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691 Reviews in der Datenbank
Billing W:O:A - METAL BATTLE 2007 - RLP
Ort Andernach, JUZ Live Club
Datum 10.03.2007
Autor Ralf Dietzler
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Am Abend des 10.03.07 war es wieder soweit, der JUZ Liveclub in Andernach ffnete seine Pforten fr den allseits beliebten Wacken Open Air Metal Battle 2007, der somit in die dritte Runde geht, und sich mittlerweile zu Deutschlands grtem Talentwettbewerb in Sachen Metal entwickelt hat.

Zum Auftakt durften SPECTRAL mit ihrem Pagan/Viking Metal die Meute anheizen, was ihnen angesichts der Umstnde (erste Band, 20.00 Uhr) auch gut gelang, woran aber die selbst mitgebrachten Fans sicherlich nicht unbeteiligt gewesen sein drften. Musikalisch gings in die bereits erwhnte Ecke, jedoch ohne irgendwelche Besonderheiten, auer dem Snger, der zwei bis drei annehmbare Growls aus der Kehle warf. Trotzdem machte sich in mir nach zwei Songs ein Gefhl von Langeweile breit, weshalb ich es vorzog, mich an der Theke mit einem kalten Bier zu versorgen, anstatt das Set zu Ende zu sehen.

Spectral Spectral

Als dann die Kaiserlauterner DIVINUS aufspielten, waren die Quadratmeter vor der Bhne mit ghnender Leere gefllt, woran es gelegen hat, kann ich nicht beurteilen. DIVINUS spielen laut Bandinfo auf ihrer Homepage einen "klischeefreien, eigenen Sound" und bezeichnen sich selbst als "Progressive Metal", eine Definition, die den Nagel fast auf den Kopf trifft. Wobei die Worte Hardrock und Heavy Metal auch noch zu verwenden wren. Der Frontmann singt zu 99% mit heller, cleaner Stimme, bis auf vereinzelte Grunzeinlagen, welche jedoch nicht so Recht ins Gesamtbild der Musik passen wollen.
Alles in allem halt solider Hardrock/Heavy Metal, nicht mehr aber auch nicht weniger als durchschnittlich.

Divinus Divinus

Ein knalliger Thrash-Riff, fast schon als Old School zu bezeichnen, plus einer dicken Schwarte MACHINE HEAD, bratzte mir aus der PA entgegen, als der erste Song von NOISE DRUG folgte. Doch auch dieses Vergngen sollte schnell ein Ende finden. Sollte das zweite Lied noch in etwa in dieses Schema passen, verliefen sich die Jungs aus dem Westerwald sptestens ab dem dritten Song im Labyrinth der Eintnigkeit, da mehr und mehr melodise Parts dominierten, welche man oft an anderer Stelle, oder gar nicht htte einbauen sollen. Aufgrund des knalligen Sounds ist der Band einiges an Potenzial zuzuschreiben, einzig im Songwriting gibt es noch Mankos, an denen zu arbeiten ist.

Noise Drug Noise Drug

Das erste, was mir dann beim Bhnenbild von ins Auge springt, ist ein mit Totenschdel verziertes Keyboard und die Verkleidungen der Bandmitglieder. Irgendwie erinnern mich die weien Hemden mit den schwarzen Flecken an Kche, die fr einige Stunden in einer Autowerkstatt einspringen mussten. Nicht ganz so widersprchlich kommt dann ihre Musik daher. Zu 100% das, was man sich unter Black Metal vorzustellen hat, mit wenig Geschnrkel und viel Krach und Geballer. Der "Snger" krchzte sich die Seele aus dem Leib, nur leider so unverstndlich, dass ich erst im letzten Drittel des Auftritts bemerkt habe, das der gute Mann deutsche lyrics benutzt, was der Band jedoch auch keinen Innovationspreis einbringt.
Meiner Meinung nach durchschnittlicher Black Metal, wie man ihn an jeder Ecke finden kann.

Videre Mortem Videre Mortem

Als fnfte Band des Abends kamen dann die Lokalmatadoren von PARRIZYDE auf die Bhne, um ihren harten, auf den Punkt gespielten Old School Thrash Metal auf das Publikum und die Juroren loszulassen. Das Line-up bestand dieses Mal aus drei anstatt der blichen vier Verdchtigen, da der zweite Gitarrist und Entertainer Byrd die Band verlassen hat, und noch kein Nachmieter gefunden werden konnte konnte. Das machte sich neben dem Sound vor allem auch an der Bhnenshow der Band bemerkbar, die ohne die lustigen Einlagen von Byrd etwas zu statisch wirkte, und der Funke zum Publikum trotz souverner Spielweise nicht berspringen sollte. Vielleicht war das Ganze auch eine Ecke zu souvern...

Parrizyde Parrizyde

Die sechste und letzte Band des Abend waren RESPAWNED, die eine Mischung aus NY Hardcore und Thrash Metal spielen, was im Grunde keine schlechte Mischung ist, und man von dem Modebegriff Metalcore absehen kann. Laut ihrer myspace-Seite orientiert sich der Sound zwischen MACHINE HEAD, BIOHAZARD und SEPULTURA, dem im Grunde nichts mehr hinzuzufgen ist. Der Sound der Band war jedoch eher bescheiden, da keiner der Songs einen Wiedererkennungswert hatte, und das ganze etwas chaotisch rberkam. Der Snger kreischte sich durch alle Tonlagen, und erinnerte mich an manchen Stellen (keine Ahnung warum) an Glenn Danzig in den alten MISFITS-Tagen, nur schrger, und mein Gesamteindruck der Band erinnerte mich irgendwie an den Auftritt einer Schlerband.

Respawned Respawned

Damit neigte sich auch der wettbewerbslastige Teil des Abends dem Ende zu, und es war fr die Juroren an der Zeit sich zurckzuziehen und sich der undankbaren Aufgabe zu widmen einen Gewinner des Abends zu finden, whrend die Gewinner des letztjhrigen Metal Battles DRONE zum Tanz und Headbanging aufspielten. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch nicht die Gelegenheit eines der Stcke der Band zu hren, was ich sofort beim ersten Song bedauerte. Die Band spielt Thrash Metal der neueren Gte vergleichbar mit etwa PANTERA und den in diesem Genre vielzitierten MACHINE HEAD. Jedoch mchte ich hier nicht den Eindruck erwecken DRONE wrden kopieren, denn die Band interpretiert dieses Genre mit eigenem Sound und die Songs haben einen hohen Wiedererkennungswert. Das und die Tatsache, dass die Band und allem voran ihr Frontmann und Snger eine gute Show ablieferte besttigten hier, das der letzjhrige Sieg nicht unverdient gewesen ist.

Respawned Respawned

Nach Ende der Show so gegen 0.00 Uhr kam dann der Veranstalter auf die Bhne, um den Gewinner des Abends zu ernennen, was in meinen Augen keine dankbare Aufgabe war, da keine der Bands eine besondere Leistung erbrachte und ein eindeutiger Sieger nicht einfach zu bestimmen war, da die Qualitt der Bands ber den ganzen Abend nicht sonderlich hoch war.
Der Veranstalter versuchte auch nicht dies zu beschnigen und nannte das Kind beim Namen, indem er den Bands und dem Publikum besttigte, keine der Bands habe auf ausreichendem Niveau gespielt. Nichtsdestotrotz hat die Jury es geschafft einen Sieger zu bestimmen, was in diesem Falle DIVINUS sein sollte. Eine Entscheidung, die in meinen Augen leider nicht so ganz nachvollziehbar ist, da ich persnlich die Band hinter den Jungs von NOISE DRUG einordnete.
Naja, ber Einzelgeschmack lsst sich streiten, und zum Glck war die Jury mit mehr als einer Person besetzt, weshalb es zu einer fairen Entscheidung gekommen ist.

Fotos: Ralf Dietzler

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