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18. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing NOISEGATE FESTIVAL
Ort Langen, Stadthalle
Datum 08.04.2007
Autor Thorsten Dietrich
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Als wir am Ostersonntag bei wunderbarem Wetter in der Stadthalle Langen eintrafen, waren schon Sister Sin, Fairyland und Chased Crime fertig. Es war erst 19.00h und schon war die drittletzte Band des "Noisegate Festivals" Leave's Eyes dran. Das sind eigentlich Atrocity mit Liv Kristine und Krull (Ex Theatre Of Tragedy) und man spielt netten Gothic Metal. Dabei war Atrocity Fronthne Alex Krull zwischendurch als Grunzer und Animateuer dabei, whrend seine Frau ihre Songs zirpte. Dabei war die durchaus sympathische Dame im netten Kleid recht steif und rockte wenig, wobei ihre Stimme manchmal etwas piepsig rberkam, was auf CD einfach besser klingt. Die Band agierte recht unauffllig und so hatte ich als Zuschauer fters ein Ghnen auf den Lippen. Nach ihrem grten Hit "Elegy" war dann Schluss und bei Kamelot war dann vor der etwas leer gewordenen Bhne schon wieder mehr los.

Setlist LEAVES' EYES:
Intro (Vinland Saga)
Farewell Proud Men
Ocean?s Way
The Crossing
Into Your Light
The Thorn
Leaves? Eyes
New Found Land
Norwegian Lovesong
Temptation
Lyset
Legend Land
Solemn Sea
Elegy

Mit einer Gastsngerin, die etwas jung und oft sehr hilflos wirkte - vielleicht auch deshalb, weil man sie im Hintergrund fast nicht wahrnehmen konnte - stieg man ins Programm und hatte leider nicht den prallsten Sound, wobei besonders Snger Roy Khan etwas unterging. Das sollte sich noch etwas bessern, aber nicht mehr viel. Kamelot zog das Publikum mit jeder Menge Hits a la "Center Of The Universe" oder "March of Mephisto" in seinem Bann, whrend die Band engagiert und bewegungsfreudig agierte. Auch die zwei neuen Songs des im Juni erscheinenden Albums "Ghost Opera" klangen ordentlich, doch bei dem teils komplexen mit symphonischen Anstrich beladenen Songs der Amis kann man sich nach einmaligem Hren kein richtiges Urteil erlauben. Beim Hit "The Haunting" kam natrlich Simone Simons Epica Frontfrau und gleichzeitig auch Flamme des Keyboarders Oliver Palotei zum Duett auf die Bhne. Simone verschwand aufgrund des Sounds leider etwas zu sehr im Hintergrund, auch wenn sie optisch - wie immer - eine Augenweide war. Schade, dass der Gig gekrzt werden musste und Kamelot nicht noch mehr Hits aus ihrem reichhaltigen Repertoire zocken durften.

Setlist KAMELOT:
Intro
When The Lights Are Down
Soul Society
Mourning Star
Center Of Universe
Instrumental
This Pain
Descent Of Archangel
Key Solo
The Haunting
Forever
Encore 1
Violin Intro - Ghost Opera
Epilogue
Karma
Encore 2
March Of Mephisto

Nach einer ordentlichen Umbaupause, whrend der ich mal den CD Dealer ancheckte und ein Album kaufte, kamen endlich die 80er Jahre Helden WASP oder das was von ihnen brig ist - Blackie Lawless! Mit drei Mietmusikern legte die Schockrocklegende dann furios mit einem Medley aus dem Chauviekracher "On Your Knees" und "Inside The Electric Circus" los. Die Herren an Bass und Gitarre fletschten ordentlich die Zhne und sorgten fr Kilometergeld, whrend der Mann an der Schiebude aufgrund des Nebels und des tiefen Sitzes nie zu sehen war. Alle Augen schauten natrlich auf Blackie, der wei getncht und mit kleinen Sgeblttern am Bhnenoutfit richtig schn albern aussah. Dazu passte noch die 80er Jahre Frisur, welche wie das Toupet von Joe Lynn Turner aussah. Vielleicht ist es auch fest getackert a la Mark Reale von Riot. Lawless hatte wieder diesen lustigen an "Mad Max" und Marylin Manson erinnernden Mikrostnder auf dem er dank Sprungfeder, wie Kinder auf dem Spielplatz, herumturnen und posen konnte. Meist spielte er Alibigitarre, d.h. er kloppte auf dem Teil herum wie einst Didi Bohlen in seinen besten Tagen um seinen Mietgitarristen die Arbeit machen zu lassen. Oder das Teil baumelte an ihm runter, whrend er beim Singen die Hnde fr Gesten nutzte. Lawless konzentrierte sich auf Posen und Singen, wobei doch die Chre und einige Strophen sehr sehr perfekt wie auf meinen WASP CDs klangen. Viele Leute in der Halle schien das nicht im Geringsten zu stren und so feierten sie die Band ab, doch ich und einige andere schauten sich das Spektakel dann doch mit kritischen Augen an. Tobias Sammet von Edguy stand etwas hinten in der Halle und schaute gar griesgrmig aus der Wsche. Ob das an seiner neuen Kurzhaarfrisur oder der Band lag, kann ich leider nicht sagen. Alex Krull von Leaves' Eyes verfolgte den Gig jedenfalls mit sichtlich Spa. Als sich Lawless schon nach 50 Minuten verabschiedete und nach langem Rufen der Fans erst wieder kam um noch gndig ein paar Klassiker zu spielen, war ich fertig mit der Band. Einige Fans waren in dieser Pause auch schon gegangen. Fr jemand, der so viele Alben drauen hat und sich schon gut den Ruf ramponiert hat, war das eine Scheiaktion. Nach circa 75 Minuten war dann auch Schluss, was bedeutet, dass auer zwei neuen, echt netten Songs noch jede Menge Klassiker unter den Tisch fielen! Bands wie Saxon spielen 2 Stunden, whrend Lawless es nicht mal 90 Minuten schafft. Das ist lcherlich und anmaend. Aber ich denke es gibt noch genug Leute, die sich nach dem Gig die Shirts fr 25 gekauft haben, dagegen hatten Kamelot echt faire Preise. Das "Noisegate Festival" war eine feine Sache zu Ostern. Zwei Bands weniger und dafr geringeren Eintritt wre plus besserem Headliner fr 2008 trotzdem angebracht!

Setlist WASP:
The End (Intro)
Medley:
On Your Knees
Inside The Electric Circus
Hate To Love Me
L.O.V.E. Machine
Wild Child
Take Me Up
The Real Me
The Idol
I Wanna Be Somebody
Leave Me To Die
Chainsaw Charlie
Blind In Texas

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