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14. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing HATESPHERE, RAUNCHY, VOLBEAT
Ort Kaisersesch, M-Box
Datum 17.11.2006
Autor Andreas Kaffka & Roland Wohde
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Ich muss gestehen, dass ich eigentlich nur wegen VOLBEAT nach Kaisersesch in die M-Box gefahren bin. Dementsprechend war ich froh, dass wir durch unsere leichte Versptung "nur" die Band, die noch vor dem angekndigten Dreigestirn aus Dnemark spielte, verpassten. Sorry. Zum Beginn der VOLBEAT-Show waren wir dann aber mit einem khlen Blonden bewaffnet bereit fr den Abend. Obwohl die Mannen um Elvisfan Michael Poulsen wie gewohnt direkt ordentlich Gas gaben dauerte es doch ein bis zwei Songs, bis die Energie von der Bhne auf das Publikum bersprang. Jedoch merkte man auch dann, dass ein Groteil der Zuschauer natrlich gekommen war, um HATESPHERE zu sehen. Nichtsdestotrotz hatten sowohl die Dnen auf der Bhne wie auch die vorderen Reihen ihren Spa. Besonders die stndig "I only wanna be with you" fordernden Jungs waren richtig aus dem Huschen. Im Laufe der Show wurde ihr Wunsch auch erhrt, und neben der genialen Coverversion sorgten Nummern wie "Danny & Lucy" oder "Pool Of Booze, Booze, Booza" fr mchtig Stimmung. Schade nur dass die Spielzeit aufgrund der Billingposition arg begrenzt war. Unterm Strich also ein guter, wenn auch nicht der schweitreibendste Gig, den ich bis dato von VOLBEAT erlebt habe.

Mehr zur Band, Hintergrnde und Ausblicke auf die neue Scheibe knnt ihr im Interview nachlesen, das wir nach der Show mit Bandkopf Michael gefhrt haben. (Roland Wohde)

Volbeat Volbeat

Als nchste Truppe nach VOLBEAT waren nun RAUNCHY an der Reihe. Die Band und deren aktuelles Album "Death Pop Romance" waren mir bis dato nur vom Namen her bekannt. Was ich wusste, war, dass die Band eine Art modernen, melodischen Industrial Metal macht. Jetzt war es Zeit, meine Wissenslcken zu fllen. Zu Beginn des Sets hatten RAUNCHY mit einem matschigen Sound zu kmpfen, was sich aber sehr schnell besserte. Die junge Formation warf sich von Beginn an ins Zeug, wobei Fronter Kasper Thomsen der grte Aktivposten war. Da die meisten wohl wegen dem Headliner HATESPHERE gekommen waren, fiehlen die Reaktionen des Publikums anfangs eher verhalten aus. Allerdings fruchteten im spteren Verlauf die Animationsversuche des Frontkaspers, so dass die Band sichtlich zunehmend Spa am Gig hatte. Auf der Bhne wurde zwar mehr gehpft als gebangt, aber egal - nicht wenigen Leuten schien es zu gefallen. Auch mich konnten RAUNCHY mit diesem Gig berzeugen, zumal ich rein gar nichts von dem Gig erwartete. Umso grer war die berraschung, das RAUNCHY einige richtig gute Songs am Start hatten, wovon einige richtiges Ohrwurmpotenzial haben. Nach einer knappen Stunde war dann auch der Schlussakkord gespielt und die Band konnte sichtlich zufrieden mit ihrer Leistung sein und machten die Bhne fr den Headliner HATESPHERE frei. (Andreas Kaffka)

Raunchy Raunchy

Nachdem RAUNCHY die Menge schon gut angeheizt haben, betrat nach kurzer Umbaupause die nchste dnische Formation HATESPHERE die Bhne, wegen der wohl offensichtlich die meisten Fans, inklusive mir, gekommen waren. Ein groes Plus der Band ist ohne jeden Zweifel Jakob Bredahl, der auf unnachahmliche Weise mit den Fans kommuniziert und sie in die Show mit einbezieht. Mit seinen in teils abenteuerlichem Deutsch vorgetragenen Ansagen konnte er einige Lacher verbuchen und hatte durch seine durchweg sympathische Art das Publikum zu jedem Zeitpunkt voll im Griff.
Der Set der Dnen konnte sich sehen lassen und wurde von einer bis in die Haarspitzen motivierten Band vorgetragen. Die Setlist bestand berwiegend aus Songs des aktuellen Albums "The Sickness Within", wobei auch vieles ltere Material wie "Vermin", "Deathtrip" und "Low Life Vendetta" nicht fehlen durfte. Es machte auch an diesem Abend richtig viel Spa, der Band live zuzuschauen, die mit sichtlich viel Enthusiasmus bei der Sache ist. Daran kann sich so manche Truppe eine fette Scheibe abschneiden. Der Sound war im Gegesatz zu RAUNCHY ber weite Strecken berraschend gut und drckte ordentlich. Nach einer knappen Stunde war dann leider auch schon alles vorbei. Und wenn man nchstes Mal anstatt der sterbenslangweiligen VOLBEAT eine Truppe wie ILLDISPOSED mitnimmt, bin ich auf alle Flle wieder dabei. Aber auch ansonsten war das Event, das mich schlappe 13 € an der Abendkasse gekostet hat, jeden Cent wert! (Andreas Kaffka)

Hatesphere Hatesphere

Fotos: Roland Wohde

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