Navigation
                
23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing PATH OF RESISTANCE, BORN FROM PAIN, DEADSOIL, THE SETUP, NASTY
Ort Essen, Turock
Datum 27.04.2006
Autor Thomas Roos
>> Als E-Mail versenden
Als NASTY um Acht Uhr anfingen, war noch nicht so sehr viel los und die Aachener Combo konnte mit ihrem brutalen Mosh in erster Linie auch lediglich die befreundeten Leute ansprechen, die heute anwesend waren. THE SETUP waren irgendwie anders. Ihr 90er Jahre New School passt ja nicht mehr wirklich in die heutige Zeit, bringt aber gerade deshalb Abwechslung und ist abgesehen davon auch noch anspruchsvoll. Im Pit gab es keinerlei Bewegung, denn eigentlich gab es auch gar keinen. Dafr war der Raum vor der Bhne durchgehend mit Leuten gefllt, die sich mit groem Interesse die Show einfach nur rein zogen.
Von DEADSOIL hab ich blo die beiden letzten Songs mitbekommen, mu aber sagen, dass sie mich selten so berzeugt haben. Vielleicht liegt das ja an dem neuen Bassisten, der nach Snger Friedrich nun ebenfalls von den Siegenern Since The Day dazu gestoen ist.
Was bei BORN FROM PAIN abging, hat mich ein wenig berrascht. Sie waren gerade im Pott mal so super angesagt und ihre letzte Show in Essen vor gut zwei Jahren war noch ein echtes Schlachtfest. Aber viele der Leute, die den Aufstieg von BORN FROM PAIN miterlebt haben, sind mittlerweile offensichtlich raus aus der Szene und den neuen Kids scheint das jetzt zu mainstream zu sein. Das konnte man schon des fteren beobachten. Nicht das sie jetzt berhaupt keine Untersttzung mehr dort htten, aber die wenigen anwesenden Leute, die auf solch einer Show frher alles kurz und klein geschlagen htten, beobachteten nun dezent, whrend sich im Pit nur ein paar Leute tummelten, denen man schon an ihren Shirts ansehen konnte, warum sich die neuen Kids nicht mehr damit identifizieren knnen. So ndern sich die Zeiten. Respektiert sind BORN FROM PAIN aber nach wie vor und auch ber ihren Auftritt gab es wieder nichts zu meckern. "When We Were Kings" hab ich aber schon vermisst. Mal ganz abgesehen von einigen anderen Songs, aber damit mu ich ja mittlerweile leben...haha.
Am Ende gab es aber noch Hardcore in Reinform. Das PATH OF RESISTANCE nach neun Jahren wieder auftreten, zog die Leute echt von berall her. Manche hatten eine richtig lange Fahrt hinter sich und viele Gesichter hatte ich schon verdammt lange nicht mehr gesehen. Genauso wenig wie so viele Xe auf den Handrcken. Mit drei Sngern war auf der Bhne natrlich stndig was los. Das gab Singalongs ohne Ende. Da waren stndig Fuste in der Luft und alle Texte wurden mit Begeisterung und Entschlossenheit mitgebrllt. Natrlich durften auch die Stagedives nicht fehlen. Das war wie in der guten alten Zeit. Geil war es auch Karl Buechner nach all den Jahren wieder auf der Bhne zu sehen und ber die Philosophie des Vegan Straight Edge reden zu hren. Dazu fllt mir zum Abschlu noch eine ihrer passenden Textzeilen ein: "True to my vow, loyal for eternity, I've passed the test of time, among the slaves I walk free". Echter Hammer.

Zur Galerie >>
<< vorheriges Review
RIOT, CRITICAL STATE - Weiher
nchstes Review >>
WITH FULL FORCE 2006 - VORABBERICHT - Lbnitz, Flugplatz Roitzschjora


Zufällige Reviews