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28. August 2014 - Uhr
 
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691 Reviews in der Datenbank
Billing ZWISCHENWELTEN VI
Ort Koblenz, Festung Ehrenbreitstein
Datum 09.09.2007
Autor siehe Text
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Running Order:

  • 16:30 - 17:20 NEUN WELTEN
  • 17:20 - 17:45 Umbau
  • 17:45 - 18:35 SPIRITUAL FRONT
  • 18:35 - 19:05 Umbau
  • 19:05 - 20:05 TENHI
  • 20:05 - 20:35 Umbau
  • 20:35 - 21:45 DIE APOKALYPTISCHEN REITER
  • 21:45 - 22:15 Umbau
  • 22:15 - 23:40 SAMSAS TRAUM
  • 23:40 - 00:00 Umbau
  • 00:00 - 01:00 DORNENREICH

Als wir um 16:41 auf das abgesperrte Gelnde auf der Festung Ehrenbreitstein kamen, hatten NEUN WELTEN bereits angefangen und ein Lied gespielt. Es war noch hell und etwas bewlkt, aber fr September doch noch relativ warm. Viel war allerdings noch nicht los, auch wenn der Veranstalter sagte, dass bereits 1000 Karten im Vorverkauf an den Mann/die Frau gebracht wurden. Neun Welten Die Festung Ehrenbreitstein bietet meiner Ansicht nach gerade fr diese Musik eine wundervolle Kulisse.
NEUN WELTEN, die sehr naturverbundene Musik machen und textlich auch einiges aus der Edda und nordischen Mythologie verarbeiten, untermalten ihre Klnge zustzlich noch mit diversen Naturaufnahmen, die auf eine Leinwand geworfen wurden. Trotz Schlagzeug dominieren hier doch meistens eher Flte, Klarinette, Violine oder Cello und Akustikgitarre die eher ruhige Musik. Neben den fnf Musikern gab es noch einen Soundtechniker, der am Laptop einige Samples einspielte. NEUN WELTEN traten ungeschminkt und in schlichten schwarzen Klamotten, eben sehr natrlich - wie ihre Musik - auf. Hauptschlich bestehen die Songs aus instrumentalen Parts, manchmal sind sie auch komplett instrumental gehalten. Das Stck "Walden", das dem Schriftsteller Henry David Thoreau und dessen gleichnamigen Buch gewidmet ist - in dem dieser seine Erfahrungen im Einklang mit der Natur zu leben niederschrieb - begann mit dem sanften Gesang von Fltistin Anja. Dazu hrte man Geige und spter statt dem Gesang von Anja Klarinette und Blockflte, wobei die Musik nach ruhigerem Anfang im Laufe des Stckes etwas lauter wurde und man auch deutlich den Schlagzeug-Einsatz vernehmen konnte. Zu "Nebelland" wurde dann das Cello ausgepackt und zusammen mit Geige und Flte ergab sich wieder ein schnes Instrumentalstck. Bisher waren zwar einige Zuschauer da und es fllte sich langsam, aber viele, die in den ersten Reihen standen schienen trotzdem wenig Interesse zu haben und unterhielten sich lieber, anstatt sich von NEUN WELTEN auf eine wunderbare Reise in die Natur und zu sich selbst mitnehmen zu lassen. Da die Musik meistens eher leise war strte das schon gewaltig, dass sogar ich mich nicht beherrschen konnte und auch mal jemanden angeschnauzt habe an den Bierstand zum Quasseln zu gehen. Neun Welten Gitarrist Meinolf zeigte sich gesprchig und erzhlte immer wieder vor den Ansagen einiges ber die Songs. Der Text von "Svartalfheim" wurde grtenteils der Edda entnommen, handelt aber auch von Dunkelalben und Zwergen. Auch hier gab es wieder wenig Gesang, abgesehen von etwas Black-Metal-hnlichen Vokals und Flstern vom Gitarrist selbst und Anjas lieblicher Stimme dazu. Leider konnte man - obwohl es leicht bewlkt war - die Naturaufnahmen wegen der Bhnenbeleuchtung nicht immer so richtig erkennen. Selten wurden Chre eingespielt, ich hatte den Eindruck, dass auch etwas von der Percussion vom Band kam. Insgesamt gab es wenig Gesang, es berwogen die instrumentalen Stcke. Die Ansage zum letzten Song "Valg" kam dann von Anja, die etwas unsicher wirkte als sie auf den Merchandise-Stand aufmerksam machte und einen Hinweis auf Pullover fr die winterliche Garderobe gab. Relativ pnktlich war dann auch um 17:20h Schluss. Es folgte eine Umbaupause. (Sabine)

Setlist NEUN WELTEN:

  • Der stille See
  • Auf kargem Fels
  • Walden
  • Nebelland
  • Svartalfheim
  • Destrunken I
  • Destrunken II
  • Heidenacht
  • valg

Der prozentuale Anteil der Musiker, die ihre Performance sitzender Weise darboten, war auf dem diesjhrigen "Zwischenwelten" unverhltnismig hoch. Im Falle von SPIRITUAL FRONT fhrte diese Bewegungseinschrnkung jedoch nicht konsequenter Weise zu Langeweile im Publikum, da sie mit ihrer recht auergewhnlichen Mucke auf so einige offene Ohren stieen. Spiritual Front Die adrett in klassischem schwarz-wei gekleideten Italiener waren nmlich nicht nur saugute Musiker, sondern prsentierten auch mit ihren Songs eine deutlich gehobenere Qualitt, als manch andere Band an jenem Abend. Die Mischung aus Country-Sounds a l Johnny Cash, etwas Nick Cave, einem Schuss Gothic und etwas Rock war einfach klasse anzuhren und verfhrte manch einen zu dezenten Hftschwenkern. Hatte Charme das Ganze. Zustzlich unterstrich man die leicht melancholische Stimmung der Stcke stilvoll mit einem alten Schwarz-Wei-Film, der das komplette Set ber im Hintergrund lief. Als etwas berflssig entpuppte sich jedoch der gro angekndigte Gastauftritt von SAMSAS-TRAUM-Frontmann Alexander Kaschte. Der Junge stand, zum Glck nur bei zwei Songs, auf der Bhne wie bestellt und nicht abgeholt. Eine Hand in der Hosentasche, die andere am Mikro (wohl weil es nicht anders ging) und mit einem Elan gesegnet, wie ein Ochs bei Regenwetter. Man konnte nur hoffen, dass er bei seiner eigenen Band eine bessere Figur abgibt, aber dazu spter mehr. Wie dem auch sei, die zwei Songs waren schnell vorbei und die Erinnerung an einen coolen Auftritt dieser innovativen "Dark-Country"-Combo lie man sich davon und von den kleinen technischen Problemen nicht wirklich nehmen. Diese Typen sollte man im Auge behalten. (Marek)

Setlist SPIRITUAL FRONT:

  • Cruisin'
  • My Shining Circle
  • Bastard Angel
  • Jesus Died In Las Vegas
  • Cold Love
  • Song For The Old
  • Ragged Bed
  • I Walk The (Dead) Line (mit Alexander Kaschte)
  • "Liebes Lied" (mit Alexander Kaschte)
  • No Kisses On The Mouth
  • Slave

TENHI, die gerade die 3er-CD-Box "Folk Aesthetics 1996-2006" mit raren, bisher unverffentlichem Material auf den Markt gebracht haben, starten gegen 19h mit einer Livebesetzung, die drei Akustikgitarren, einen Bass und eine Violine beinhaltete, wobei sich da sicher einige wunderten, dass Schlagzeug und Keyboards fehlten. Auch die Finnen untermalten ihre Musik mit Bildern, allerdings mit selbst gezeichneten, dsteren, in schwarz-wei gehaltenen Bildern mit stellenweise roten Akzenten von Snger und Gitarrist Tyko Saarikko. Diese Bilder finden sich brigens in den Illustrationen und dem Cover des Digibooks von "Folk Aesthetics 1996-2006" wieder. TENHI waren ebenfalls schwarz und schlicht gekleidet und kamen mit Verstrkung zu fnft, inklusive einer Dame an der der Violine. Tenhi Nach instrumentalem Anfang begann Tyko mit seiner sanften Stimme zu singen. Der Gesang war auf Finnisch und die Musik sehr ruhig und langsam, was fr einige offensichtlich etwas eintnig wirkte. "Revontulet" vom ersten Longplayer "Kauan" wurde auch von sanfter Musik und ebensolchem Gesang getragen, die Akustikinstrumente gaben eindeutig den Ton an. Die Instrumente wirken hier insgesamt sehr aufeinander abgestimmt, jedes schien gleichberechtigt zu sein. Sehr eindrucksvoll fand ich es wenn nach und nach alle Herren in den tiefen, ruhigen Gesang einstimmten, immer wieder im Wechsel mit instrumentalen Stellen. Die Bilder im Hintergrund zeigten Skelette, oder Fossilien auf schwarzem Hintergrund mit besagten roten Akzenten, passend zur dsteren Musik und der herbstlichen Jahreszeit. Einige Songs waren minimalistischer am Anfang, wonach dann die anderen Instrumente und Snger nacheinander einsetzten. In der Mitte des Auftritts fing es leise an zu Nieseln, es fielen jedoch nur einige Regentropfen.
Irgendein Idiot fing vllig unpassend mitten im ruhigen Lied an zu Klatschen und hrte auch damit nicht wirklich auf, als er von einem Fan darauf hingewiesen wird. Leider meinten auch immer noch einige sie mssten vorne stehen und sich unterhalten, womit sie natrlich die Atmosphre zerstrten. Da gaben sich TENHI schon so groe Mhe und waren selbst sehr sparsam mit den Ansagen, die man dann wegen dem Klatschen auch sowieso fast nicht verstand... Bei "Luopumisen laulu" hatte es dann auch mit dem Nieseln aufgehrt und danach folgten noch zwei weitere Songs. Es waren nun zwar schon einige Leute da, aber so gro war das allgemeine Interesse an der Musik leider immer noch nicht. Ein paar waren weit gereist und kamen beispielsweise extra aus der Schweiz, um TENHI und DORNENREICH zu sehen. Die meisten schienen aber hauptschlich wegen der Kulisse und Party (DIE APOKALYPTISCHEN REITER) hier zu sein, was ich teilweise sehr schade fand. Tenhi Vor allem strte mich die Ignoranz derer, die in den vorderen Reihen standen und Unterhaltungen ber unwichtige Dinge fhrten, anstatt die Bands zu wrdigen und zuzuhren, bzw. die Fans zuhren zu lassen, die Interesse daran hatten. Soviel mal wieder zum Thema Toleranz in der Szene. Ich finde es zum Kotzen! Ich verstehe zwar, dass vor allem die doch recht unkommerziellen Prophecy-Bands nur einen sehr eingeschrnkten Teil des Publikums ansprechen. Das Wiederum war aber mit dem Billing klar und mir geht es nicht in den Kopf, dass man, wenn man es langweilig oder bld findet, dennoch vor der Bhne steht und andere durch sein lautes Reden strt, das ist den Fans und den Bands auf der Bhne gegenber uerst unhflich. Dadurch relativierte sich dann auch leider der Vorteil mal auf einem Konzert zu sein, bei dem man auch ohne Gehrschutz nicht taub wird. (Sabine)

Setlist TENHI:

  • Savoie (Intro)
  • Korvenraivaajat
  • Revontulet
  • Maa syttyy
  • Etisyyksien taa
  • Viimeiseen
  • Kausienranta
  • Luopumisen laulu
  • Uuvu oravan luu
  • Kuolleesi jokeen

Die eigentlichen Headliner und die Konsensband Nr. 1 waren die DIE APOKALYPTISCHEN REITER. So voll war es bei keiner Band vor der Bhne und es kam zum ersten und einzigen Mal an dem Abend richtig Partystimmung auf. Vielleicht htte der Veranstalter Steffen noch eine weitere Band dieses Kalibers engagieren sollen! Die Reiter machten jedenfalls alles richtig und hatten auch ein paar einfache, aber effektive Showelemente am Start. Keyboarder Dr. Pest war zudem wieder mal stilvoll mit S/M-Maske und einem recht kurzen Hschen bekleidet. Da er wohl recht gefhrlich ist, hat man ihn zum Schutze der Fans in einen riesigen Vogelkfig gesperrt, wo er seine Arbeit verrichtete. Zu meiner berraschung kam er nur einmal raus, um Bassist Volkman mit einer kleinen Peitsche ber die Bretter zu jagen. Das Spiel ist ja hinreichend bekannt. Die Apokalyptischen Reiter Whrend sich die Instrumentalisten an Schlagzeug, Gitarre und Bass sehr auf ihre Instrumente konzentrierten und die Haare (falls vorhanden) fliegen lieen, ging Teilzeitgitarrist und Frontmann Fux sehr gut in der Rolle des Animateurs, Sngers und Witzbolds auf. Die vielen Konzerte der letzten Jahre hat die Band zu einer wahren Macht reifen lassen. Neben Hits wie "Die Sonne scheint", "Seemann" und Konsorten, gab es immer was zu lachen. Ein kleines Mdel wurde aufgrund ihres lauten Brllorganes auf die Bhne eingeladen und kam gar nicht mehr runter. Sie hpfte und tanzte mit Fux durch die Gegend, war zeitweise gefesselt bei Dr. Pest im Vogelkfig und durfte nachher mit einer Mitstreiterin in zwei kleinen Schlauchbooten auf den Hnden des Publikums bis zum Mischpult im Streit um ein Merchandisepaket und zurck surfen, wobei es beide recht flott schafften und es insgesamt eine richtige Gaudi war. Da hat man gut bei RAMMSTEIN abgeschaut, aber noch eigenes daraus gemacht. Die Apokalyptischen Reiter Bei dieser Gaudi hatte der Veranstalter wohl etwas Angst, weshalb er in einer Songpause die Fans auforderte nicht so wild zu pogen. Einer der echt freundlichen Security-Mnner erklrte dann auch, dass dies nur normale Gitter und keine Wellenbrecher waren.
Irgendwann warf die Band riesige rote und blaue Luftballons in die Menge, dies erinnerte dann auch an eine Mischung aus Kinderbelustigung und Gameshow, leider waren sie ziemlich schnell kaputt. Machte aber echt was her! Irgendwie verging die Zeit wie im Fluge und nach der Zugabe "Dschinghis Khan" war leider schon Schluss. So gab es nicht mehr Hits wie "Eruption" zu bewundern, was sehr viele schade fanden. Headlinerstatus htte diese Band auf jeden Fall sicherlich gehabt! Den haben sie brigens im November im Juz Live Club zu Andernach! (Thorsten)

Wie man nach den REITERN eine Band wie SAMSAS TRAUM auf die Bretter schicken kann ist und bleibt mir schleierhaft. Denn was sich im Vorfeld des SPIRITUAL-FRONT-Auftritts ankndigte wurde auch leider besttigt, nmlich dass es sich bei der Gruppe des, bei vielen Teenies so hei verehrten, Alexander Kaschte um eine eher drittklassige Konstellation handelt. Gibt man sich auch Mhe so objektiv wie nur mglich an die Sache ranzugehen, so bleibt am Ende doch das Urteil: talentfrei. Zwar kann man sich streiten, ob die teils tanzbaren Songfundamente, bestehend aus elektrischen Drums, Bssen und dichten Synthieklngen, gut sind oder nicht.Das ist Geschmackssache.

Samsas Traum Samsas Traum

Doch ein Frontgesang, wie er bei Schlerbandprojekten gang und gbe ist, ist einfach nicht akzeptabel und lsst sich auch nicht hinter dem viel zu lauten Saxophon und dem Auftritt des alten Mitstreiters der Band, Johannes Welsch, verbergen. Dieser versuchte sich gesanglich nmlich an dem Song "Die Nacht ist mein Tag" und konnte damit ebenfalls nur fr "Gnsehaut" sorgen (aufgrund des Entsetzens). Fr mich war dies die schwchste Darbietung des Abends. Und da ich im Vorfeld keine einzige Band des Festivals zuvor je gehrt habe, spricht hier nicht etwa die Sympathie bezglich anderer Gruppen aus mir. Es bleibt das Motto: Laut & Langweilig. (Marek)

DORNENREICH starten wie gewohnt nach grndlichem Soundcheck der auch die Fuschellen beinhaltet, sogar zwei Minuten vor ihrer Zeit kurz vor Mitternacht mit dem Intro. Der erste Song "Drang" ist ein neues Stck vom kommenden Album "In Luft Geritzt" das im Frhjahr 2008 erscheinen soll und angeblich nicht mehr so viele Texte beinhalten soll.
DORNENREICH treten also wie angekndigt wieder zu zweit und zu einem speziellen akustischen Mitternachtskonzert an. Eviga und Geiger Inve sind wie immer schlicht gekleidet, wobei Eviga - im Gegensatz zu Thomas Riesner, der eine beige Kargohose zu einem schwarzen Hemd trgt - komplett in schwarz erscheint. Dornenreich Es nieselt wieder leicht whrend Eviga sehr ernst und vertieft sein Gitarrenspiel beginnt. Thomas wirkt - wie immer - etwas frhlicher und oft kann man ihn grinsen sehen. Auer Kunstnebel gibt es eigentlich keine Kulisse, meiner Ansicht nach tut es aber auch die Festung und die Prsenz der beiden Musiker. Mit Sprechgesang, Geige. Percussion und Akustikgitarre starten wir in die letzte Etappe des Abends. Eviga bedankt sich fast nach jedem Lied sehr hflich fr den Applaus des Publikums. Wir hren im Laufe der Mitternachtsstunde einige Songs des neuen Albums, dabei sind auch einige Instrumental-Stcke. Nach einem weiteren neuen Song "Unruhe" folgt dann mit "Der Hexe flammend Blick" auch mal ein bekanntes Stck von "Hexenwind". Inzwischen regnet es auch nicht mehr. Allerdings ist Eviga mit dem Sound nicht ganz zufrieden und bittet die Technik wegen der Koppelungen die Bsse von der Stimme zu nehmen. Zwischen den Songs werden immer wieder kurze Stimmpausen eingelegt, bei DORNENREICH wirkt alles perfekt. So sieht man beide auch oft vertieft mit geschlossenen Augen, fast liebevoll ihre Instrumente spielen und Eviga scheint, wenn er leise seinen Text flstert, fast ins Mikro zu hauchen. Schlielich komme ich doch noch in den Genuss von "Reime faucht der Mrchensarg", einem Stck vom zweiten Album "Bitter Ist's Dem Tod Zu Dienen". Jemand aus dem Publikum macht Seifenblasen, von denen es auch einige in Richtung Bhne schaffen. Dornenreich Das ist dann aber leider auch schon das letzte Stck und nach einem Applaus verschwinden, die beiden kurz, sind dann aber nach Zugaberufen und mehr Applaus auch gleich wieder zu Stelle. Eviga verneigt sich und sagt: "Das ist schn, danke!" Dann gibt es noch zwei instrumentale Stcke und eigentlich htte die Aktivitt auf der Bhne dann wirklich beendet sein sollen. Allerdings strt ein peinlich geschminkter Kerl die Idylle, dadurch, dass er seiner Freundin einen Heiratsantrag machen mchte. Eviga bergibt ihm das Mikro, eine Weile nach seiner Ansage taucht die Angebetete auf und fragt als erstes: "Darf ich vorher noch jemanden anrufen?" Natrlich gefolgt von Gelchter aus der Menge. Schlielich sagt die Dame zu ihrem inzwischen vor ihr knienden Freund: "Vorerst mal ja, aber heute nicht mehr." Ob er sich das so vorgestellt hatte, ich glaube es nicht, aber es ist mir ohnehin ziemlich egal. (Sabine)

Setlist DORNENREICH:

  • Intro (ca. 2 min)
  • Drang
  • Jagd
  • Unruhe
  • Flammend' Blick
  • Meer
  • N-Folk
  • Nchtlich Ritt
  • Lauf
  • Tanz
  • Reime
  • (Bolero)
  • Urig

Auch wenn ich von 2/3 des Billings auf dem Zwischenwelten begeistert war, war ich doch zumindest von der Atmosphre bei den Auftritten der ruhigen Bands des Labels Prophecy enttuscht, da selbst Fans mit Shirts ihrer gerade spielenden Band nicht mal die ntige Aufmerksamkeit und den Respekt entgegen brachten und anstatt zuzuhren redeten, oder sogar telefonierten. Ich erinnere mich, dass es beim Prophecy-Festival letzten Herbst ganz anders war. Abgesehen davon, dass man fr die ruhigeren Bands Sitzpltze hatte, war es dort fast mucksmuschenstill, ein wenig von dieser Stille wre an diesem Abend sehr schn gewesen. Schade. (Sabine)

Leider sollte dieses "Zwischenwelten" das letzte sein, wie Veranstalter Steffen Weigel in einer kurzen Ansprache erklrte. ber die Grnde kann man nur spekulieren. Es ist aber bekannt, wie "nett" Koblenz mit lauten Bands umspringt ("Hellbangers Festival") und dass selbst BON JOVI "rger" bekamen, als sie mal dort spielten. Da sind andere Kommunen doch weitaus freundlicher und haben nicht nur fr die Pop- und Schlagerfans was zu bieten... (Thorsten)

Fotos: black-fascination.de
Fotograf: Benjamin Schulz

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