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23. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing AXEL RUDI PELL, VENGEANCE
Ort Aschaffenburg, Colos-Saal
Datum 23.09.2006
Autor Thorsten Dietrich
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Axel rief und alle kamen! Eine ausverkaufte Tour des blonden Gitarristen spricht Bnde und gemtliche 500 Personen-Clubs wie der Colos-Saal in Aschaffenburg, wo noch Bier in Glsern ausgeschenkt wird, sind eindeutig zu klein fr das Quintett. So war es sehr warm und gemtlich-voll, als die wieder erstarkten VENGEANCE den Abend auf einer mit dem Equipment des Headliners zugestellten Bhne erffneten. Auer dem gut aufgelegten Frontmann Leon Goewie ist niemand mehr vom Originallineup dabei. Die neue Mannschaft rockt zwar optisch leicht 80er-like, ist aber gut motiviert und frhlich grinsend. Goewie singt echt gut und motiviert das reservierte Publikum massiv, was aber nur gelegentliches Feedback bringt. Seine Grimassen, sowie sein unpassendes enges Jackett nerven aber mit der Zeit. Auch ist die Aktion, wo er sich eine komplette Wasserflasche, sowie spter ein Bier ber die Birne kippt bei solch einer Clubshow etwas albern. Ansonsten lieferten VENGEANCE dem auf AXEL RUDI PELL wartenden Publikum eine nette Show und als Zugabe den Klassiker "Arabia".

Vengeance Vengeance

Dann kamen endlich Axel & Co! Nach dem obligatorischen Intro rockten die sechs Musiker direkt mit dem Opener des neuen, wieder etwas hrteren Albums "Mystica", "Fly To The Moon" furios los. Mit dem Livekracher "Rock The Nation" ging es dann weiter und ein vllig souvern singender Johnny Gioeli zeigte dem enthusiastischen Publikum, was ein toller Snger ist. Er interagierte mit der ganzen Band und war der Hingucker, whrend sich Bandboss und Namensgeber Axel mehr auf sein Spiel konzentrierte. Sechstes Bandmitglied war wohl der Roadie, welcher fters Mngel beheben musste. Man muss kein Hellseher sein, um die Zeichen zu deuten, die Axel machte, irgendwas stimmte nicht. Irgendwann meckerte er auf Englisch ins Mikro, dass er sauer wre, da er sich auf der Bhne nicht hren wrde, also der Monitorsound die ganze Zeit eine Katastrophe wre. So sauer habe ich den Mann noch nicht erlebt und ich denke auch nicht seine Frau, die den Satz zu jemandem drauen sagte, als wir mal Luft schnappten. Ich denke aber da kann man als Musiker auch frustriert sein. Glcklicherweise war das Drumsolo von Mike Terrana recht kurz, ich wollte es fr eine Pinkelpause nutzen (sorry, Bier!) und als ich mich zurckwurschtelte war der Wunderdrummer schon fertig.

Axel Rudi Pell Axel Rudi Pell

Fr Soloeinlagen wie das gewohnte Keyboardsolo von Obersympath Ferdy Doernberg und einem coolen Duell mit Axel an der Gitarre war aber Zeit, genauso wie fr Reggae-Sounds beim monumentalen "The Masquerade Ball"/"Cashbah"-Medley. Sogar das Instrumental "Haunted Castle Serenade (Opus # 4 grazioso e agresso)" der neuen Platte wurde gespielt, da wre mir ein richtiger Song lieber gewesen. Fr Ruhepausen sorgte die grandiose Interpretation des RAINBOW-Killers "Temple Of The King", sowie das Akustikset, wo man glcklicherweise "Oceans Of Time" und blderweise "Love Gun" von KISS(!) zupfte. Einer der Hhepunkte des Gigs war fr mich der epische Kracher "Mystica" und die Zugabe "Fool Fool", die nach dem obligatorischen Oldie "Call Her Princess" noch ins willige Publikum gefeuert wurde. Am unaufflligsten, obwohl krperlich am prsentesten, war komischerweise immer Langzeibassist Volker Krawczak, whrend Axel nicht mehr ganz so introvertiert wie auf der letzten Tour agierte, was ich gut finde. Am Ende als Johnny den Fans dankte und sagte, dass man sich 2007 wiedersehen wrde, wurde er von Axel mit dem Satz "Aber bestimmt nicht hier!" unterbrochen. Danach erklrte er noch mal kurz dem Publikum, warum er so sauer war.

Die Leute, welche die Tour verpasst haben, knnen sich freuen, dass Axel und Co. im neuen Jahr um Januar/Februar wieder auf Tour kommen und sogar auf dem "Rock Hard Festival" spielen werden!

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