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13. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing GATES OF METAL FESTIVAL
Ort Hultsfred (S), Festivalgelnde
Datum 05. & 06.08.2005
Autor Daniel Hommrich
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Als ich erfahren habe, dass am 1. Augustwochenende im sdschwedischen Hultsfred ein vom Billing her wirklich nettes Festival stattfindet, hab' ich mir einfach gedacht: fhrste da mal hin. Zur Erklrung: Ich befinde mich momentan zu einem Auslandssemester in Schweden, also wars so ziemlich in meiner Nhe.
Freitags morgens das Auto gepackt, 'ne Bekannte eingeladen und los gehts. Erste Erkenntnis: Wir mssen die komplette Strecke ohne einen Kilometer Autobahn auskommen, was soviel heit wie: 220 km in gut 3 Stunden. Was macht man nicht alles fr ein Festival.

In Hultsfred angekommen hab' ich allerdings das Gefhl, dass hier gar kein Festival stattfindet. Keine einzige schwarz gekleidete Person in der gesamten Stadt zu sehen, sondern nur ein paar Hausfrauen, die in aller Ruhe auf dem Wochenmarkt ihr Gemse kaufen - keine Invasion wie sie zeitgleich in Wacken stattfindet. Als wir das Gelnde endlich gefunden haben sieht es besser, aber immer noch nicht gut aus, denn nur etwa 100 Autos sind nicht wirklich der Brller. Aber es ist ja auch erst 14 Uhr und der erste Gig soll um 21 Uhr beginnen. Sonst gibts auch nix zu tun, so dass Tina und ich erstmal ein Bierchen trinken und uns etwas umgucken.

Gezeltet wird auf nem richtigen Campingplatz, das Auto bleibt am Eingang stehen. Das ist allerdings alles halb so schlimm, da die Wege extrem kurz sind. Wer einmal mit Bock-Tours nach Wacken gefahren ist wei das zu schtzen! Der Campingplatz und das Festivalgelnde liegen sehr idyllisch direkt neben einem recht groen See, alles wirkt sehr kompakt und natrlich.
Und so haben wir irgendwie den Nachmittag rumbekommen, ohne dass irgendetwas Berichtenswertes passiert wre. Erwhnenswert ist allerdings die groe Gastfreundlichkeit der Schweden. Man lernt unglaublich schnell Leute kennen, wird auf das ein oder andere Bierchen eingeladen (oft auch Wodka...) und unterhlt sich schnell ber alles, was man Wichtiges auf nem Festival besprechen knnte.
Dann werden die eigentlichen GATES OF METAL endlich geffnet und ich sehe mir das Gelnde mal etwas genauer an. Die Hauptbhne ist ordentlich gro, die Nebenbhnen befinden sich in einem an den Seiten und der Rckwand offenen Theater (das "Teater", schtzungsweise 1000 bis 1500 Personen) sowie in einem winzigen... Ja, was ist das eigentlich? Ne Gartenhtte vielleicht? Stellt Euch einfach eine Bretterbude vor, die als Oktagon gebaut ist und an einer Seite steht ne Bhne. So was nennt der Schwede dann "Stora Dans" (etwa "Groer Tanz") und schickt 500 bis 1000 Leute zu Konzerten rein. Und hier geht's auch los.

Freitag

Und zwar mit PANTOKRATOR. Sagte mir vorher ehrlich gesagt nicht viel und wirklich verpasst hab ich damit auch nichts, denn es wird netter Death Metal geboten, der allerdings irgendwie identittslos und etwas uninspiriert wirkt. Netter Warm-Up - endlich geht's los - aber eigentlich ging man besser nochmal zum Auto und holte sich ein (interessanterweise kaltes) Bier und ein paar Schweden inklusive.

EVERGREY sind mir zwar ein Begriff, allerdings war dieser bis dato nur mit wenig Leben gefllt. Das war jedoch ein Fehler, denn was sich mir hier offenbarte war eine richtig gute Show mit motivierter Band, die das Teater bereits beim ersten Gig komplett fllte. berall Leute, die sichtlich ihren Spa hatten (dem kann ich mich nur anschlieen) und - nach der Menge der T-Shirts zu urteilen - auch zu einem groen Teil Fans der Band waren. Man bekam eine Melodic-Death-Dark-Wasauchimmer Mischung, die mchtig Spa machte und das alles in hervorragendem Sound. Klasse Sache! Diese Band werde ich mir fr's nchste Mal merken mssen.

Weiter gings in der "Bruchbude" mit MAZE OF TORMENT, welche eine gute Show in der Schnittmenge von Death und Thrash Metal spielten. Und das wurde auch von den zahlreich Anwesenden honoriert. Das kleine Ding ist brechend voll, nur rechts und links der Bhne ist noch etwas Platz geblieben. Der Snger - mit BATHORY-Shirt durchaus auf den ersten Blick sympatisch - war angesichts der Stimmung mchtig gut aufgelegt, bedankte sich freundlich und hatte sichtlich seinen Spa. Der Rest der Band legte ein druckvolles Fundament mit mchtigen Riffs hin und das wiederum bei gutem Sound. Ein Gig, der definitiv als voller Erfolg gewertet werden kann.

NOCTURNAL RITES sind dann nicht so ganz mein Ding, weshalb ich noch etwas mehr dem Alkohol frhnte. Das endete damit, dass dieser ordentlich Wirkung zeigte und von dem Gig nicht mehr allzu viel brig blieb. Was ich allerdings noch wei, ist, dass das Teater nicht mehr allzu gut gefllt war und die Band mich auch live nicht wirklich berzeugen konnte. Das mag aber auch daran liegen, dass ich es mit dieser Art Musik nicht unbedingt so habe. Das soll also kein schlechtes Urteil ber NOCTURNAL RITES sein, sondern vielmehr mein Unvermgen zeigen, zu dieser Zeit berhaupt noch irgendetwas zu leisten. Naja, es folgte ja noch ein Tag und da wartete noch Einiges an lecker Musik!

Samstag

Frh fing der Tag an und ich hatte nen mchtigen Schdel. Was macht man da am besten? Genau, Konterbier.
Die Kollegen aus Gteborg waren auch schon wieder fit, so dass wir gemeinsam frhstckten und dann Richtung Gelnde schlichen, denn dort warteten MOONSORROW bereits auf uns. Diese haben dieses Jahr mit "Veriskeet" ein absolutes Hammeralbum rausgebracht und ich war mchtig gespannt, was die Finnen live draufhaben. Die gesamte Band kam blutverschmiert auf die Bhne und legte ohne Umschweife sofort los, das bereits zu frher Stunde gut gefllte Teater dankte es ihnen mit ordentlichem Applaus. So wurde in einer Stunde Spielzeit (die Bands lsten sich direkt ab, zwischen 2 Konzerten lagen maximal 5 Minuten) ein netter Querschnitt der bisherigen Werke gebracht, wobei ich mir etwas mehr vom neuen Album gewnscht htte. Dabei kommunizierten die bseren Brder von FINNTROLL nur wenig mit dem Publikum und machten einen auf mchtig angepisst, was aber in diesem Fall durchgeht, da eine grinsende und Spa habende Band wohl kaum zur Musik gepasst htte. Daumen hoch und unbedingt selbst antesten - live und auf Konserve!

Ich sah mir MOONSORROW nicht komplett an sondern hrte die 2. Hlfte des Konzerts von der Main Stage aus, die nun erffnet werden sollte. Dieser Part kam meinen persnlichen Favoriten DARK TRANQUILLITY zu, weshalb ich auf Teile von MOONSORROW verzichtete und mich auf in Richtung 1. Reihe machte. Dort angekommen erlebte ich den besten (von bisher 8 erlebten) Gigs der Melodic Deather aus Gteborg. Diese waren mit "Character" im Januar sogar bis auf Platz 3 der schwedischen Charts, somit erschien auch eine ordentliche Menge vor der Bhne um sich das Schauspiel anzusehen. Die Band war bestens gelaunt, Mikael rannte ber die gesamte Bhne und bezog das Publikum mit ein, auch der Rest war durchaus motiviert. Nur Keyboarder Martin Brndstrm hatte (wie immer) nicht allzu viel zu tun und fing daher an Kette zu rauchen. Auf der musikalischen Seite gab es wohl fr niemanden was zu meckern: nahezu die gesamte Karriere wurde bercksichtigt (nur das Debut "Skydancer" blieb auen vor), der Sound war hervorragend und glasklar, die Spielzeit betrug knapp 90 Minuten (somit mehr als auf der Headlinertour vor 3 Jahren) und auch die ein oder andere berraschung kam zum Zuge ("Lethe", "ThereIn"). Was soll ich noch mehr dazu sagen? Eigentlich htte ich schon jetzt heimfahren knnen, besser htte es wohl (zumindest fr mich zu diesem Zeitpunkt) nicht mehr werden knnen.

Setlist DARK TRANQUILLITY:

  • The Treason Wall
  • Lost To Apathy
  • Through Smudged Lenses
  • Haven
  • White Noise/ Black Silence
  • The New Build
  • The Wonders At Your Feet
  • The Sun Fired Blanks
  • Monochromatic Stains
  • The Endless Feed
  • Punish My Heaven
  • ThereIn
  • Lethe
  • One Thought
  • Scythe, Rage And Roses
  • My Negotiation
  • Final Resistance

Einige Schweden haben mir SABATON am Abend vorher empfohlen, es sei eine schwedische Heavy/Melodic Metal Band und die Jungs seien richtig gut. Ich allerdings entschied mich zu ner kurzen Pause mit Essen und Bier und machte deshalb erst bei MASTERPLAN weiter. Allerdings erzhlten mir ein paar Leute, dass es ein hervorragender und sehr gut besuchter Gig war.

Die Pause tat richtig gut (auch wenn es erst 16 Uhr war) und so war ich entspannt als MASTERPLAN auf die Bhne kamen. Die norwegisch-deutsche Allianz wurde wiederum von einer ordentlichen Menge vor der Bhne begrt und schien auch hervorragend drauf zu sein. Jorn Lande wirkte allerdings etwas distanziert, wobei das ja irgendwie seine Art zu sein scheint. Dennoch brachte er eine sehr starke Leistung hinterm Mikro, der seine verkabelten und mit Holz hantierenden Kollegen in nichts nachstanden. So wurden Songs wie "Crimson Rider", "Enlighten Me", "Kind Hearted Light" oder "Spirit Never Die" mchtig abgefeiert und man hinterlie etliche zufriedene Gesichter. Dies mag auch hier wieder an der extrem langen Spielzeit gelegen haben, die die Bands hier eingerumt bekamen. Somit haben MASTERPLAN wohl nahezu jeden Song der derzeit zwei Alben bringen knnen, so dass eingentlich jeder Anwesende zufrieden sein musste.. Auer vielleicht Niklas von DARK TRANQUILLITY, den ich in der Menge treffe und der mir sagt, dass er diese Art Musik ja gar nicht abkann, auch wenn es sicherlich hervorragend gemacht ist. ;)

Irgendwie freute ich mich richtig auf BRAINSTORM, denn obwohl ich die Band eigentlich sehr gut finde, habe ich sie erst ein Mal vorher sehen knnen. Das lag wohl auch daran, dass ich immer etwas Besseres zu tun hatte, wenn Andy und Co auf Festivals auftraten (entspannen und so...) und dazu noch die letzte Tour aufgrund von persnlichen Problemen in dieser Zeit verpasst habe. Auch gut, dann wurde das halt nachgeholt. Und wie! Gerade die ersten Reihen kochten frmlich, was allerdings nur zum Teil an der Musik lag, denn ca. 5 oder 6 weibliche Fans schienen vom Snger mehr angezogen als von dem, was einem da zu Ohren kam. Und das war/ist Power Metal ganz nah an der Grenze zur Perfektion - was wirklich als groes Kompliment zu verstehen ist. Direkt als 2. Song kam mein Favorit "Blind Suffering". Andy zog einen recht dmlich aussehenden Ganzkrperprotektor aus (Geschrei ohne Ende aus der 1. Reihe...) und weiter gings durch ein abwechslungsreiches Programm im Teater. Auch der Aushilfsbasser machte einen guten Job und bekam dafr eine Huldigung von Andy und den Fans. Alles in allem ein toller Gig und sicherlich ein paar neue Freunde in Schweden fr BRAINSTORM.

Eines muss man CHILDREN OF BODOM ja lassen: Sie haben ne mchtig groe Fangemeinde und sind auf jedem Festival mittlerweile mehr oder weniger Headliner. So auch hier, trotz des frhen Beginns (18:30 Uhr). Und sie legten gleich mchtig los mit einem Doppel aus "You're Better Off Dead" und "Silent Night, Bodom Night". Und wer so einen Hammersong direkt zu Beginn bringen kann muss schon noch ordentlich was in der Hinterhand haben. Somit folgten also noch Songs wie "Needled 24/7", "Hate Crew Deathroll", "Bodom After Midnight" welches direkt in "Bodom Beach Terror" berging, "Everytime I Die", "Follow The Reaper", der Klassiker "Deadnight Warrior" und so weiter. Was auch immer gerade kam, das Publikum nahms dankbar auf, auch wenn das Schlagzeug leider fast nicht zu hren war. Macht nix, Party war dennoch! Der Meinung war wohl auch Alexi, der mal wieder rotzte und fluchte wie kein Zweiter. Aber mal ganz ehrlich: mindestens ein "fuck" in jedem Satz braucht wohl niemand. Wir wissen alle auch so, wie hart Du bist. Nach gut einer Stunde verschwand die Band, nur um wieder auf die Bhne gebrllt zu werden. Es folgte der definitive Tiefpunkt des Gigs: der neue Song "In Your Face". Wenn das Niveau des kompletten neuen Albums so 'hoch' ist wie hier wird das nix. Nun ja, als vershnlichen Abschluss kam dann noch das unvermeidliche "Downfall" und insgesamt blieb kurzweilige Unterhaltung. So soll's doch sein, oder?

Steinigt mich, kreuzigt mich aber ich habe am Abend vorher zwei supernette Mdels aus Gteborg (und einen Freund der Beiden) kennengelernt. Und da ich gerade sowieso ne Pause brauchte und die drei auf dem Campingplatz was trinken wollten, verkrmelten wir uns in Richtung Bier und Wodka. Somit bekamen wir von GRAVE DIGGER nichts mit und ich kann Euch nix davon erzhlen. Allerdings habe ich Chris Boltendahl nachmittags mal auf dem Festivalgelnde getroffen und er war auf mein "Hallo" so unfreundlich und abweisend, dass mir die Lust auf diese Band an diesem Tag eh vergangen war.

Tja, EDGUY also. In Deutschland durchaus ne groe Band und auch recht kontrovers, in Schweden eine unter vielen und wenig Diskussion. Und das ist auch gut so. Denn hier merkt man noch so richtig, dass alle Leute eine riesige Party zusammen feiern. Und das Konzert? Naja, durchaus sehr gut mit vielen Hits ("Babylon", "Mandrake", "Hellfire Club", ...) aber dennoch schlich sich ein Tick Routine ein. Was den Eindruck allerdings nur ganz geringfgig schmlerte! Tobias war gut bei Stimme und hatte sichtlich Spa, er brachte das ein oder andere Mitsingspielchen, welches vom Publikum dankbar aufgenommen wurde - und berhaupt war es richtig gut. Irgendwie besitzt Herr Sammet eben richtige Entertainerqualitten. Das Publikum fra ihm aus der Hand und tat exakt das, was es tun sollte. Wobei ich zugeben muss, dass der Auftritt in Wacken anno 2002 dennoch durch seine angenehme Frische und Spritzigkeit etwas mehr Spa gemacht hat. Vielleicht lag es auch daran, dass ich mit dem neuen Album kaum vertraut bin (mit Ausnahme der Hits). Naja, wie auch immer. Es war schn, sie mal wieder gesehen zu haben! Weiter so und bis bald!

Leider haben meine Batterien whrend diesem Gig aufgegeben und die mitgebrachten Ersatzbatterien wollten meine Kamera nicht zum Laufen bringen, so dass es leider keine Bilder der letzten Bands gibt. Sorry dafr!

Die Sdschweden gehren zu meinen absoluten Lieblingsbands, so konnte ich mir diesen Gig natrlich keinesfalls entgehen lassen. Und ich wurde auch nicht enttuscht. AMON AMARTH spielten einen guten Gig ber etwa eine Stunde, bei dem hauptschlich Rcksicht auf die Hits der Band genommen wurde, so dass es nicht zu berraschungen in der Setlist kam. Dennoch, Songs wie "Victorious March", "Fate Of Norns", "Masters Of War", "Death In Fire" oder "For The Stabwounds In Our Backs" knallen einfach wie Sau und kommen gerade live immer wieder gut. So war das Teater auch sehr gut gefllt und die Menge ging mchtig mit. Warum AMON AMARTH nicht auf die Hauptbhne durften ist mir allerdings ein echtes Rtsel. Johann jedenfalls (wie eigentlich immer oben ohne) nahm es gelassen und nutzte die Clubatmosphre, um die Leute zum Kochen zu bringen. Und das schaffte er auch vollkommen im Alleingang, denn der Rest der Band bte sich in vornehmer Zurckhaltung. Was auch hier wieder auffiel ist, dass die Unsitte namens "Moshpit" in Schweden scheinbar unbekannt ist. Die Meisten blieben einfach auf ihrem Platz stehen und schttelten mchtig die Birne. Ein einziger kleiner Kritikpunkt bleibt leider dennoch: Johann lie es sich nicht nehmen, einen Witz ber Deutsche bzw. Deutschland zu bringen. Ich bin nicht kleinlich und verstehe durchaus Spa, aber die Band macht gerade hierzulande mchtig Umsatz, ist tierisch beliebt, betont in Interviews pflichtbewusst wie toll Deutschland doch sei und lsst gerade in Kln eine DVD mitschneiden. Warum also hinterrcks gegen unsereins schieen? (Anm.d.Verf.: Den genauen Wortlaut habe ich nicht verstanden, aber ein Bekannter neben mir hat mir besttigt, dass es nicht gerade freundlich war.) "For The Stabwounds In Our Backs" oder so hnlich...

Und so schnell ist ein geniales Festival auch schon wieder fast vorbei. Den endgltigen Hhepunkt sollten dann DIMMU BORGIR bilden. So kamen die Norweger auf die Bhne und entfachten ein Inferno. Sie versuchten es jedenfalls, denn in dem matschigen Sound ging doch so Einiges unter. Auch dem Publikum war mittlerweile die Mdigkeit (der Gig begann um halb 12 nachts) anzumerken, so dass viele einfach nur dastanden (oder etwas weiter hinten im Schlamm sassen), guckten was auf der Bhne passierte und mit sich und der Welt einfach nur zufrieden waren. Andere flchteten auf den Campingplatz und suchten ihren Wodka. Aber zurck zum eigentlichen Geschehen: Da war also Shagrath auf der Bhne, in einen riesigen Ledermantel gehllt und krisch, was die Stimmbnder hergaben - Songs wie "Progenies Of The Great Apocalypse" oder "Puritania". Der Rest der Band hielt sich auch hier vornehm zurck und war kaum mal am vorderen Bhnenrand zu sehen. Und so ging es weiter, der Sound wurde besser, konnte aber leider immer noch nicht als gut bezeichnet werden und Elanor neben mir war eine der Wenigen, die so richtig ihren Spa hatten. Kein schlechter Gig - beileibe nicht - aber eben zu spt, zu matschig (Sound und Boden!) und auch musikalisch irgendwie unpassend, denn es waren auf diesem Festival hauptschlich Heavy-, Melodic- und Death Metal Bands anwesend. So sah man an beiden Tagen auch recht wenige Metaller mit DIMMU-Shirts.
Was gibt's also noch so zu berichten? Shagrath zog nicht nur den Mantel sondern auch die darunter liegenden Klamotten im Laufe des Gigs aus und stand so irgendwann wie sein direkter Vorgnger (Johann Hegg) oben ohne da. Ist das interessant? Vielleicht. Die Band verschwand jedenfalls recht frh von der Bhne, um nochmal zu einer Zugabe "zurckgebrllt" zu werden. Und so klang um nicht ganz 1 Uhr der letzte Song - "Mourning Palace" - aus und die schwedischen Metaller wurden in eine recht kalte Nacht entlassen. Was folgte, war eine tolle Party auf dem gesamten Campingplatz bei der es ausreichte, an einer Person vorbeizugehen, um von dieser angesprochen und auf einen Drink eingeladen zu werden. So verteilte ich noch das ein oder andere deutsche Bier, fhrte interessante Gesprche und wurde ausgelacht, weil ich "Skol!" wohl nicht richtig aussprechen konnte (kein Wunder bei dem Pegel).

Was brig bleibt...

...ist der Gedanke an ein wunderbares Festival, das zu meinen absoluten Favoriten berhaupt gehrt. Es hat mchtig Spa gemacht mit den Schweden zu feiern, es war unglaublich friedlich und freundschaftlich, die Atmosphre so familir wie noch auch keinem anderen Festival (das RockHard eingeschlossen). Die Organisation war durchweg gut und die Konzerte der Bands durch die Bank ohne einen einzigen Ausfall ebenfalls. Auch der Sound konnte sich an allen drei Bhnen jederzeit hren lassen und wurde nur selten schlecht (wohl nur bei DIMMU BORGIR) oder auch nur durchschnittlich. Ihr merkt, ich bin begeistert. Und das ist auch gut so!
Danke GATES OF METAL, danke Hultsfred, danke Organisatoren, danke Schweden! Ich hoffe nchstes Jahr wieder dabei sein zu knnen, denn es war einfach wunderbar!

P.S.: Was zum Teufel ist Wacken?!?



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