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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing JON OLIVA'S PAIN, GUN BARREL
Ort Bonn, Klangstation
Datum 30.03.2007
Autor Roland Wohde
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Etwas mde und angeschlagen von der Woche kam ich an diesem Abend zur Klangstation, und dank der Aussicht auf den nchsten Schichtdienst um 0.00 Uhr war auch meine Laune beim Eintreffen nicht die allerbeste. Dies sollte sich jedoch innerhalb krzester Zeit ndern.

Denn schon der Supportact GUN BARREL versprhte an diesem Abend eine unbndige Spielfreude und Energie. Ich habe die Bande um Szeneorginal Rolf Tanzius schon einige Male live erleben drfen, aber ich glaube selten in so bestechend guter Form. Umgeben von den bangenden und zu allerlei Spchen aufgelegten Mnnern an den Langhlzern berzeugte einmal mehr besonders Herr Drexler am Mikro als sympathischer Entertainer, dem man einfach abnimmt, dass er auf der Bhne seinen Traum lebt.

Gun Barrel Gun Barrel

Von dieser Energie angesteckt lie sich das Bonner Publikum von den tight gespielten Rock'n'Rollern wie "Dear Mr. Devil", "Bombard Your Soul", "Battle-Tested", "Roll Of The Dice" oder "I'm Alive" gerne mitreien und es herrschte im Nu eine klasse Stimmung in der Bude. Sogar Xaver's Spielchen, als Antwort auf seine Frage nach dem Befinden der Anwesenden statt normalem Gejubel ein gegrltes "Auf jeden Fall" zu bekommen, funktionierte. Zum Abschlu gab es das passende "On The Road Again" und die Jungs konnten sogar noch eine kurze Zugabe nachschieben, bevor sich GUN BARREL nach grob geschtzten 50 Minuten, die mir jedoch zum Glck ein gutes Stck lnger erschienen, verabschieden mussten. Stark!

Nach guten zwanzig Minuten Umbaupause, in denen sich der Raum vor der Bhne noch einmal merklich fllte (aber trotz ausverkauftem Haus in immer noch angenehmen Rahmen blieb), betraten schlielich JON OLIVA'S PAIN unter groem Jubel die Bhne.
Mit den Klassikern "Warriors" und "Sirens" ging es direkt in die Vollen, bevor mit "Maniacal Renderings", das die Band heute erst zum zweiten Mal live spielte, und "The Evil Beside You" Material der aktuellen Scheibe zum Zuge kam. So weit so gut. Was im Anschluss geboten wurde war berraschend, denn die Band spielte fast das komplette Streets Album nach Gang!

Jon Oliva's Pain Jon Oliva's Pain

Angefangen vom Titeltrack ber "New York City Don't Mean Nothing" bis zum gttlichen "Believe", das sicher nicht nur mir feuchte Augen bescherte: Gnsehaut pur! Nach diesem denkwrdigen Mittelteil zollte man unter anderem mit "Through The Eyes Of The King" der Gegenwart einen weiteren kleinen Tribut bevor die nchsten SAVATAGE-Klassiker in Form von "Edge Of Thorns" und "Gutter Ballet" ins Haus standen. Jon Oliva's Pain Die Band war zwar nicht so bewegungsfreudig wie ihre Klner Vorgruppe, hatte aber ebenfalls sichtlich Spa auf der Bhne und spielte bis auf das etwas statisch wirkende "Edge Of Thorns" mit einer Menge Gefhl. Jon fand den richtigen Mittelweg zwischen Musik und seinen blichen Albernheiten auf der Bhne whrend er ausgiebig dem Jgermeister- und Tabakgenu frnte. Allerdings war der Mountain King aus den hinteren Reihen die meiste Zeit sehr schlecht zu sehen, da sein Keyboard auf der recht niedrigen Bhne in keinster Weise erhht stand. Weiterhin schmlerten zu diesem Zeitpunkt leider technische Probleme den bis dato guten Sound des Abends, machten es mir dadurch aber wenigstens ein klein wenig leichter, den Gig nach 105 Minuten Jon Oliva vorzeitig verlassen zu mssen, um auf die verdammte Arbeit zurck zu kehren.
Trotz dieses ungemtlichen Endes fr mich aber ein klasse Abend mit zwei absolut berzeugenden Bands.

Fotos: Roland Wohde

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