Navigation
                
12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing MORGANA LEFAY, SACRED STEEL, SERENITY, VIRON
Ort Darmstadt, Bruchtal
Datum 08.04.2007
Autor Thorsten Dietrich & Georg Paffhausen
>> Als E-Mail versenden
Viron

In Hessen ticken die Uhren anders. Als wir in Darmstadt in der Fugngerzone ankommen, ist es kurz vor 19.30 h. Recht frh und in NRW oder Rheinland-Pfalz oft Einlasszeit. Doch erst um 20.00 Uhr kommen wir in die kleine Metalkneipe Bruchtal, die im Keller eines Hauses liegt und einen Konzertraum fr circa 130 Leute hat. Nach einem Dner traf ich bekannte Leute und trank Bier und Cola zu fairen Preisen. Warum? Erst gegen 21.00 Uhr(!) durfte die lokale(!) Vorband VIRON ran. Mann! Die spinnen in Hessen, da sind in Kln manche Gigs fast zu Ende.

Serenity

VIRON machen coolen Heavy Metal mit einem Snger, dessen Name passt: Alexx Stahl. Der Typ hat tierisch Potential, sollte aber nicht immer so beweisen, dass er singen kann. Denn seine Ausflge in hhere Sphren gerieten fters auch daneben. Ansonsten prsentierten die fnf Musiker Songs ihres starken Debts "NWOGHM" und wirkten leider etwas steif. Vielleicht hatten sie etwas Platzangst, da die kleine Bhne so vollgestellt war. Trotzdem etwas mehr krperliche Bewegung als Matte schtteln wre schon drin gewesen.

Serenity

Dann kam die offizielle erste Bad des Billings, die sympathischen Prog Metaller aus sterreich SERENITY. Obwohl, erst gab es eine geschlagene Stunde Soundprobleme! Ich war glaube ich fast so genervt wie die Band, die mir echt leid tat und mit dem Soundmann zu Gange war. Ratlose Gesichter waren die Folge. Als SERENITY dann ihren Set begannen, war es schon nach 22.30 Uhr und mit einer Portion Wut kam die Band echt gut rber. Besonders Frontmann Georg Neuhauser versuchte sich auf der engen Bhne zu bewegen und der mit drei gebrochenen Fingern spielende Keyboarder Mario Hirzinger machte seine Sache auch tapfer. Schade, dass man als Prog Melodic Metaller nicht ins Billing passte und es die Leute nicht so interessierte. Ich finde aber gerade so was erfrischend. Es muss doch nicht dreimal die selber Stilrichtung sein! Auerdem war es ein Problem, dass noch kaum ein Anwesender die Songs kannte, da die Platte erst kurze Zeit nach der Tour erschienen ist. Bei der abschlieenden Coverversion des SAVATAGE-Klassikers "Edge Of Thorns" zeigten die sis dann noch mal Geschmack und hinterlieen einen ordentlichen Eindruck.

Sacred Steel Sacred Steel

Leider war die Zeit nun weit fortgeschritten und es kamen ja noch die True Metaller von SACRED STEEL im neuen Linuep zum Zuge. Nicht nur ich war wegen dieser langen Zeit sauer, einige sind schon bei SACRED STEEL gegangen, da es ihnen einfach zu spt wurde, man musste ja am nchsten Tag arbeiten. Neu sind: Jonas Khalil (Gitarre), Kai Schindeler (Bass). Der bisherige Bassist Jens Sonnenberg wechselte an die Gitarre. SACRED STEEL spielten mit guter Laune und einem wie immer erfrischend lockeren Gerrit P. Mutz an der Sirene ein Potpourri ihrer Hits und hatte die beinharten Fans in den ersten beiden Reihen. Mutz wie immer mit seiner getnten "Peter Lustig Brille" am Start begab sich auch mal in die erste Reihe zum Singen, suchte immer Kontakt mit den Fans und hatte wirklich alle Hits der Combo versucht in die Setlist zu quetschen. Auch wenn mir das neue Album "Hammer Of Destruction" zu old school ist, muss ich sagen: Daumen hoch fr SACRED STEEL! (Thorsten Dietrich)

Morgana Lefay Morgana Lefay

Okay, nachdem ich SACRED STEEL endlich hinter mich gebracht hatte, konnte der Spa beginnen, denn jeder wei, welch fantastische Liveband MORGANA LEFAY sind. Die Schweden enterten auch erwartet gut gelaunt die viel zu kleine Bhne und legten mit einem erstaunlich guten P.A.-Sound los was das Zeug hielt. Im Laufe des Sets wurde ich jedoch den Eindruck nicht los, dass Snger Charles mit seiner Stimme kmpfte. Sehr oft lie er das Publikum die Refrains singen oder verlie sich auf die Hilfe von Klampfer Peter Grehn, der einige Passagen shoutete. Daran wird es wohl auch gelegen haben, dass der sehr gute Gig bereits nach einer Stunde endete. Wirklich schade, denn von den witzigen Ansagen, der guten Show und natrlich den klasse Songs (z. B. "I Roam", "Angels Deceit", "Another Dawn", "Hollow", "The Source of Pain", "Court of the Crimson King, "Maleficium") htte ich gerne noch mehr gehrt. Auerdem beschlich mich das dumpfe Gefhl, dass die Band nicht volle 100% gab. Im Laufe der Show wurden die Schweden jedenfalls bewegungsarmer, was man sonst von den Spavgeln eher nicht kennt. Auch "Delusions" vom neuen Album als Zugabe zu spielen, war bestimmt nicht die geschickteste Wahl. So wankten wir halt ohne "Master Of The Masquerade" oder "To Isengard" zum Auto. Ich hab die Schweden schon viel besser erlebt. Schade! (Georg Paffhausen)

Fazit: Wir waren um 01.30 h daheim, standen ewig rum und das musste nicht sein! (Thorsten Dietrich)

Fotos: Thorsten Dietrich

<< vorheriges Review
NOISEGATE FESTIVAL - Langen, Stadthalle
nchstes Review >>
WASP, TRIOSPHERE, RA'S DAWN - Andernach, JuZ


Zufällige Reviews