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20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing ROSE TATTOO, GUTBUCKET
Ort Essen, Zeche Carl
Datum 12.04.2007
Autor Roland Wohde
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ROSE TATTOO sind (besonders) live immer ein Garant fr eine gttliche Rock'n'Roll-Vollbedienung. Das brenstarke neue Material, das die Australier den Fans auf dieser Tour prsentieren, machte meine Vorfreude auf den Abend in der Essener Zeche noch grer. Und um eins vorweg zu nehmen: weder ich noch die zwei mitgeschleppten Freunde, die bis dato noch kein Konzert der Tatts miterlebt hatten, wurden enttuscht.

Die Vorgruppe GUTBUCKET verpassten wir bis auf den letzten Song leider komplett, da uns zahlreiche kleinere Staus und eine verkorkste Wegbeschreibung den Zeitplan gehrig durcheinander gewrfelt hatten. Schade, denn die Truppe machte einen sympathisch ehrlichen Eindruck, und ich war nach der guten Rezensionen ihrer aktuellen Scheibe von Kollege Baumberger wirklich gespannt.

Viel Zeit zum Trauern blieb aber nicht, denn nach einer angenehm kurzen Umbaupause, die gerade einmal reichte um sich mit einem khlen Getrnk zu versorgen, betraten ROSE TATTOO die Bhne.

Rose Tattoo Rose Tattoo

Wie berzeugt die Band selbst von ihrem neuen Output ist, zeigte sich bereits in der Setlist des heutigen Abends. So erffnete Angry im wohlbekannten Worker Outfit den Abend mit dem neuen "Man About Town", nachdem er der versammelten Gemeinde seelig grinsend zugeprostet hatte. Zu meinem Leidwesen (da ich noch im Fotograben hing) folgte schon direkt im Anschluss eins meiner absoluten Lieblingsstcke "One Of The Boys" und gleich danach der neue Kracher "Black Eyed Bruiser". Den direkten Wechsel zwischen brandneuem Material und alten Hits behielten die Jungs noch einige Zeit bei und gaben so schon im ersten Drittel fast die Hlfte des "Bloodbrothers"-Materials zum Besten. Im zweiten Drittel kamen zwischen zahlreichen Klassikern wie "Assault & Battery", "Rock'n'Roll Is King" und einer genialen Version von "The Butcher And Fast Eddy" nur zwei Songs neueren Datums, nmlich "Nothing To Loose" und "17 Stitches" zum Zuge.

Rose Tattoo Rose Tattoo

Zwischen den Songs punktete Angry obendrein mit seinen spaigen Ansagen, auch wenn diese von den Angesprochenen wohl nicht immer verstanden wurden. Allgemein wirkten ROSE TATTOO harmonisch, sehr locker, und auch Dai Pritchad fgte sich prima ins Bandgefge ein. Der stndig vor sich hingrinsende Steve King gnnte sich immer mal wieder einen Schluck aus der Whiskeypulle und schien eine Menge Spa zu haben. Der Sound war am heutigen Abend auch ganz gut, wurde den Anwesenden aber in einer heftigen Lautstrke in die Ohren geblasen. Die Stimmung war prima, und im mittleren Teil vor der Bhne flog bei Gassenhauern wie "Nice Boys Don't Play Rock'n'Roll" ordentlich die Kuh. Warum die ansonsten nette Security das Crowdsurfen unterbunden hat war mir zwar nicht ganz klar, tat der Stimmung aber keinen Abbruch, und als man bei der Zugabe neben dem unvermeidlichen "We Can't Be Beaten" auch noch die neue Tattshymne "Once In A Lifetime" zum Besten gab, war der Abend perfekt.
So konnte es fr mich nach etlichen ausgeschwitzten Whiskeys, einer abgetanzten Schuhsohle und rund 100 Minuten purem Rock'n'Roll nur ein Urteil geben: Tatts Forever, Forever Tatts!
Ich freu mich schon jetzt darauf die Jungs am neunten August in Dsseldorf wieder zu sehen!

Fotos: Roland Wohde

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