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24. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing WHITESNAKE
Ort Neu-Isenburg, Hugenottenhalle
Datum 03.08.2006
Autor Thorsten Dietrich
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Der heie Sommer war an einem Donnerstag, dem 03. August schon vorbei, weshalb die groe Hitzewallung in der Hugenottenhalle in Neu Isenburg glcklicherweise ausblieb. Dort spielte die Legende Whitesnake, welche ja auf dem "Bang Your Head 2006" und anderen Festivals aufgrund David Coverdales stimmlicher Verfassung vorher keine gute Figur abgeliefert haben. Umso gespannter war ich deshalb auf diesen Abend.

Vorweg mussten dien zahlreichen Fans die zum groen Teil der Generation 30+ entstammen aber die Band Eiskalt ertragen! Die spielen deutschsprachigen Alternative Rock und wirkten auf mich wie Pur trifft Rammstein. Gelangweilt ertrug ich noch ein paar Songs und schaute mich beim Merchandise um. Dabei blieb es auch, da ich T-Shirts fr 30 Euro niemals kaufen wrde! Manch lteres Semester kaufte sogar ein Shirt plus ein signiertes Programmheft fr insgesamt 50 €. Wer hat, der hat! Es spricht aber fr sich, wenn bei der Vorband riesige Schlangen, ich glaub mindestens vier Reihen vor der Getrnkeausgabe stehen gesehen zu haben und die Vorhalle war sehr gerfllt. Htte man nicht eine Band nehmen knnen, die bei dem happigen Eintrittspreis von 38 € stilistisch zu Whitesnake gepasst htte und die Zielgruppe erfreut htte?

Pnktlich zu Whitesnake war es vor der Bhne dann gut gefllt aber nicht voll. Wie auf der "Live In The Still Of The Night" DVD, sowie den Festivals zollte man David Coverdales Vergangenheit mit den Deep Purple Kracher-Medley aus "Burn" und Stormbringer" Tribut. Dabei fllt direkt die gut ausgeleuchtete Bhne auf, die zwar "nackt" ist, aber gute Bands brauchen auch keine Gimmicks! So rocken Whitesnake mit dem recht jungen Bassisten Uriah Duffy (was ein Name!), dessen Vater Coverdale sein knnte ein (fast) berraschungsfreies, aber starkes Greatest Hits Programm (siehe Setlist) bei dem Coverdale wie immer gerne den Mikrostnder schwang und auch mal fr einen Plausch mit dem Publikum zu haben war.

Das ist immer noch zeitloser "Cock Rock" und kommt gut rber. Beim Gesang bekam David von seiner Band und besonders von Keyboarder Timothy Drury viel Untersttzung, so dass die Refrains immer sehr melodis und fett waren. Dazu kommen dann noch Solis von den Gitarristen Doug Aldrich (ex Dio), Reb Beach (Winger), sowie ein Bandjam und noch ein Drumsolo von Drummer Tommy "Tier" Aldridge, was doch einiges an Spielzeit kostet. Dies brachte wahrscheinlich dem Herren Coverdale die ntigen Verschnaufpausen. Manchmal war der Mann nmlich wirklich arg am Limit. Denn als Instrumentalversion sind Whitesnake eine Macht und das ist schon klasse, auch ist Coverdale optisch noch recht fit fr einen 55 Jahre alte Mann, was aber auch nach Ersatzteilen aussieht. Aber die Frisur erinnerte doch leider etwas an eine Hausfrau um die 40.

Am Ende der Show kam mit dem nicht so bekannten "Take It With You" noch die erste berraschung fr mich in der Setllist, worauf der bersong "Still Of The Night" den Set beendete. Danach gab es eine groe Verabschiedung der Band, wonach Coverdale noch mal alleine auftrat und a cappella ein paar Strophen von Purples "Soldier Of Fortune" sang, als wollte er zeigen dass er es noch kann. Sicher kann er es noch und der Gig war kein Desaster, aber einige ltere Semester erklrten mir, dass es nichts gegen frher war. Das waren brigens von der Spielzeit gerade mal 95 Minuten. Trotzdem ein ganz netter Abend der den anwesenden auch zeigte, dass auch ein Herr Coverdale wohl in irgendeiner Weise dem Alter zumindest stimmlich Tribut zollen muss.

Setlist Whitesnake

Burn / Stormbringer
Fool For Your Lovin' Love Aint No Stranger
Ready To Rock
Is This Love
Ready & Willing
Doug Aldrich Solo
Reb Beach Solo
Band Jam
Crying in the Rain
Tommy Aldridge Solo
Crying In The Rain-Part 2
Aint No Love In The Heart Of The City
Gimme All Your Love
Here I Go Again
Take Me With You
Still Of The Night
Soldier Of Fortune (acapella)

Bilder: Thorsten Dietrich
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