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23. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing SETTLE THE SCORE
Ort Dillingen/Saar, JuZ
Datum 01.06.2002
Autor Thomas Roos
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Insgesamt spielten an diesem Abend vier Bands. Da wir aber erst ziemlich spät in das JuZ gegangen sind, haben wir die drei Vorbands allerdings verpasst. Zu deren Auftritten kann ich also auch nicht viel schreiben. Aber zumindest die Bandnamen kann ich aufzählen: ANOTHER PROBLEM, MANIFESTATION und LINGER. Während die Bands spielten mussten wir uns auf einem 100 Meter entfernten Parkplatz, auf dem wir abhingen, von ein paar Bullen beobachten lassen, die auf ihrer Streife wohl nichts besseres zu tun hatten, als darauf zu warten, dass ein paar tätowierte Typen erwartungsgemäß gegen das Gesetz verstoßen. Wahrscheinlich hatten wir bei unserem gemeingefährlichen Auftreten noch Glück, dass wir nicht sofort im Knast gelandet sind.
Als wir dann so gegen 23:30 das JuZ betraten, um uns STS anzusehen, waren da ungefähr noch 25 Leute versammelt und das Konzert war mittlerweile schon durch unsere Freunde in grün - weiß abgebrochen worden. Der Grund für den Abbruch ist mir zwar nicht bekannt, aber dass es den Jungs ziemlich langweilig war, haben wir ja schon vorher gemerkt. Da STS aber auch keinen Bock hatten, für nichts und wieder nichts im Saarland angereist zu sein, haben sie, kurze Zeit nachdem die Bullen wieder abgerückt waren, einfach angefangen zu zocken. Beim Intro rief deren Sänger Bud Spenca dann: "Wir spielen bis die Bullen kommen!". Und das haben sie dann auch getan. Die 10 Minuten Zeit haben sie genutzt, um "Blood and Sweat", den Coversong "Backtrack" von Killing Time und einen ihrer brandneuen Songs, welche im August auf ihrer neuen CD erscheinen werden, zu spielen. Dann war endgültig Ende. Obwohl es verdammt kurz und der Sound echt scheiße war, hat es den wenigen Leuten, die da waren, aber trotzdem gefallen. Trotz der mittlerweile miesen Stimmung wurde gelegentlich getanzt und es entstand ein kleiner Pit.
Alles in allem war es schon ziemlich verrückt, insgesamt 360 km zu fahren und drei Stunden im Auto zu verbringen, nur um am Ende ein zehnminütiges Konzert zu sehen. Aber Spaß gemacht hat´s trotzdem und ich freue mich schon auf die nächste STS-Show. Dann hoffentlich in gewohnter Länge.

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