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15. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing MADBALL, SWORN ENEMY, SINCE THE FLOOD, END OF DAYS, DEADSOIL, CLOBBERIN TIME, TONY GORILLA, NOIZSQUAD, TRIBUN
Ort Essen, JZE
Datum 12.11. 2005
Autor Thomas Roos
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Das alljhrliche "Essen Bebt Festival" ist eine gefrderte Veranstaltung, die mehr oder weniger unbekannteren lokalen Bands die Mglichkeit bietet, mit populreren Acts aufzutreten.

Tribun

Dieses Jahr gehrten dazu TRIBUN, die zu Beginn erst mal den Metalcore reprsentierten. Anschlieend kamen NOIZSQUAD, die sich mehr dem 90er Jahre Hardcore verschrieben haben, obwohl deren Snger mit seinen Dreadlocks viel eher in eine Reggae-Band gepasst htte. TONY GORILLA stachen mit ihrem RocknRoll orientierten Style wohl am ehesten heraus. All diese Bands habe ich aber aufgrund anderweitiger Verpflichtungen nur kurz oder gar nicht sehen knnen. Sie wurden gefolgt von CLOBBERIN TIME, die knallharten Mosh fabrizieren und fr einige Bewegung im Pit sorgten. Clobberin Time Clobberin Time
Als ihre Spielzeit eigentlich schon abgelaufen war, wollten sie unbedingt noch ein COPYKILL-Cover drauf legen. Drei der Mitglieder haben ja zuvor in dieser Band gespielt und wollten sicher einen Vorgeschmack auf die kommende Reunion-Show anlsslich des Alveran-Jubilums geben. Zuerst wurde es ihnen verwehrt, nach einigem hin und her setzten sie sich aber doch durch und coverten noch "Dawn Of A New Breed". Deadsoil DEADSOIL waren auch recht beliebt, da ihr Sound sich aber schon seit lngeren viel zu sehr in Richtung Metalcore entwickelt hat, interessierte mich deren Auftritt nicht sonderlich. END OF DAYS weisen ja Einflsse verschiedenster Death Metal Bands wie OBITUARY und BOLT THROWER auf, gelten aber seit Verffentlichung ihres Albums als hrter und brachialer als der ganze Rest. End Of Days End Of Days
Ihre Show war leider berschattet von mehreren Schlgereien, die immer wieder zu "Faschos raus"-Rufen fhrten, was Snger Kevin dazu veranlasste sich gegen solche Typen und fr ein friedliches Miteinander auszusprechen. So weit ich das beurteilen kann, waren allerdings gar keine Faschos anwesend. Fr die Schlgereien waren anscheinend viel mehr irgendwelche Spacken verantwortlich, die unbedingt rger machen mussten.

SINCE THE FLOOD waren ursprnglich vom Veranstalter gar nicht eingeplant, aber wie schwachsinnig ist es, eine Band nicht spielen zu lassen, die gerade mit den beiden Haupt-Bands auf Tour ist. Zeitlich waren sie dadurch leider sehr eingeschrnkt. Dafr hatten sie aber zumindest eine coole Show und eine gute Response. Und die Knaller "24K" und "Valor And Vengeance" gab es natrlich trotzdem zu hren.

Since The Flood

SWORN ENEMY sind im Ruhrpott natrlich bekannt, knallten wieder heavy rein und prsentierten auch wieder die beiden neuen Songs. Die Resonanz war gro, allerdings waren die anwesenden Leute viel zu unterschiedlich als dass es zu einem integeren Pit htte kommen knnen. Da der Raum vor der Bhne zu den Seiten hin ziemlich viel Platz bot, machten einige Kids auf der einen Seite einfach einen zweiten Pit auf, in dem dann auch ordentlich gemosht wurde wie es sich gehrt. Zwischen den beiden Pits befand sich dann eine dnne Zuschauerwand. War eine lustige Sache.

Sworn Enemy

Bei MADBALL lief das natrlich nicht. Da war statt dessen das Gedrnge zur Bhne hin viel grer. Viel mehr Leute haben jetzt vorne mitgesungen und die Fuste geballt. Fingerpointing en masse. Wie sollte es auch anders sein. Das eignete sich natrlich hervorragend zum Stagediving. Auch ein paar alte Hasen, die sich aus den Getmmel mittlerweile eher raus halten, lieen sich das bei dieser Gelegenheit nicht nehmen, was irgendwie auch cool anzusehen war und auch deutlich macht, was fr einen Einfluss MADBALL im Laufe der Jahre schon hatten und wie viel Glaubwrdigkeit und Ansehen sie auch heute noch besitzen. Natrlich gab es auch hier einen Pit, aber diesmal wirklich nur einen. Dafr einen richtig groen. Zum ersten mal auf der Tour bemerkte ich, dass die Set-List bei einzelnen Songs ein wenig umgestellt worden ist. "100%" zum Beispiel konnte ich zum allerersten mal live erleben und insgesamt hatte der Anteil des neuen Albums zugenommen, lie aber immer noch ausreichend Raum fr alte Sachen und ein abwechslungsreiches Set.

Madball

Die vorletzte Show der Tour (nur eine in London folgt noch), war fr mich die vierte und auch letzte. MADBALL haben gut abgerumt und es hat auch Spa gemacht. Allerdings fand ich die Location aufgrund der erwhnten Breite ziemlich mies und insgesamt war mir das Ding auch ein wenig zu gro. Bei den anderen Konzerten, ber die ich berichtete, handelte es sich um reine HC-Shows mit dem entsprechenden Publikum, sie waren in der Regel "gemtlicher" und gefielen mir weitaus besser.

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