Navigation
                
17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing PINK CREAM 69, FREEDOM CALL, MAD MAX
Ort Colos-Saal, Aschaffenburg
Datum 05.10.2007
Autor Thorsten Dietrich & Sabine Jordan
>> Als E-Mail versenden
Mad Max durften den Abend schon um kurz nach 20 Uhr mit einem Akustik-Set erffnen. Nur zu zweit traten Michael Voss (Silver, ex Casanova, Voices Of Rock und Jrgen Breforth mit akustischen Gitarren bewaffnet an, um uns gleich mit dem Casanova-Stck "Hollywood Angels" zu berraschen. Glcklicherweise waren die beiden auch relativ normal gekleidet und kamen nicht komplett in wei, wie letztes Jahr beim "UFOR". Demnach musste ich mich auch nicht gleich totlachen. Dennoch gab es ein paar Leute, die sich gerade beim "holy, holy-Getrller" des Songs "Open The Eyes Of My Heart" amsierten. Ganz ernst nehmen kann ich das ja auch nicht, vor allem finde ich wird hier mit christlichem Kitsch ein wenig bertrieben. Aber jedem das seine und abgesehen davon haben die beiden schon ganz gut gerockt. Vossi versuchte das Publikum immer wieder zu motivieren mehr mitzugehen. Allerdings hatte er damit nicht so viel Erfolg, immerhin bekamen die beiden aber ordentlichen Applaus und nach einer halben Stunde war der christliche Teil des Abends dann auch schon beendet. Leider mssen wir wohl vergeblich auf neue Outputs von Casaonova warten. Schade... (Sabine Jordan)

Danach war es Zeit fr die Nrnberger Metalband Freedom Call welche eine stattliche Anzahl Fans mitgebracht hatte. Mir als Mann sind natrlich die vielen jungen Mdels in Freedom Call Shirts direkt aufgefallen, aber auch gestandene Kuttentrger sangen begeistert mit und schttelten ab und an das Haupt. Die Girlieshirts mit dem Aufdruck "Call Girl - Freedom Call", sowie das Herrenshirt Freedom Call - Nrnberg (mit Wappen) fand ich dann aber doch etwas affig. Wenigstens waren die Merchandisepreise im gut gefllten Colos-Saal moderat! Freedom Call haben nach dem Ausstieg zweier Musiker nun mit Lars Rettkowitz (Gitarre) und Armin Donderer (Bass) zwei recht neue Musiker dabei, die ihre Arbeit einwandfrei wie der Rest der Band erledigten. Besonders Dan Zimmermann (auch Gamma Ray) ist ein toller Schlagzeuger dem ich immer wieder gerne zusehe. Chris Bay singt auch gut, aber .... Mein Problem bei Freedom Call sind die furchtbaren Lieder! Diese grsslichen Kinderlieder gegen die Hammerfall richtig derb wirken sind einfach furchtbar kitschig, schmalzig, poppig und so klebrig wie mancher Dessert meiner seligen Oma. In fast jedem Lied gibt es penetrante "ohohoho" Chre zum Mitsingen und Chris Bay mutiert zum Florian Silbereisen des Pseudo-Metals in dem er zum Hnde hochreien, klatschen und so weiter animierte. Ich habe noch geschunkelt, da ich mich im Musikantenstadl glaubte! Da Freedom Call unglaubliche 70 Minuten spielten denke ich, dass dies eine Double Headlinertour war. Einen Keyboarder hat man sich gespart, die Keys kamen also vom Band und ich glaube manche Backing Vocals auch. Am Ende waren die Fans froh, ich war gereizt und der Gummibren-Metal endlich aus. Lustig war auch, dass einige Songtitel wie "Hunting High And Low" gnadenlos von anderen Bands geborgt worden sind. Das Album "The Circle Of Life" ist voll solcher Songs. Danach musste ich erst mal eine Stunde mit dem Kopf gegen die Wand hauen um diese unglaublich klebrigen Ohrwrmer aus dem Schdel zu bekommen. Vielen Dank! (Thor)

Setlist FREEDOM CALL:

Warriors
Hunting High And Low
United Alliance
Metal Invasion
Blackened Sun
Mother Earth
Queen Of My World
Far Away
Mister Evil
Land Of The Light
Freedom Call
Tears Of Taragon
We Are One

Nach eine mittleren Umbaupause kamen endlich die Sddeutschen Pink Cream 69 und rockten ordentlich das Haus! Der Einstieg mit ist super gewhlt, da auch das neue Album "In10sity" nach 20 Jahren Bandgeschichte ein Kracher geworden ist. David Readman wirkt zwar etwas moppeliger als frher, ist aber super bei Stimme und hat so den ganzen Abend eine Supershow geliefert. Auch bei den deutsch-englischen Ansagen ist Readman locker und lustig: "Ist es hier immer so hei? - Ja.- Schade". Schade war auch, dass die Freedom Call Fans doch tatschlich zu groer Zahl nach ihren Lieblingen gegangen sind. Die spinnen doch! Readmann und Bassist Dennis Ward sind die Aktivposten der Band und haben auch das grte Grinsen auf den Backen.

Angetrieben werden sie von einem herrlich aggressiv trommelnden Kosta Zafiriou, der auch noch den arbeitsreichen Job des Tourmanagers inne zu haben schien. Als David Readman fast alleine auf der Bhne mit dem zweiten Gitarristen Uwe Reitenauer einen Song seines Solowerkes vorstellte und dabei den Text aus Aufregung vergas, wirkte der ansonsten textsichere Musiker noch sympathischer als ohnehin schon. Das kann doch jedem Mal passieren! In gut 90 Minuten zauberten die Pinkies ein Programm aus fast allen Perioden der Band, wo alte Kracher auftauchten. Mir persnlich hat "Keep Your Eye On The Twisted" da immer schon gefallen. Die Jamsession mit dem Police Cover "So Lonely" mit "No Woman, No Cry" Elementen war dann das Ende des Gigs, da nun der Discobetrieb einsetzte und jede Menge junges Gemse vor der Tr wartete. Schade, schn war es trotzdem. (Thor& Sabine)

Setlist PINK CREAM 69:

Children Of The Dawn
Do You Like It Like That
Hell's Gone Crazy
Lost In Illusion
I'm Not Afraid Anymore
Talk To The Moon
Carnaby Road
Shame On You
Welcome The Night
One Step Into Paradise (Akustik Version)
Don't Let It Slip Away (Akustik Version)
Seas Of Madness
No Way Out
Keep Your Eye On The Twisted
So Lonely/No Woman, No Cry/So Lonely

Fotos: Britta Stippich
<< vorheriges Review
XANDRIA, ANUBIZ - Bonn, Klangstation
nchstes Review >>
ICED EARTH & ANNIHILATOR & TURISAS - Live Music Hall, Kln


Zufällige Reviews