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19. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing DEZPERADOZ, DESTINATION'S CALLING
Ort Frankfurt, Die Halle
Datum 30.03.2007
Autor Thorsten Dietrich
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An einem recht warmen Freitagabend im Frhling begab ich mich nach Frankfurt in die Halle, ein kleiner, aber feiner Laden, der zwar nicht so einfach zu finden ist, aber durch seine freundliche Atmosphre, das nette Personal und die fairen Preise punkten kann. Eigentlich hingen berall Plakate auf denen RA'S DAWN aus Koblenz angekndigt waren, doch die Prog Power Metaller konnten nicht kommen, da sich ihr Drummer beim Snowboarden die Schulter gebrochen hat. Fazit: Wintersport sucks!

Die Chance des Openers nutzte dann das Sddeutsche Quartett DESTINATION'S CALLING. Deren superbe Eigenproduktion "Invisible Walls" hat nicht nur Plattenfirmenniveau, sie wurde auch noch nahezu komplett durchgespielt, da man mit einer Stunde eine recht ordentliche Spielzeit hatte. Die Zeit wusste die aufstrebende Band auch zu nutzen und brachten Krache wie die Bandhymne "Destination's Calling" recht souvern rber, wenn man auch etwas steif und nicht gerade bewegungsfreudig wirkte.

Destination's Caling Destination's Caling

Von den zwei vorher verffentlichten Demos kamen "Sentenced" und "Walls Of Babylon" zum Zuge. Immerhin sangen die beiden Gitarristen Christian Grther und Markus Gller und hatten auch einige mehrstimmige Passagen, so dass dies verstndlich war, aber auch fr die Zukunft ausgebaut werden kann. So war es kein Wunder, dass qualitative Shirts und das Album jeweils fr faire 10 Euro; von einigen Fans gekauft wurden. Doch eines sollten die Jungs beachten: bei einer recht sprlichen Zuschauermenge wirken Mitklatsch- und Mitsingspiele immer etwas seltsam.
Die einzige Frage, die mich jedoch den ganzen Abend beschftigte, war: Warum haben die eigentlich keinen Plattendeal?

Tracklist DESTINATION'S CALLING:

  1. Turning Away
  2. Sinthetic
  3. Sign Of Glory
  4. Candle In The Night
  5. Invisible Walls
  6. Disconnected
  7. Trapped In Silence
  8. Sentenced
  9. Bleeding Again
  10. Fallen From Grace
  • Walls Of Babylon

Nun wurde es Zeit fr die Western-Rocker von DEZPERADOZ. Die hatten nach der letzten Tour mit AXXIS und KROKUS nicht mehr Dennis Ward von PINK CREAM 69 an der zweiten Klampfe und waren natrlich stilecht in leichtem Westernoutfit (Cowboyhte, karierte Hemden) aufgelaufen. Frontmann und Onkel Tom-Gitarrist in Personalunion, Alex Kraft, war gut aufgelegt und wirkte recht sympathisch, sollte aber etwas weniger labern und dafr schneller zum nchsten Song kommen. Ist nicht bse gemeint, aber ich war nicht der einzigste der so dachte!

Dezperadoz Dezperadoz

Ansonsten rockten die DEZPERADOZ ordentlich den nun etwas besser gefllten Club und lieen es sich auch nicht nehmen Coverversionen von Klassikern wie "Riders On The Storm", "Raw Hide" und "Ring Of Fire" (Johnny Cash) im DEZPERADOZ-Sound unters Publikum zu streuen. Teilweise war der Gesang dann aber nicht immer passend. An den Instrumenten wurde sich auch mal nett in Pose geworfen, der ein oder andere Hut wurde mal nebst Gitarre gewechselt, so dass eigentlich keine Langeweile aufgetreten ist. Auch wurde neues Material gespielt, so dass die Fans schon einen Ausblick auf das dritte Album hatten. Am Ende gab es noch ein Tablett mit Jacky, mit dem die 90 Minuten gut ausklangen. Dezperadoz Alles in allem ein gelungener Gig, der zeigte, dass auch keine Konzerte tierisch Spa machen knnen und es nicht viel kosten muss.

Tracklist DEZPERADOZ:

  1. Intro
  2. Dust Of History
  3. First Blood
  4. Ring Of Fire
  5. My Gun And Me
  6. Rattlesnake
  7. Ok Corral
  8. Deadman Walkin'
  9. Hellbilly Square
  10. Riders On The Storm
  11. Wind
  12. March To Destiny
  13. Rawhide
  • Desperadoz
  • Ghostriders

Fotos: Thorsten Dietrich

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