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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing AS I LAY DYING, HEAVEN SHALL BURN, EVERGREEN TERRACE, END OF DAYS, AGENTS OF MAN, NEAERA
"HELL ON EARTH TOUR 2005"
Ort Bochum, Matrix
Datum 23.09.2005
Autor David Lang
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Hier war er also, der Auftakt fr die Hell On Earth-Tour. Die Helden von Metal Blade, Century Media und Lifeforce hatten sich versammelt, um dem anwesenden Fuvolk die Gehirnwindungen durcheinander zu wirbeln.
Demnach mal Zeit fr n Konzert und mal wieder in der hoffnungslos berfllten Matrix in Bochum. Immer wieder schn. Natrlich sind wir - mein Begleiter Christoph und ich - mal wieder zu spt (wie oft muss ich noch nach Bochum, um mich dort nicht mehr zu verfahren?!) und verpassen so mal eben gerade NEAERA. Schade, aber nach meiner Rechnung mssten die ohnehin bereits vor 18 Uhr die Bhne geentert haben. Leute: Bitte demnchst weniger Bands, oder irgend ne andere Lsung. Von der Scheie hier profitiert keine Sau.

AGENTS OF MAN fielen einem Interview mit Maik von HEAVEN SHALL BURN zum Opfer. Die letzten Minuten, die ich noch sehen und hren durfte haben allerdings auch nicht dafr gesorgt, dass ich darber traurig gewesen wre. Haut mich weder auf Platte noch live ausse Socken. Ist irgendwie auch kein Fisch und kein Fleisch, seltsamer Clean-Gesang auch. Den restlichen Abend zog ich es - aufgrund subtropischer Temperaturen im Innern der Matrix und einer Grippe im Innern des Verfassers - vor, mir das Geschehen aus einer sicheren Entfernung anzusehen.

END OF DAYS kamen, sahen und rumpelten. Auch live klingt der Front-Bolzen extremst nach OBITUARYs John Tardy und gibt auch sonst eine imposante Figur. Die Rhythmus-Fraktion bollerte ziemlich tight und der Gitarrensound... tja, keine Ahnung wo der sich versteckt hatte. Glcklicherweise war ich aber nicht alleine - der Soundmann hat ihn auch nicht gefunden. uerst schade, denn ich war doch schon gespannt, wie diese Radau-Kombo sich wohl live behaupten wrde.

Unmglich kann es auf jeden Fall nicht sein in der Matrix etwas Sound-hnliches auf die Beine zu stellen, denn EVERGREEN TERRACE bretterten danach doch weitaus hrbarer durch den Klangschlauch. Mit einer sehr coolen und posenden Front (alle bis auf den Drummer) und einem Arsch voll Hits, natrlich mit Schwerpunkt auf den Krachern des "Sincerity"-Albums rissen sie die Menge schnell mit. Die Herren konnten mich auch live mit ihrem Mix aus Emo-, Metalcore und Punk begeistern. Hier stimmte alles, selbst der Background-Gesang und als gegen Ende der Show noch der U2-Evergreen "Sunday, Bloody Sunday" ausgepackt wurde, war die Stimmung grandios.

HEAVEN SHALL BURN habe ich, glaube ich, noch nie so gut gesehn. Songauswahl (speziell die Songs der neuen Split haben mich umgehauen), Sound (war echt O.K.), Stageacting - alles bestens! Der neue Gitarrist fgte sich, wenn auch noch etwas schchterner als der Rest, gut ins Gesamtbild ein. Es soll ja immer noch Leute geben, die mit den Ansagen von Snger Marcus ihre Probleme haben. Is mir ehrlich gesagt zehnmal lieber als irgendwelche Mchtegern-Reden aus der Hood und das x-te Rumgeprolle. Lediglich die ultrakurze Spielzeit (geschtzte 30 Minuten) stieen, wie auch bei den andern Bands, sauer auf. Naja, aber der Discobetrieb soll ja auch ab 23 Uhr seinen gewohnten Gang nehmen, rusper.

Haben ich sie auf dem diesjhrigen Rock am Ring noch verpasst, war ich jetzt umso versessener darauf AS I LAY DYING einmal live zu sehen. Bis zum "Shadows Are Security" Album konnte ich das Geschisse um die Band nie so ganz nachvollziehen, aber nach dem neuen Album und der Show, die mich an diesem Abend erwarten sollte. Der Sound war richtig gut, die Front (ganz in schwarz) bangte sich den Wolf, der Vokalist wurde offensichtlich nach gelaufenen Kilometern bezahlt und die musikalische Leistung der Herren war ebenfalls mehr als beeindruckend. Der Gesang (sowohl Haupt- als auch Background) war phnomenal und der Mob rastete nach Augenzeugenberichten (Steff) tierisch aus. Konnt's ja leider nicht selber sehen. Kurz nach 23 Uhr war dann auch Sense, aber nicht ohne dass die Jungs noch mal fr ihren "berhit" "Forever" auf die Bhne zurckgeschrien wurden. Andernfalls wre man den Matrix-Leuten auch wahrscheinlich ans Leder gegangen.

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