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21. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing SUMMER'S END OPEN AIR 2005
Ort Andernach, JuZ
Datum 27.08.2005
Autor siehe Text
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Seit einiger Zeit ist es in Andernach Tradition, dass am Ende des Sommers der JuZ Live Club ein Open Air veranstaltet. 2005 ist der Metal aus dem Programm gewichen und dafr gab es Crossover und Alternative Mucke. Ein Versuch, der in Bezug auf die Zuschauerzahlen nicht so ganz aufging. (Thor)

Den Anfang machten die Jungs von BRAND NEW DEMON. Mit melodischen sowie auch kraftvollem Rock konnte man sich keinen besseren Opener wnschen. Beide Daumen hoch fr die Vier-Mann-Combo aus Koblenz, die es wirklich versteht ihre Musik an den Mann zu bringen.

Nach kurzer Umbauphase kamen dann die Alternative-Rocker von BLIND auf die Bhne. Bei ihrem Heimspiel heizten sie richtig ein und machten wirklich schon beim Zusehen Lust auf mehr. Was mir besonders gut gefallen hat ist, dass sie nicht nur "schnulzen", sondern auch richtig rocken knnen. Ich wusste gar nicht, dass Snger Steve auch schreien kann, ich war positiv berrascht. (Christian Bamberger)

Als ich auf dem Gelnde aufmarschierte wurde gerade fr die Alternative Rocker von LAW (bedeutet Life After Weekend) umgebaut. Das Quartett spielte netten Alternative Rock mit geringen Post-Grunge-Anleihen und wirkte recht drge, obwohl sich der Bassist mit der punkigen, gelben Unfrisur und dem Schlips redlich um Stimmung mhte, whrend der Rest sich aufs Spielen und Singen konzentrierte und recht wenig Bewegung zeigte. Fairerweise muss ich sagen, dass die Musik fr derartige Verrenkungen nicht ausgelegt ist und in einer Kneipe besser znden wrde als auf einem Sommer Open Air.
Fazit: Nette Mucke, lahme Show!

Die folgenden AK4711 waren das Desaster des Festivals. Eine Mdelband, optisch zwischen Vanilla Ninja und Sarah Connor mit teils rosafarbenen Minirckchen zelebrierten peinlichen Pop zwischen NDW, Silbermond, Juli und dem anderen neuen Deutschpopkse und das noch Klassen schlechter. Vor der Bhne war ghnende Leere und keine Sau wollte das debile Gelaber der Frontfrau ("Habt Spa... hpft... singt.." etc.) eigentlich hren. Irgendwann war es glcklicherweise aus und ich frage mich immer noch, wie man so etwas Unpassendes buchen kann! Geht doch zu Top Of The Pops!

Vor der Bhne wurde es nun voll. Richtig voll! Die H-BLOCKX kamen endlich und siegten! Nach so einer Vorband kein Wunder. Das Programm erinnert frappierend an die gute "Greatest Hits"-CD der Band und auch Coversongs wie "The Power" passen in den Bandsound optimal. Frontmann Henning schaffte es auch alleine die Menge im Zaum zu halten und gab bei allen Parts eine souverne Figur ab, inklusive locker-witziger Ansagen. Gitarrist Tim Tenambergen sorgte wie immer fr die fette Riff-Power und der nicht mehr ganz so neue Bassist Fabio Trentini war fr die Backing Vocals zustndig und wirkte eher wie der Ruhepol der Band. Das Publikum feierte die vier, deren Songs auch ganz ohne Gastrapper und hnlichen Kokolores gehrig abgingen, und musste die Bande aber irgendwann doch verabschieden, da der Headliner DIE HAPPY am Zuge war.

Das Quartett DIE HAPPY hatte gerade eine neue Platte namens "Bitter To Better" drauen und wurde ebenso wie die H-BLOCKX ihrem Headlinerstatus gerecht. DIE HAPPY brachten einen netten Querschnitt der Karriere und zeigte sich gutgelaunt. Die sympathisch-quirlige Frontfrau Martha Jandova war Klar der Mittelpunkt der Combo und fegte wie ein Wirbelwind ber die Bhne und sang immer noch souvern ihre Alternative Rock Songs. Da wurden die drei Instrumentalisten teilweise zu Statisten degradiert, aber machten ihren Job mehr als ordentlich. Lustig fand ich die kleinen Podeste auf denen die Band und die zierliche Sngerin gerne rumhpfte. Das Publikum nahm die Band auch sehr wohlwollend auf und so war es noch ein stimmungsvolles Konzert!

Fazit: Mir wre ein Metalgig lieber gewesen und auch einige andere Leute meinten, dass 2004 ein besseres Billing da war. Voll war der Laden nicht und das JuZ konnte mit den Zuschauerzahlen bei tollem Wetter nicht zufrieden sein. Bin mal gespannt ob sich der Versuch weg vom Metal wiederholt, aber ich freue mich erst mal auf die Gigs Winter 2005/6 wo wieder das volle Brett herrscht! (Thor)

Fotos: Thor und Dietmar Schfer (United Pixel)



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