"1. Neunkircher Metal Festival", , review, interview, heavy, metal, power, death, thrash, grind, doom, sludge, crust, punk, progressive, old school, old-school, nwobhm, black, gothic, reviews, interviews, news">
Navigation
                
20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing EVERGREY, REBELLION, MYSTIC PROPHECY
"1. NEUNKIRCHER METAL FESTIVAL"
Ort Neunkirchen/Saarland, Alte Geblsehalle
Datum 09.09.2005
Autor Thorsten Dietrich & Olaf Reimann
>> Als E-Mail versenden

Eine Fahrt Richtung Saarland war fllig, um die deutschen Power Metaller REBELLION und die schwedischen Prog-Goth-Power Metal Helden EVERGREY zu sehen. Neunkirchen war schnell gefunden nicht jedoch die Alte Geblsehalle, obwohl viele Einheimische uns den Weg nett erklrten: Einfach in die City und dann links. Echt! So war es auch und es ging immer bergauf oder ab. Links stand dann einmal so ein Turm, daneben waren Parkpltze und dahinter eine an der einen Seite komplett offenen Halle. Daneben gab es brigens noch eine schne, gemtliche Disco deren Namen Alpenmax (oder so) auf allgemeinen "Ballermannbetrieb" schlieen lie. Dort war der Backstagebereich und das Catering untergebracht, whrend nach dem Konzert der normale Discobetrieb fr die Besucher zur Verfgung stand.

Halle

In der Halle, wo schon die Sddeutschen MYSTIC PROPHECY zockten war es vom Publikum sehr dnn, was bei der Uhrzeit (19:00) kein Wunder war, zumal es das erste Event in Sachen Metal dort war und Freitag ein schlechter Termin ist.
Die Band machte ihre Sache wahrlich nicht schlecht, hatte aber das Problem, dass sie neue Leute einarbeiten mssen. Gitarrist Gus G. (FIREWIND) ist ja bekanntlich mit ARCH ENEMY auf Tour und bei Schlagzeuger Dennis Ekdahl (RAISE HELL) denke ich einfach hat die Entfernung schuld. Da die Band eh einen Livegitarristen hat, damit sich Snger R.D. Liapakis auf den Gesang konzentrieren kann, wurde noch ein zweiter Gitarrist engagiert und es wird sich zeigen, ob dieser in der Band bleibt genauso wie der SACRED STEEL Schlagzeuger Mathias Straub. Die paar Songs, die ich gesehen habe, wurden mit Hingabe und Engagement gespielt, die Jungs wollen es wissen. Zu bieten hatten MYSTIC PROPHECY drei Alben, aus denen sie einen reprsentativen Querschnitt spielten und der mit einer netten Coverversion des MANOWAR-Klassikers "Fighting The World" beendet wurde. Lasst den sympathischen Haufen mal eingespielt sein und sie werden richtig Popo treten! (Thorsten)

Setlist MYSTIC PROPHECY:

  1. Intro
  2. Night Of The Storm
  3. Forgotten Soul
  4. In Hell
  5. Dust Of Evil
  6. Lords Of Pain
  7. Eternal Flame
  8. Time Will Tell
  9. Land Of The Dead
  10. Sign Of The Cross
  11. Burning Bridges
  12. Mystic Prophecy
  13. Fighting The World

Eine Woche nach dem berragenden "United Metalheads Festival" sah ich REBELLION wieder. Die Band mit der neuen Ersatzgitarristin Simone Wenzel wirkte etwas weniger nervs als in Wuppertal, allgemein hatten die Rebellen aber mit einem schlechten Sound und einem recht trgen Publikum zu kmpfen, das von Frontmann Michael Seifert angespornt wurde, aber irgendwie nicht so partymig unterwegs war. Leider kamen bei Michael einige Ansagen auch etwas kraftlos rber. Vielleicht lag es auch an dem nicht ganz so reibungslosen Ablauf und den Umstnden (mehr dazu spter bei EVERGREY...) Die Setlist war die gleiche wie zuvor in Wuppertal und so bekam die Menge mit Hinblick auf das neue Album einen gelungenen Querschnitt der drei Studioeisen prsentiert. Auch Simone wirkte etwas lockerer und Thomas Gttlich schwitze sich wie immer den Br, whrend die Lackhose gar nicht so sehr mit dem Restouftit der Band harmonierte, was der Grinsebacke aber bestimmt egal war. Mir hat der Gig jedenfalls gefallen und ich werde mir die Fnf auf der Herbsttour mit CHIMAERA im Vorprogramm auf jeden Fall nicht entgehen lassen. Mein Tipp: Seid da! (Thorsten)

Setlist REBELLION:

  1. Intro
  2. Ynglinga Saga
  3. Eric The Red
  4. The Sons Of The Dragonslayer
  5. The Prophecy
  6. Ragnhild's Dream
  7. Born A Rebel
  8. Through The Fire
  9. Dragons Fly
  10. Harald Hadrade
  11. Canute The Great
  12. Letters Of Blood
  13. Rebellion
  14. Disdaining Fortune

Halle

Mit einiger Versptung entern die Schweden EVERGREY unter den Tnen des bereits vom krzlich verffentlichten Live-Doppel-Albums "A Night To Remember" bekannten Intros die Bhne. Tatschlich sollte auch dieser Abend bei einigen in Erinnerung bleiben. Aber dazu spter mehr.
Beim letzten Deutschland-Besuch von EVERGREY als Support von JAMES LA BRIE im Frhjahr dieses Jahres mussten Tom S. Englund und seine Mannen bereits vor halb leeren Hallen auftreten. Auch heute war bedingt durch die grozgige Konstruktion der Geblsehalle noch massig Platz hinter den ersten Reihen. Fr mich persnlich eher ein Vorteil, denn ich glaube dass man in Zukunft diese Ausnahmeband nicht mehr so oft in solch einem kleinen Rahmen sehen kann. Auf der Bhne war der gemigte Zuschauerandrang offensichtlich kein Anlass zum Trbsalblasen. In gewohnt routinierter Art stiegen EVERGREY mit "Blinded" in ihr Set ein.
Das beeindruckende Bild, das entstand wenn alle fnf Bandmitglieder in sprlicher Beleuchtung synchron die Matte schwungen, bleibt sicher als Erinnerung im Kopf und verlieh den Songs die passende Live-Atmosphre. Allen voran zeigte sich Drummer Jonas Ekdahl als headbangender Derwisch hinter den Kesseln. Die Setlist des Abends unterschied sich nicht wesentlich von der aus dem Frhjahr. Neben den traditionellen Krachern wie "Nosferatu" oder "Recreation Day" kam "More Than Ever" bei mir besonders gut an. Vielleicht lags ja auch an dem hbschen Mdel, das neben mir und mit mir im Takt die (bei mir nicht mehr vorhandene) Matte schttelte! Groes Gefhlskino herrschte bei "I'm Sorry" und "When The Walls Go Down". Letzteres leider neben "More Than Ever" und dem als erste Zugabe gedachten "A Touch Of Blessing" eines der zu wenigen Songs des aktuellen Albums "The Inner Circle". Die Band spielte erstaunlich tight auf und machte insgesamt einen sehr gut abgestimmten Eindruck. Wie auch bei den Vorgngerbands war der Sound zwar auch hier nicht der beste aber das schien die wenigen Die Hard-Fans in den vorderen Reihen berhaupt nicht zu stren. Mich strten allerdings die immer wieder von Tom initiierten Mitklatsch-Aktionen. Irgendwie will es nicht zu EVERGREY passen, wenn der Frontmann zur relativ dsteren Musik zum Mitklatschen animiert. Andererseits kamen die eher lahmen Zuschauer sonst berhaupt nicht aus dem Quark; also, was soll's.
Nachdem die Band die erste von zwei geplanten Zugaben ("A Touch Of Blessing" und "The Masterplan") gespielt hatte, kam es zum Eklat: Pltzlich und ohne Ankndigung wurde vom rtlichen Verantwortlichen der Sound abgedreht. Groes Erstaunen auf und vor der Bhne. Kurz drauf erschien der mir vorher schon unsympathisch aufgefallene Typ auf der Bhne und wollte etwas durch die bereits von ihm runter gedrehten Mikros ansagen (sehr clever!). Weil das logischerweise nicht funktionierte machte er eine eindeutige Handbewegung, die ausdrckt dass der Gig nun zu Ende ist. Jetzt rasteten Tom und Gitarrist Henrik Danhage komplett aus und strmten auf den Typen los. Dieser hat groes Glck dass er nicht die volle Wucht des Stoes von Henrik abbekam, sonst wre er von der Bhne gepurzelt. So schaffte er es, wild verfolgt vom Gitarristen, in den seitlichen Backstage-Bereich wo unter heftigsten Gestiken gestritten wurde. Von der Bhne hagelt es wste Beschimpfungen. Es half alles nichts, selbst nachdem die gesamte Band minutenlang unter dem Jubel der Zuschauer die Bhne blockierte und sichtlich stinksauer auf jede Auseinandersetzung gefasst war, nderte sich nichts mehr an der Situation dass an diesem Abend keine Live-Musik mehr aus den Speakern tnte.

Halle

Ein Besuch im Catering-Raum Backstage gab uns schlielich Aufschluss ber die Hintergrnde der Aktion. Da die Geblsehalle in der City liegt, muss ab einer bestimmten Uhrzeit ein gewisser Geruschpegel eingehalten werden. Deshalb mussten EVERGREY ihren Gig bereits um eine halbe Stunde auf 1,5 Stunden krzen. Die beiden Bands vor EVERGREY haben ihre Soundcheckzeit berzogen. So blieb fr die letzte Band leider keine volle Spielzeit mehr. So weit verstndlich. Aber ohne Ankndigung einfach die PA des Headliners runterzufahren ist sicher nicht die feine englische Art und so verwundert die Reaktion der Musiker auf der Bhne kein bisschen. Schade dass der Abend so enden musste! (Olaf)

Setlist EVERGREY:

  1. Blinded
  2. End Of Your Days
  3. Rulers Of The Mind
  4. Soitude Within
  5. Nosferatu
  6. Mark Of The Triangle
  7. More Than Ever
  8. She Speaks To The Dead
  9. Watching The Skies
  10. I'm Sorry
  11. As I Lie Here Bleeding
  12. Mislead
  13. When The Walls Go Down
  14. Recreation Day
  15. A Touch Of Blessing

Fotos: Thorsten Dietrich



Zur Galerie >>
<< vorheriges Review
PAIN OF SALVATION, DARK SUNS - Aschaffenburg, Colos-Saal
nchstes Review >>
ZWISCHENWELTEN IV - Koblenz, Festung Ehrenbreitstein


Zufällige Reviews