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628 Reviews in der Datenbank
Billing: UNITED METALHEADS FESTIVAL
Ort: Kusel, Be-Inside
Datum: 02.11.2007
Autor: Matthias Decklar
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Bereits zum dritten Mal gastierte das UMHF nun im pfälzischen Kusel und die geniale erste Veranstaltung mit MAJESTY als Headliner und einem unglaublich energischen Gig von BOOMERANG ist noch immer in Erinnerung der Fans. Nachdem es bei der letzten Veranstaltung ein kleines Zuschauerproblem gab, füllten nun gut 150 Besucher das Be-Inside, wobei das Billing sicherlich das Doppelte an Fans verdient hätte. Die Veranstalter Michael Reis und Kalle Keller nutzen die Gunst der Stunde und konnten die Schweden von ASTRAL DOORS als Headliner verpflichten, die sich just auf Europa-Tour befanden. Nach der Absage von LANFEAR rutsche ROSS THE BOSS als Special Guest ins Billing, was natürlich kein Nachteil war.

Warchild

Den Anfang machten die Lokalmatadoren von WARCHILD, die ihr aktuelles Album "Frozen Dreams" präsentierten. Das machten sie auch wirklich sehr gut und man merkte der Band deutlich an, dass sie seit der Release Party im Frühjahr einige Gigs absolviert hat und das Material viel heavier durch die Lautsprecher kommt, als damals im JUZ in Kaiserslautern. Höhepunkte gab es einige und so nutzten WARCHILD diese Chance sich einem breiteren Publikum präsentieren zu können ohne Wenn und Aber. Höhepunkte eines energiegeladenen Gigs waren "September Moaning" und der Fetzer "Deamon In The Mirror, mit dem obligatorischen Gitarrentausch von Tilmann Ruby und Kalle Keller. Thumbs up in Richtung K-town, das wirklich noch mehr zu bieten hat als nur VANDEN PLAS.

Setliste:

  • Silent Cry
  • Struggle For Life
  • Die To Be
  • September Moaning
  • Queen Of Sins
  • Midsummernightsdream
  • Deamon In The Mirror
  • Alive Alone

Nach einer ganz kurzen Umbaupause stürmte die ROSS THE BOSS-Band die Bühne und ich nehme mal vorweg, dass mir die Shows der Mannen um den ehemaligen MANOWAR-Gitarristen viel besser gefallen, als das, was da unter dem Namen MANOWAR noch unterwegs ist. Ross The Boss Der klassische Einstieg war natürlich "Manowar" und nach "Shellshock" und "Death Tone" ging dann bei "Gloves Of Metal" die Post zum ersten Mal so richtig ab. Ross The Boss Selig sang die Metalgemeinde jeden Ton von Fronter Patrick Fuchs mit und selbst der Nachwuchs, bestehend aus gut 15 jungen Burschen, die eifrig vor der Bühne bangten, hatte keine Textprobleme. Ross, obwohl erst am Tage aus New York eingeflogen, präsentierte sich mit viel Spiellaune und zeigte eine gute Show. Nicht selbstverständlich, wenn man bedenkt, vor welchen Menschenmassen er einst spielte. Absoluter Höhepunkt war dann "Thor (The Powerhead)", bei dem die Fans vor Begeisterung rasten. Die eigene Nummer "We Will Kill" machte reichlich Appetit auf das im nächsten Frühjahr erscheinende Album der Band. Leider war dann schon nach "Hail And Kill" Schluss, da der Headliner spätestens um 0.00 von der Bühne sein musste, um den morgendlichen Heimflug zu erreichen. Die Fans waren auf alle Fälle sehr zufrieden und am Merchstand schrieben Ross und seine Mitstreiter geduldig Autogramme.

Setliste:

  • Manowar
  • Shellshock
  • Death Tone
  • Gloves Of Metal
  • We Will Kill
  • Thor (The Powerhead)
  • Blood Of My Enemies
  • Kill With Power
  • Hail To England
  • Fighting The World
  • Hail And Kill

Danach war es dann soweit und ASTRAL DOORS gaben sich die Ehre das UMHF zu beschließen. Nach den ersten Tönen füllte sich das Be-Inside wieder ganz schnell und man konnte einige Nasen sehen, allen Alters, die nur wegen der Schweden gekommen waren. Astral Doors Erwähnen muss man natürlich, dass Ausnahmesänger Patrik Johannson ein Däne ist und die Band somit kein reinrassiger Schwedenhappen ist. Los ging es mit dem Titeltrack des neuen Albums "New Revelation" und die Fans waren gleich gefesselt. Vom Stageacting her hat die Band dazu gewonnen, wirkten sie vor zwei Jahren beim Gig mit DORO in Nanzdietschweiler noch sehr hüftsteif. Astral Doors Von Action kann natürlich immer noch nicht die Rede sein, denn mindestens die Hälfte der Band macht den Eindruck, als seien Versicherungsvertreter auf Ausflug unglücklicherweise auf einer Bühne gelandet. Mit vier bärenstarken Alben im Rücken, gab es natürlich eine gnadenlose Best of-Show, die nur aus Highlights bestand. Egal ob "Cloudbreaker", "Evil Is Forever" oder "Time To Rock", es war alles an Bord, was die Fans begehrten. Auch die neuen Songs fügten sich nahtlos ins Programm ein und ASTRAL DOORS haben schon jetzt das Luxusproblem, nicht mehr alle guten Songs spielen zu können. Der Sound war richtig gut, was im Be nicht immer der Fall war und die Band konnte die leichten stimmlichen Probleme vom Johannson (kein Wunder am Ende der Tour) locker überspielen. Das Publikum war der Band äußerst dankbar und es gab viel Applaus. Nach den beiden Zugaben unterhielt man sich von Seiten der Band noch auf die Schnelle nett mit den Fans und stand für Bilder und Autogramme gerne zur Verfügung. Bedenkt man die Umstellung, die ASTRAL DOORS mitmachen mussten, von der letzten Supporttour mit BLIND GUARDIAN vor Tausenden, nun als Headliner vor einem Bruchteil der Leute zu spielen, war ihr Auftritt sehr okay und jedem der es hören wollte, versicherte man, dass das UMHF ihnen viel Spaß gemacht habe.

Setliste:

  • New Revelation
  • Freedom War
  • Bride Of Christ
  • Tears From A Titan
  • London Caves
  • Of The Son And The Father
  • Quisling
  • Hungry People
  • Bastard Son
  • Slay The Dragon
  • Evil Is Forever
  • Time To Rock
  • Black Rain
  • Cloudbreaker

MD

Wieder kann man den Organisatoren ein perfektes Festival bescheinigen, das trotz der guten Resonanz ein paar Leute mehr verdient gehabt hätte. Hoffentlich geht es mit dem UMHF weiter, denn unter den kleinen Festivals ist es ein besonders fanfreundliches (10 € AK) und hatte wieder einmal ein verdammt gutes Billing, das natürlich nur schwer zu übertreffen sein wird. Aber wer Micha Reis kennt weiß, dass man von ihm immer wieder eine Überraschung erwarten kann.

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