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12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing DORO, WINTERBORN, BENEDICTUM
Ort Aschaffenburg, Colos-Saal
Datum 28.12.2007
Autor Thorsten Dietrich
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Benedictum

Kurz vor dem Jahreswechsel hatte ich noch mal das Vergngen DORO Pesch und ihre Band live zu erleben. Der Club in Aschaffenburg war natrlich ausverkauft und da sonst die Bands immer gegen Neun anfangen, waren wir gar nicht so frh da und sehr berrascht als um 20.30 Uhr die erste Vorband BENEDICTUM aus den USA eigentlich schon vorbei war.
Was ich sah und hrte in den vielleicht 1,5 Songs haute mich aber dann auch nicht vom Hocker! Benedictum Der matschige Sound und eine Sngerin, bei der manchmal weniger mehr gewesen wre, trugen dazu einiges bei. Sicherlich habe ich nix gegen dicke Mpse inklusive tiefem Ausschnitt, aber Frontfrau Veronica Freeman berzeugte irgendwie nicht so sehr. Mag sein, dass ich zu kritisch bin, aber auf der Debt-CD "Uncreation" erinnerte die live in ein zu enges Kleid gesteckte Dame, positiv an einen weiblichen DIO. In Aschaffenburg erinnerte sie eher an einen gebrunten Blackie Lawless, der aufgrund des Outfits nicht so agil war. Das mit Blackie konnte aber auch an der Frisur liegen. Nun ja Amis haben halt leider keinen Geschmack!

Winterborn

Nun kamen fr mich ziemlich berraschend WINTERBORN aus Finnland, deren ordentliches Power Metal-Album erst wenige Wochen alt ist. Vorneweg muss ich sagen, dass die Truppe um den untersetzten Frontmann Teemu Koskela eine ordentliche Leistung zeigte. Es sind halt keine jungen Kerle, bis auf den putzigen Schlagzeuger in dieser Truppe, sondern gestandene Musiker. Leider war das steife Stageacting tdlich fr das Set, wobei Frontmann Teemu das Charisma einer Tischlampe hatte und aufgrund seines Aussehens und seines Silberschmuckes um Hals und Handgelenk mich tierisch an einen Gebrauchtwarenhndler erinnerte. Da auch Gitarrist Pasi genauso wie Bassist Janne recht statisch wirkten, kam fr meine Begriffe keine Stimmung auf. Das Publikum war zwar eh auf DORO fixiert, aber etwas mehr "Arschtrittfaktor" wre hier ntig gewesen. Winterborn Nun kam eine recht lange Umbaupause in der olle FEAR FACTORY- und SEPULTURA-Kamellen (mit Max) liefen, die wohl gar nicht zielgruppengerecht waren. Die Zielgruppe war - wie ich in der Pause merkte - auch wieder uerst seltsam. So stimmt das Klischee, welches besagt, dass DORO-Fans gerne Schnauzer, Pony, Dauerwelle oder Vokuhila tragen! Ebenso nervt es mich, dass man hier mit 31 noch als junger Hpfer gilt und selbst beim Headliner nur dumm rumgestanden wird!

Doro

Als DORO mit viel Spielfreude loslegte wurde mir dies wieder schmerzhaft bewusst. Da wurde weder viel gebrllt, geklatscht oder gar die Matte geschttelt. Das war ein Stehkonzert und fairer weise muss ich sagen hatten viele Leute keine Haare! Doch etwas mehr Stimmung wre cool, auch in Bayern! Muss ja keine "Wall of Death" oder ein "Circle-Pit" mit Kung Fu-Spacken sein. Aber halt M-E-T-A-L! DORO & Co. rockten jedenfalls wie die Hlle und es war eine Freude der schon lange zusammenspielenden Band zuzuschauen. Auch der nicht mehr ganz so neue Gitarrist und Keyboarder Oliver Palotei ist nicht mehr aus der Band wegzudenken. Die Langholzfraktion war dezent in schwarz und ein Kontrast zu Frau Pesch in Ketten und Leder! Dabei waren Positionswechsel und permanentes Matte-schtteln angesagt. Frau Peschs Ansagen waren zwar mal wieder halb in Englisch, was ich sehr albern finde. Aber trotzdem ist die Frau die Obersympathin schlechthin. Doro Das Programm war auch fett und ber zwei Stunden lang. Am Anfang kamen bis auf das neue "Your'e My Family" dann jede Menge WARLOCK-Klassiker und auch weniger bekannte Songs dieser Band, so dass ich und andere wirklich berrascht waren! Selbst das Drumsolo war cool. Da war ich auch nicht ber die zum Luft holen ntigen Balladen wie "Fr immer", "Love Me In Black" oder "Let Love Rain On Me" traurig. Aber die "Breaking The Law"-Covernummer htte ebenso wie die Schlagerschnulze "In Lieb Und Freundschaft" nicht sein mssen. Aber DORO polarisiert und das ist wohl gut so.
Fakt ist: Diese Band war ihr Eintrittsgeld wert!

Setlist DORO:

  1. Earthshaker Rock
  2. I Rule The Ruins
  3. You're My Family
  4. Burning The Witches
  5. True As Steel
  6. Above The Ashes
  7. Out Of Control
  8. Metal Racer
  9. East Meets West
  10. Drumsolo
  11. Strangers Yesterday
  12. Fr Immer
  13. Burn It Up
  14. Fight
  15. Breaking The Law
  16. All We Are
  17. My Majesty
  18. Love Me In Black
  19. Evil
  20. Warrior Soul
  21. Let Love Rain On Me
  22. Metal Tango
  23. Always Live To Win
  24. In Liebe Und Freundschaft
  25. Hellbound

Fotos: Britta Stippich

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