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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing U.D.O., GUN BARREL
Ort Andernach, Juz Live Club
Datum 13.01.2006
Autor Thorsten Dietrich
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Aberglubisch bin ich nicht, trotzdem hatte es der 13. Freitag im Januar in sich! Kurz bevor ich die heiligen Hallen des Juz Live Clubs erreichte berholte ich ein Auto, das rechts am Straenrand stand. Ohne zu blinken fuhr die Fahrerin im berholmanver in eine Parklcke auf der linken Seite. Der Schrei meines Beifahrers und meine Vollbremsung lieen mich auf den Knall warten, der dann doch nicht kam. Schwein gehabt! 5 cm Platz waren dazwischen.

Gun Barrel Gun Barrel

Im Juz Live Club angekommen war das Publikum schon etwas gesetzter und ich denke, viele Leute die dort waren gehen sonst nicht so oft auf Konzerte. Einige hatten auch ihre Kinder dabei und als die Klner Rocker von GUN BARREL starteten war der Laden schon gut gefllt.
Das Quartett rockte dann bei gutem und verdammt lautem Sound 45 Minuten lang. Gun Barrel Der Hauptaugenmerk der Fans lag natrlich auf dem nicht mehr ganz so neuen Frontmann Xaver Drexler. Der kleine Frontmann macht seine Sache jedoch mehr als ordentlich und lsst mich den Vorgnger zu keiner Sekunden vermissen. So rockte das Quartett unbeschwert und engagiert durch ihre Songs und konnte nach einiger Zeit auch das etwas trge Publikum auf die eigene Seite ziehen. Dabei prsentierte man natrlich einige Songs des recht neuen Albums "Bombard Your Soul".

Nun war es Zeit fr U.D.O. und die circa 450 Fans versammelten sich alle in der Halle. Udo Dirkschneider und seine gut eingespielte Begleitband zockten natrlich erst mal Stcke von zehnten Album "Mission No.X", wobei zuerst die Kracher "Mission No. X" und "24/7" fr Laune sorgten. berhaupt mssen sich die Fans bewusst werden, dass hier U.D.O. stehen und 10 Alben auf den Rippen haben, so dass heute zur Enttuschung einiger "kaum" ACCEPT-Hits gespielt worden sind, was aber auch nach der ACCEPT-Reunion irgendwie legitim ist. Angelehnt an den Schock-Clip "Mean Streets" kam Udo Dirkschneider bei diesem Song dann auch in der vom Clip bekannten Mnchskutte auf die Bhne und war ansonsten in Zivil. Das bedeutete: Lngere Camouflagejacke und einen etwas kitschigen mit Nieten verzierten Ledermantel. Dafr rhrte er immer noch so wie wir es hren wollen, auch wenn der sympathischen Mittfnfziger zwischendurch mal nach Luft schnappen musste.

UDO UDO

Er sparte sich lange Ansagen und sang lieber Song um Song. Wre eine gutes Beispiel fr MANOWAR! Im Gegensatz zum "Earthshaker 2004" ist unser Metalurgstein auch wieder um einiges stattlicher geworden, aber da konnte sich mein Blick auch getuscht haben. Eine Bank sind die Instrumentalisten, allen vorneweg Bassist Fitty Wienhold, der rotzig-coole Backings und viele Positionswechsel auf seinem Konto nebst imposanter Matte inklusive schtteln derselbigen verbuchen konnte. Dagegen wirken die beiden Gitarristen Stefan Kaumann und Igor Gianola etwas bewegungsarm, wobei nur Kaufmann auch Backings sang. Igors Solo fand ich dann berhaupt nicht prall, jedoch war das Solo des nicht mehr ganz so neuen Schlagwerkers Francesco Jovino fein, stellt der Mann doch eine echte Bereicherung fr die Band dar. Etwas schade war fr mich das recht zurckhaltende Publikum, das erst beim klug gewhlten ACCEPT-Song "Princess Of The Dawn" in der Mitte des Sets aufwachte. UDO So was musste doch die Musiker etwas frustrieren! Ich hatte an Hits wie "Holy", "Thunderball", "They Want War" oder "Man And Machine" durchaus meinen Spa. Einige drfte es berrascht haben, dass auch ruhigere Songs wie "Blind Eyes" und "Cry Soldier Cry" in der Setlist auftauchten, doch sie stellten nette Verschnaufpausen dar!
Am Ende wurden ACCEPT-Lunatics mit den genialen Tracks "Metal Heart" sowie "Balls To The Wall" beglckt, whrend das Stck "Burning" natrlich eine berraschung war. Cooler Gig.

Fotos: Thorsten Dietrich

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