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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing TANZWUT & XANDRIA
Ort Koblenz , Suppkultur
Datum 27.05.2003
Autor Thorsten Dietrich
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Circa 200 Zuschauer versammelten sich an einem Dienstagabend um Tanzwut und die Vorband Xandria live zu erleben.

Xandria spielen eine Art Gothic Metal. Vor kurzem erschien das gute Debut "Kill The Sun", was sogar auf Platz 98 der Charts landete! Die Musiker wirken zwar recht drge und farblos, doch der atmosphrische ruhige Sound der Band lie auch kaum Platz fr Posen und Party..., aber live sehe ich das halt lieber. Jedenfalls spielten die Band ganz gut zusammen. Dreh - und Angelpunkt der Band war eh Sngerin Lisa, die ich fast nicht erkannte! Im Gegensatz zum CD Booklet hat sich die hbschen Frontfrau mit der guten Stimme in ein schwarzes "Rhrenkleid" a la Nightwish & Co. gezwngt und sah dank Makeup und der Lightshow sich gar nicht hnlich. Ist halt nur meine Meinung.....
Dafr gefiel mir ihr Gesang und die untypischen, netten Ansagen.

Songs wie "Forever Yours" oder das tolle "Shes Nirvana" kamen so gut zur Geltung und ich kann der Band nur eine groe Zukunft bescheinigen!

Von Tanzwut habe ich noch nie einen Song richtig gehrt, dementsprechend gespannt war ich auf die Berliner Combo. Ich wusste nur, dass sie in leicht genderter Besetzung als Corvus Corax auftreten, als klassische Mittelalterband, die viel auf diesen Mittealtermrkten auftritt.

Der Jubel des Publikums war gro als Tanzwut gegen 22.30 auf die Bhne kamen.
Optisch prsentierte das Septett sich als Mischung aus Rammstein, Mad Max und Mittelalter. Snger Teufel fiel besonders auf, da er wie sie Nickname andeutet zwei Haarlocken auf der Glatze zu roten Hrnern formte. Wie drollig!

Die Bhne war ganz schon voll: Ein Drummer auf der einen Seite, (spielte brigens frher bei der leider verstorbenen Combo Depressive Age) und ein Percussionist und Keyboarder (fr die Bum Bums)(Wat? Wie meinen??? - Anm. eines verwirrten Schreiberlings). In der Mitte von denen standen zwei Dudelsackspieler, die auch verschiedene Flten bettigten. In der ersten Reihe gab es dann noch den Bassisten, nen Gitarristen und Snger Teufel. Von Beginn des Sets war die Band darauf bedacht Stimmung zu erzeugen und hngte sich rein. Die Spielfreude sah man ihnen an, trotz der Tatsache, dass der Tourschnitt sonst ca. 400 Gste betrgt...

Musikalisch sind Tanzwut eine Mischung aus In Extremo und Rammstein. Dominante Dudelscke paaren sich mit fetten Loops und die Gitarren sind weniger im Vordergrund als bei Rammstein. Songs wie "Labyrinth der Sinne" sind echte Hits, leider sind manche Texte leicht platt (wie bei Rammstein), lassen sich live aber gut mitgrlen. Das erinnert mich manchmal an die Ergsse eines Ralf Siegels oder Dieter Bohlens, aber egal. Durch eine Diashow und eine sich immer steigernde Lightshow wurde dies ausgemerzt.
"berraschungen" wie die coole rztecoverversion "Bitte, Bitte" oder die "Merseburger Zaubersprche", die auch In Extremo gerne besingen lieen ebenso wenig Langeweile aufkommen, wie gewisse Einlagen: Da schnappen sich Teufel, Bassist und Gitarrist noch nen Dudelsack und es wird zu fnft getrtet! Solche und andere Einlagen machten das Konzert abwechslungsreich. Teufel kommunizierte gut mit der Meute und man sah ihm den Spa an.

Tanzwut sind zwar meiner Meinung nach nicht so gut wie Subway oder In Extremo, lassen aber Bands wie Salatatio Mortis alt aussehen!

Ich komme wieder!
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