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19. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing PRO PAIN, CRACK UP, DO OR DIE
Ort Trier, Exil
Datum 10.05.2002
Autor Markus Sausen
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Nach dem beschissenen Feiertag und fünfmonatiger Konzertabstinenz wurde es mal wieder Zeit für ein anständiges Konzert. Also begab ich mich mit meinem Disastermobil und meinem Navigator mit brachialster Rammgeschwindigkeit nach Trier ins Exil. Nach 70 min. Fahrt hatten wir das Exil erreicht und mussten die erste Hürde des Abends meistern, die Jungs von Crack Up zu finden. Vor dem Laden war gemäßigt viel los. Das Publikum war gut gemischt vom NYHC tough guys über Altherrenmetal hörende Vokuhilasuperstars , Punks, einige Kinderbelustigungsskins mit Onkelz T - Shirts bis hin zur Prollcore Unterhemdenfraktion. Nach einer Viertelstunde Rumgelabere (u.a mit Tom Klimchuck von Pro Pain und den anderen Bandmitglieder von Crack Up) hatten wir Tim, den Sänger von Crack Up in seinem Wohnmobil gefunden. Mit ihm und den anderen nach und nach anrückenden Bandmitgliedern führte ich dann ein Interview weshalb ich die erste Band des Abends verpasste. Die zweite Band waren die mir eher vom hören sagen bekannte Do Or Die. Die Belgier spielten recht Double Bass u. slayerlastigen Metalcore. Während die Bandmitglieder übelst ihre Gesichter verzogen, räumte die Unterhemdenfraktion im Pit auf. Die Mucke war nicht ganz mein Fall, aber die Meute vor Bühne hatte ihren Spaß.



Jetzt kamen Crack Up. Die vier Jungs aus der Münsterer Ecke rockten direkt das Haus. Ich konnte mich direkt für die Mischung aus Death, Punk und HC Elementen begeistern. Leider konnte die vorher massig im Pit vertretene Unterhemdenfraktion sich die Begeisterung nicht mit mir teilen und begab sich raus vor die Tür. Nun fassten auch die Altherren Vokuhilas den Mut und begaben sich nach vorne zur Bühne. Crack Up spielten Songs von ihren fünf Alben wie "Dead End Run", "Leaving Mexico" oder "Money Will Roll...". Als Crack Up ihr gutes Set beendet haben, gingen wir noch einmal zum Plausch ins Bandwohnmobil. Hier hingen wir noch während der Umbaupause herum und "erfreuten" uns noch an den fetten Beats und Rhymes der Trierer Hip - Hop Community, die ein Stock höher herumproletierten.
Mit dem Hidden Track der neuen Pro Pain CD "Shreds Of Dignity", ein Rock´n´Roll Song als Intro, eröffneten die Musiker den Set. Die Unterhemdenfraktion aus dem Hof hatte sich mittlerweile auch wieder vor der Bühne eingefunden und das restliche Publikum drängte sich auch vor die Bühne um den Headliner zu sehen. Die Band spielte ein cooles Set quer durch ihre veröffentlichten CDs. Der Mob vor der Bühne tobte, besonders bei "Make War Not Love" oder "Down For The Cause". Dank der göttlichen Belüftungsanlage im Exil, konnte man nach einer Viertelstunde am Schweißregen von der Decke erfreuen. Auch Zugaben wurden ins hungrige Publikum geworfen. Während den Zugaben gab Gary Meskil Grüsse an andere Bands der Tour weiter und machte einige Szenebekundungen. Alles in allem war es bei 17 € Eintritt für die Fans ein lustiger, intensiver Abend.

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