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16. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing THE HAUNTED, GOD FORBID, GOD DETHRONED
Ort Kln, Underground
Datum 12.12.2005
Autor David Lang
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THE HAUNTED sind gro. Ganz gro! Das wird schnell klar, als mir gleich zu Anfang zwei befreundete (ACHTUNG! Antipathie in Anfhrungsstrichen) "VISIONS"-Leser begegnen. VISIONS-Leser auf nem Metal-Konzi? Da ist Skepsis angebracht. Aber dazu spter mehr.
Als ich mit meinen Begleitern Silent Bob, Less Silent Flo & Greg um kurz vor 8 das Underground betrete, fangen GOD DETHRONED gerade damit an den Laden zu zerlegen. Und obwohl sie das recht ordentlich machten, wollte keine Feierstimmung aufkommen. Irgendwie waren die Hollnder um Frontglatze Henri Sattler mit ihrem schwarz angehauchten Death Metal aber auch fehl am Platz (der ursprngliche Opener MANNTIS ist aus mir unbekannten Grnden abgsprungen). Nichtsdestotrotz machten die vier das Beste aus der Situation und schepperten dem Volke gut 25 Minuten feinstes Oranjestahl umme Ohren. Und das mit einem fr Opener-Verhltnisse mehr als amtlichem Sound! Die Hardcore-Fans bedankten sich mit wildem Haareschtteln fr Brecher wie "Boiling Blood", "Warcult" und "Villa Vampiria".

Kurz darauf entern GOD FORBID die Bhne und zeigen der Meute was ne ordentliche Kelle ist. Die Amis um Frontkante Byron Davis starten mit dem Opener ihres aktuellen Langeisens direkt in die Vollen und der mittlerweile gewachsene Pit zeigt erste Zuckungen in Arm und Bein. Nix gegen THE HAUNTED, aber fr mich ganz persnlich waren diese fnf das Highlight des Abends. Knaller vom neuen Kracher "The Constitution of treason" wechselten mit Superhits der Marke "Antihero", "Better Days" und dem abschlieenden "Broken Promise". Zweistimmige Leads, arschgeile Soli, Songs, die zum Mitsingen zwingen. Das war gaaaaanz groes Metal-Entertainment. Daran nderte auch der viel zu leise abgemischte Gesang nix. Wer jetz noch behauptet die Jungs seien Metal-Core hat nicht allzu viel verstanden.

Nach einer etwas lngeren Umbaupause kamen dann die Heimgesuchten um dem Mob den Restverstand rauszuballern. Hab ich gedacht. Denn leider kam nach der Erffnungsgranate "No Compromise" auch manch ein Blindgnger. "Das is einfach ne Knppelband", meinte Mr. Mario D. noch zu mir und da hat er Recht. Auch wenn die Meute Groove-Hits wie "99" abfeierte, erst bei den schnellen Songs tobte die Luzie. Leider war auch bei den Schweden der Mischer nicht in der Lage das Gesangsmikro in fr Menschenohren hrbare Dezibelzahlen zu bewegen. Trotz alledem waren THE HAUNTED natrlich schon ne Bank (daran kann auch ne gute Kritik in der VISIONS nix ndern, hehehe). Eine posende Saitenfront, ein topfitter Drummer und ein Peter Dolving der durch in (fast) einwandfreiem Deutsch vorgetragene Ansagen und ein energiegeladenes Bhnengebaren glnzen konnte.
An manchen (melodischen) Stellen hakte es zwar ein wenig, aber alles in allem kann man auch den Wasa-Metallern eine ordentliche Leistung bescheinigen. Nur bitte demnchst mehr Killer a la "Undead" und Co!!!

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