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26. Oktober 2014 - Uhr
 
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693 Reviews in der Datenbank
Billing THE COMPANY, AARDVARKS, DECAYIN', PARRICIDE
Ort Andernach, JuZ
Datum 21.06.2002
Autor Andre Kreuz
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Tja, wer hätte gedacht, dass das mein teuerstes Konzert aller Zeiten werden würde? Ich jedenfalls nicht, und das lag sicher nicht am korrekten Eintrittspreis von 5 Euro, aber dazu später mehr.
Glücklicherweise wurde unsere fast schon legendäre Unpünktlichkeit dieses eine Mal NICHT bestraft, da die erste Band des Abends, HATEDRIVE (oder schreibt man das auseinander?) nicht spielen konnte, da sich da jemand den Arm verdemoliert hatte. Schade für die Jungs, aber vielleicht sieht man sich ja anderswo mal...
Rechtzeitig (mehr oder weniger) schafften wir es dementsprechend zum Auftritt der Thrash-Combo PARRICIDE, die wohl, und das ist nicht als Kritik zu verstehen, die Alte-Herren-Mannschaft des Billings darstellten. Dennoch (oder gerade deswegen?) wurde dem Publikum, das sich hier im Übrigen noch größtenteils zurückhielt, geradliniger, technisch versierter und recht melodischer old-school Thrash geboten. Hat mich zwar zugegebenermaßen nicht wirklich vom Hocker gehauen, aber gut war die Leistung allemal. Weniger gelungen fand ich indes das Outfit des Klampfers ganz links (von unten gesehen), Brösel wäre stolz gewesen! Aber ich bin ja kein Modekritiker und von mir aus können die Jungs auch im Aschesack oder ganz nackend ihr Set runterroppen, Hauptsache es metallt schön, ne?!
Während der Umbauphase leerte sich das ohnehin nur dürftig gefüllte JuZ noch weiter, was aber bei den fast schon hafenbahnschen Temperaturen kein Wunder war! Ich fand's schade, dass nicht die Möglichkeit genutzt worden war, das Ganze als kleines Open-Air aufzuziehen, wie demnext bei IN EXTREMO.
Bald schon donnerten den Fans aber die Klänge der allseits bekannten und beliebten Truppe DECAYIN' entgegen, die mein persönliches Highlight des Sommerfestivals sein sollten, da ich die Mucke der Jungs einfach nur geil finde! Fett ohne Ende, walzend bis die Erde bebt und groovend wie die Hölle machten die vier Bekloppten ihrem Namen, eine grandiose Live-Band zu sein, mal wieder alle Ehre. Wer bei solchen Über-Stampfern wie "This Creation" und, kilometerweit vor allem anderen, "Dying Eyes" ruhig bleiben kann, dem kann echt keiner mehr helfen. Zumindest nicht, wenn man auf diese moderne Interpretation des Thrashs steht. So sah man denn auch einiges an Headbangern durch die Halle kreisen, auch wenn ich mich dazu nicht hinreißen lassen konnte, das war eindeutig zu heiß in dem Schuppen!! Sonst wäre mit Sicherheit noch einiges mehr an Bewegung zu sehen gewesen. Zahlenmäßig würde ich das Publikum auf höchstens 100 Persönchen schätzen, war also hauptsächlich das Standart-Vok, dass bei den DECAYIN' und COMPANY Auftritten eigentlich immer zugegen ist.


                                                                  DEYACIN'

Nach den laut Kollege Thorsten einzig wahren Nachfolgern von MACHINE HEAD kamen die AARDVARKS aus Bonn auf der Bühne. Obwohl die Band schon auf einige Jahre ihres Bestehens, zahlreiche Auftritte und einige Eigenproduktionen zurückblicken kann, war das mein erster Kontakt mit der Formation. Und der fiel auch richtig gut aus! Ein weiteres Mal wurde Thrash-Metal kredenzt, dieses Mal allerdings mit einer gehörigen Portion Death, so dass der stilistische Unterschied doch ziemlich auffiel. Neben ihren eigenen, durch die Bank weg überzeugendem Material stach besonders ein Song mächtig ins erstaunte Auge: "Too many Puppies". Junge, Alter, Junge, war das dick! Wie die Sau! Das Original von PRIMUS ist ja auch ganz nett, aber der Gesang ist halt ziemlicher Müll. Anders da bei der Aardvarks-Variante! Die Musik selber war fast exakt wie das Vorbild, nur fetter, und die Vox waren todesmetallisch getunt, absolut gelungen! Hab ich mir denn auch direkt mal runtergeladen, wer das auch tun möchte, kann das auf www.aardvarks.org tun, da gibt's das komplette Back-Programm der Band (Kekse, Törtchen etc. Harhar!) als MP3 zum Download. Ach, bevor ich's vergesse, der Bassist hat echt nen Schaden, oder!? Was der für Grimassen geschnitten hat, faszinierend... Aber spielen kann er, und zwar richtig gut, hab selten eine Brutal-Metal Band gesehen, bei der der Bass dermaßen Akzente zu setzen weiß, echt gut!


                                                              AARDVARKS

Nach den Bonnern standen "nur" noch THE COMPANY auf dem Programm. Wieder Thrash, this time allerdings mit einer leichten Schlagseite zum Hardcore oder Metalcore hin, aber wirklich nur leicht. Die Musik der symphatischen Hüpfdohlen dürfte den meisten Anwesenden hinlänglich bekannt gewesen sein, so dass die Resonanz entsprechend gut ausfiel, wie immer halt! Der (mittlerweile nicht mehr ganz so) neue Sänger gefiel ein weiteres Mal und ist für den Posten des Fronters zu 100% geeignet und meiner Meinung nach auch ein Stückchen besser, als der alte. Das Publikum steht jedenfalls immer hinter dem durchgeknallten Schreihals ("oooooh yeaaaaaah..."), der es an diesem Abend ob der Hitze dem Bass-Zottel gleichtat und seinen Adonis-Oberkörper der Menge entgegenstreckte. Hehe! Das unangefochtene Highlight des Sets bildete abermals "So called Brother" (oder doch "Soul cold Brother"??), geiles Stück, dass ich hiermit allen empfehlen möchte, die auf modernen Metal können! Ne Homepage haben die Jungs übrigens auch: www.thecompanyweb.de Die ist allerdings noch SEHR aufbaufähig, also nicht enttäuscht sein...
NACHTRAG: Hab mich da wohl verguckt, da steckt doch mehr dahinter! Ist zwar bisschen Klickerei, gepaart mit Werbung in eigener Sache, dann
kommt aber tatsächlich eine anständige Site zum Vorschein! Also, ich hole alles zurück!


                                                                  THE COMPANY

Und dann? Dann war Ende. Cooles, gelungenes Konzert, das aber in folgenden Punkten hätte verbessert werden können: 1.: Open-Air; 2.: Mehr Publikum!; 3.: "Davidian"!!!!!!!!! Das haben DECAYIN' und THE COMPANY eine Zeit lang, wenn sie zusammen einen Auftritt hatten, zum Schluss zusammen gespielt, was zum Henker ist damit??? 4.: Mein Auto is kaputt... Schöne Scheiße, der Heimweg war wirklich abenteuerlich, ein Wunder, dass wir überhaupt in einem Stück nach Hause gekommen sind (und Treis ist ganz ordentlich von Andernach weg)!
Aber ansonsten... Daumen hoch fürs JuZ und alle Bands, da gibbet nix! Wäre cool, wenn nächstes Jahr was Ähnliches auf die Beine gestellt würde, dann aber, ja, ich wiederhole mich, OPEN AIR!

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