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14. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing WASP, TRIOSPHERE, RA'S DAWN
Ort Andernach, JuZ
Datum 04.05.2007
Autor siehe Text
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W.A.S.P kamen ber den groen Teich geschippert, um uns im Rahmen ihrer aktuellen Europa-Tour in Andernach zu einem metallischen Abend einzuladen.
Zwar verschob sich der Einlass um einige Zeit nach hinten, da die Herren etwas lnger fr ihren Soundcheck bentigten, aber was tut man nicht alles fr den perfekten Klang? Der Stimmung tat es jedoch zum Glck keinen Abbruch, und als sich endlich die Eingangstore ffneten, strmte schlielich auch schon eine ganze Horde gut gelaunter Langhaariger herein. Und zwar verdammt viele - alle Karten schienen ausverkauft zu sein.

Ra's Dawn

Die Ehre, diesen Abend zu erffnen, kam indes RA'S DAWN zuteil.
Whrend die Einen sich noch mit Bier versorgten, lauschten die Anderen bereits erquickt den ersten metallischen Tnen des Abends. Wie von Snger Olaf Reimann angekndigt, gab man das neue Album "Scales Of Judgement" zum Besten. Das neue Material wusste durchaus zu greifen und schon bald fllte sich der Bereich vor der Bhne erheblich und die ersten Headbanger lieen ihre Haare wirbeln - was schon einiges heien will als erste Band des Abends.
Trotz ein paar kleiner Soundprobleme - der Keyboarder bangte sich zwar fast die Rbe vom Hals, aber gehrt habe ich sein Spiel leider nicht - hatten sie die Meute fest im Griff und berzeugten mit schnen Melodien, gepaart mit der ntigen Hrte. Die Band selber wirkte selbstbewut und gab sich agil auf den Brettern. Zum Abschlu gab es dann noch passend zum Leibchen des Sngers den TWISTED SISTER-Gassenhauer "You Can't Stop Rock 'n' Roll".
So war dieser Auftritt gewiss ein groer Erfolg fr RA'S DAWN und fr das Publikum genau der richtige Anheizer fr den Abend. (Snke)

Vllig berrascht wurde ich von dem Sound von TRIOSPHERE (die live eigentlich QUATROSPHERE heien mten), denn pltzlich rhrte ein absolut geiler Frauengesang durch das JuZ. Nicht so einer wie wir es in der letzten Zeit von der "Klassik-meets-Metal-Schiene" her kennen. Nein, eine richtige Rockrhre, die eine starke hnlichkeit mit der alten CHASTAIN-Sngerin Leather Leone hat. Auer dass die Band von der Optik her etwas fr die Herren wie auch die Damen der Schpfung bot, spielte sie auch starken, traditionellen Metal, der vor Speed-Riffs nur so strotzte. Zudem war die sympathische Mannschaft whrend des Gigs sehr agil und lie ordentlich die Matten kreisen. Tipp: Unbedingt CD antesten. (Heiko)

Triosphere Triosphere

Nachdem unter dem Jubel der Fans in der Umbaupause Blackies monstrses Spiel- und Klettergerst in Form eines metallenen Skelettoberkrpers (das gleichzeitig als Mikrostnder dient) auf die Bhne gewuchtet wurde, war es um kurz nach halb elf soweit. Mit dem typischen Intro von den Doors wurde es Zeit fr den Headliner des Abends und das JuZ bekam als Begrung ein Erffnungstripple in Form von "On Your Knees", "Inside The Electric Circus" und "Hate To Love Me" um die Ohren. Der Sound war in Ordnung, die Halle voll und Mr. Lawless hatte sowohl seine Mannschaft als auch das Publikum locker im Griff. So stellte sich auch das euphorische Bierbecherwerfen in Richtung Bhne nach einem bitterbsen Blick des Fronters im Nu ein, und man konnte ohne weitere Zwischenflle eine bunte Mischung aus alten Gassenhauern und zwei Songs des neuen Albums genieen. Nachdem die Bewegung vor der Bhne im Mittelteil zunchst etwas abflaute, kam nach dem langen, starken Abschlusssolo von "The Idol" bei "I Wanna Be Somebody" richtig Fahrt in die Sache. Sehr schade und fr mich unverstndlich, dass WASP gerade zu diesem Zeitpunkt und nach nur schlappen 50 Minuten das erste Mal die Bhne verlie. Endlose fnf Minuten spter, in denen sich der ein oder andere sicher schon fragte ob es das denn etwa gewesen sein sollte, erffnete die Band endlich den Zugabenblock mit der Gnsehautnummer "Heaven's Hung In Black", um nach einem weiteren Abgang mit "Chainsaw Charlie" und dem furiosen Partyknaller "Blind In Texas" noch mal richtig die Kuh fliegen zu lassen. Cool!

WASP WASP

Leider gab es wie seit lngerer Zeit blich auch bei diesem Gig Untersttzung vom Band, und ob man das nun verurteilt, duldet, ignoriert oder darber lacht sei an dieser Stelle mal jedem selbst berlassen. Jedenfalls erklrt es zumindest, warum sich Blackie leider recht hufig hinter dem voluminsen Mikrostnder quasi versteckte. Auch die recht kurze Spielzeit von 70 Minuten und die deftigen Merchpreise sind Kritikpunkte, die sich WASP sicher ankreiden lassen mssen.
Fakt bleibt aber, dass Mr. Lawless eine wirklich gut funktionierende, agile Band um sich gesammelt hat und er einen zufriedenen Eindruck machte, als er die Bhne verlie. Mir hat der Gig trotz allem gefallen (zumal ich WASP schon in schlechterer Verfassung erlebt habe) und einem groen Teil der Fans, die durchgeschwitzt die Halle verlieen, sa ein breites Grinsen auf dem Gesicht. Man darf also auf die Festivalauftritte gespannt sein! (Roland)

Setlist WASP:

  • Medley (On Your Knees, Inside The Electric Circus, Hate To Love Me)
  • L.O.V.E Machine
  • Wild Child
  • Take Me Up
  • The Real Me
  • The Idol
  • I Wanna Be Somebody
  • Heaven's Hung In Black
  • Chainsaw Charlie
  • Blind In Texas

Fotos: Roland Wohde

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