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20. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing HAMMERFALL, KROKUS, THE POODLES
Ort Langen, Stadthalle
Datum 26.01.2007
Autor Thorsten Dietrich
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Es war schon recht kalt, als wir in Langen ankamen. Nach einem POODLES-Interview, wo sich der Haufen als nette Kerle entpuppt hat, schauten wir uns in der Stadthalle um, die mit 1400 Zuschauern am Abend ausverkauft sein sollte. Dabei gab es 0,3l Bier fr freche drei Euro, so dass man sich nicht in der Provinz, sondern eher in einer Weltmetropole fhlte. Immerhin war das reichhaltige Essensangebot und die Merchandisepreise (Shirt 18 €) echt fair.

The Poodles

Mit einer halben Stunde Spielzeit und circa drei Glhbirnen am Blinken starteten die schwedischen Newcomer THE POODLES mit ihrem Glam Metal recht karg ausgestattet. Spter war man dann so gndig vielleicht fnf Birnen den Jungs zu gewhren. Solch alberne Spielchen sind echt dmlich! Dabei hatten die vier um Paradiesfrontmann Jakob Samuel gute Songs dabei und waren echt hungrig sie dem Publikum zu prsentieren. The Poodles Samuel machte in seinem roten Lederanzug den Blickfang und Mikrofon schwingenden Entertainer, whrend die Instrumentalfraktion sich engagiert um Backings und ihre Instrumente bemhte. Dabei wurde sogar ein neuer Song fr das kommende Album dem Publikum prsentiert und ansonsten gab es das "Greatest Hits Programm" des ersten Albums "Metal Will Stand Tall". Mich hat besonders der Titelsong und "One Night Of Passion" begeistert und es war doch sehr schade, dass die Schweden nicht mehr spielen durften, da doch gerade "Dancing With Tears In My Eyes" ein toller Abschluss fr das Set gewesen wre.
THE POODLES gehren jedenfalls auf die Bhne und sollten bei der nchsten Tour mindestens einen Slot ergattern, wo sie 45 Minuten lang Gas geben knnen!

Krokus

Nun sah ich zum dritten Mal in meinem Leben die Eidgenossen von KROKUS. Wieder mal wurde ich nicht enttuscht, denn die Band hat einfach Niveau und tierisch Erfahrung! Ich habe zwar nie verstanden, warum Frontmann Marc Storace immer englische Ansagen macht, aber dafr agieren die Jungs so positiv, dass solche Sachen nicht weiter ins Gewicht fielen. Die Rollen bei den fnf Musikern waren klar verteilt:
Marc Storace : Der zum dritten Mal 2002 eingestiegene Frontmann gibt den bodenstndisch-sympathischen Mikrofonschwinger mit Arbeitercharme und AC/DC-Stimme.
Mandy Meyer: Der zum zweiten Mal eingestiegene Gitarrist ist der Sologitarrist, welcher in sich versunken mit offenem Mund und geschlossenen Augen am Bhnenrand steht.
Krokus Dominique Favez: Der Rhythmusgitarrist ist der bewegungsfreudigste Mann der Band und hat ein Dauergrinsen.
Tony Castell: Post mit dezentem 80er-Jahre Outfit mit weit gespreizten Beinen auf der Bhne und macht seinen Job am Bass.
Stefan Schwarzmann: Ist seit 2006 dabei und einfach ein toller Schlagzeuger, der schon bei vielen deutschen Bands (U.D.O., HELLOWEEN, RUNNING WILD) fr ordentlich Bumms gesorgt hat.

Hammerfall

Nach einer Umbaupause von 30 Minuten war es dann Zeit, um den Hammer fallen zu lassen. Diesmal hat man das Maskottchen Hector daheim gelassen, er war nur auf dem Backdrop und auf T-Shirts zu sehen. So kam keiner verkleidet auf die Bhne und schwang den Hammer, schade! HAMMERFALL boten dann - das kann ich direkt sagen - fr die 24 € Eintrittspreis auch eine tolle Show und hatten eine imposante, aber nicht berladenen Bhne mit Treppe, die auf alte Burgmauer gemacht war, und wo das Schlagzeug hoch thronte und der Name HAMMERFALL durch viele Bassdrums dargestellt wurde. Bei sechs Alben bot man dann mit einem lustigen Drumsolo, zwei Instrumentalsongs ("Raise The Hammer", "Reign Of The Hammer") doch ein bissel wenig. Hammerfall Wenn ich da an alte Scke wie SAXON denke, die gerne auch mal zwei Stunden spielen, war das etwas mau.
Dafr gab es aber eine spielfreudige Band mit einem gut aufgelegten Joacim Cans: Dieser konnte nicht verstehen warum die Band so als Poser verschrien ist. Bei aller Liebe zu HAMMERFALL soll er sich doch mal Oscar Dronjak und Bassist Magnus Rosen anschauen, die posen bis der Arzt kommt. Cans war ja im Gegensatz zur Langholzfraktion auch relativ dezent gekleidet. Besonders Rampensau Rosen wirbelte im Netzhemd wie ein Derwisch herrlich mit Metall behangen ber die Bhne. Bei recht fairen Merchandisepreisen und netten Pyroeinlagen, sowie brennenden Becken bei "Hearts On Fire" (Zugabe) waren die Fans dann doch zufrieden.

Hammerfall

Setlist HAMMERFALL:

  • Threshold
  • Templars of Steel
  • Riders Of The Storm
  • Legacy Of Kings
  • Rebel Inside
  • Bloodbound
  • Raise The Hammer
  • A Legend Reborn
  • Renegade
  • Let The Hammer Fall
  • Reign Of The Hammer
  • Hammerfall
  • Natural High
  • Glory To The Brave
  • Heeding The Call
  • Hearts On Fire

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