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19. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing FULL COURT PRESS, END OF DAYS, SETTLE THE SCORE, SKY'Z THE LIMIT
Ort Essen, Julius-Leber-Haus
Datum 07.06.2002
Autor Thomas Roos
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Die Show fand anlässlich eines Geburtstages statt und war somit dementsprechend klein und stieg im Keller des Julius-Leber-Hauses. Als erstes spielten „Sky´z the Limit“. Die fünf Jungs waren die einzige Old School-Band des Abends. Da es heutzutage ja nicht mehr so viele OS-Bands gibt wie noch vor fünf Jahren, bedeutet so was auch eigentlich immer etwas Abwechslung auf Konzerten. Die Duisburger machten auf mich jedoch einen ziemlich lustlosen Eindruck. Außer ein paar lockeren Sprüchen des Sängers zwischen den Songs war es deshalb auch ein echt langweiliger Auftritt.
Als zweites kamen dann die Mönchengladbacher von „Settle the Score“, die schon sehr lange nicht mehr im Ruhrpott gespielt hatten. Während des Auftritts wurde auch klar, warum sie dazu auch nicht so richtig Lust haben. Die Leute standen zwar recht interessiert rum, aber außer ein paar gelegentlichen Kickbox-Einlagen einzelner Zuschauer tat sich nicht wirklich was. Vor allem bei den neuen Songs, die wohl erst im August auf CD veröffentlicht werden, ging rein gar nichts ab.



Anders war es dann schon bei den Ruhrpott Straight Edgern von „End of Days“. Die aus der Asche von „Surface“ vor knapp drei Jahren mit fast komplett den gleichen Leuten entstandene Band gab ihren gewohnten Metal-Core zum besten und legte ein wirklich energiegeladenes Set hin. Hier konnte man dann auch zeitweise wirklich von einem echten Mosh-Pit sprechen. Die Musiker in der Band sind zwar fast alle schon recht erfahren, vor allem durch ihre ehemalige Zugehörigkeit zu „Surface“, die Band hat sich aber seit ihrer Gründung auf jeden Fall noch um einiges weiterentwickelt. Demnächst erscheint ihre erste CD auf dem Mönchengladbacher Label „Spill the Blood-Records“, welches übrigens von „Settle the Score“-Mitgliedern gemacht wird, und da freue ich mich wirklich schon drauf.



Den Headliner machten dann natürlich „Full Court Press“ aus Belgien, die mit ihrer neuen CD im Gepäck angereist waren. Die Headliner-Position sollte sich aber dann eher als Nachteil erweisen, weil aufgrund der schon fortgeschrittenen Uhrzeit die Hälfte der Besucher das Konzert nach ihren local heroes von „End of Days“ bereits verlassen hatten. Da die neuen Songs von FCP auch nicht mehr ganz so heavy sind, sondern mehr ruhige Parts beinhalten als früher, waren die Publikums-Reaktionen auch eher verhalten und mit denen bei „Settle the Score“ vergleichbar. Allerdings ist dies bei einer FCP-Show mittlerweile ja auch fast normal, da die neuen Songs aufgrund ihrer ruhigen Parts nicht mehr ganz so tanzbar sind wie die alten. Dennoch lieferten die Belgier wieder ein gewohnt routiniertes Set ab und den Leuten schien es auch zu gefallen. Auch wenn sie nicht tanzten.



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