben FW das Spiel dieses Ausnahme-Bassisten anzusehen und sich den ein oder anderen Kniff abzuschauen. Es war ein Augenschmaus, Joey beim Spielen zuzuschauen. Er lebte jeden Ton, so wie er eine Saite dehnte, so verzog er das Gesicht. Gitarrist Jim Matheos fhlte die Musik, spielte mit geschlossenen Augen. Wenn man so etwas sieht, dann wei man, diese Musiker sind mit Leib und Seele der Musik verfallen. Doch bereits nach viel zu kurzer Zeit verabschiedete sich die Band von der Bhne, um durch lautstarke "Zugabe"-Rufe wieder zurck auf die Bhne gelockt zu werden. Nun, auch das schnste Konzert geht einmal zu Ende und schlussendlich verabschiedeten sich FW mit dem SCORPIONS-Cover "Trance". Ein tolles Konzert, das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Vielen Dank an den Metaller, der mir freundlicherweise die Setlist berlassen hat.
FATES WARNING, ich hoffe, wir sehen uns bald wieder.

Setlist FATES WARNING:

  • Disconnected Part 1
  • One
  • Pleasant Shade Of Grey Part 3
  • Pleasant Shade Of Grey Part 4
  • Another Perfect Day
  • Life In Still Water
  • Island In The Stream
  • Pleasant Shade Of Grey Part 7
  • The Eleventh Hour
  • Point Of View
  • Still Remains
  • Stranger (With A Familar Face)
  • Pleasant Shade Of Grey Part 11
  • Silent Cries
  • Nothing Left To Say
  • Monument
  • Trance

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