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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing DARKEST HOUR, BEECHER, REFLUX, DOOMSTONE
Ort Trier, Exil
Datum 19.08.2005
Autor Thomas Roos
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DOOMSTONE waren bereits zugange als mein Kollege und ich ankamen. Wir zogen es aber vor, nicht in dem stickigen Keller zu verweilen, sondern uns erst einmal beim nahegelegenen Burger King zu strken. Als wir zurck kamen, waren REFLUX an der Reihe. Die spielten in dem Moment aber irgendwie keine Songs, sondern prsentierten nur aneinandergereihte Disharmonien und seltsame Sounds, was wir uns gar nicht geben konnten. So machten wir uns wieder auf den Weg nach drauen. Whrenddessen ging die Band auch zu einem richtigen Song ber, konnte uns jetzt aber auch nicht mehr damit halten. Da wir beide von den Strapazen der Vortage bermdet waren, entschlossen wir uns, nun lieber bis zum Headliner an der frischen Luft abzuhngen.

Darkest Hour

Obwohl ich von allen Seiten stets Gutes von DARKEST HOUR gehrt habe, konnte ich mit der Band eigentlich nie richtig was anfangen. Zumindest nicht bis zum Release ihres aktuellen Albums "Undoing Ruin", was mich doch ziemlich beeindruckt hat. Weil DARKEST HOUR auerdem bereits mehrfach erfolgreich ihre Spuren in Trier hinterlassen haben, war ich auf diese Show wirklich gespannt. Und es sollte sich auch lohnen. Es war von Beginn an eine einzige Party. Luftschlangen aus Spraydosen fllten die Luft, die Band rockte und das Publikum ging voll mit. Vor der Bhne war ein dichtes Gedrnge und den Helfern fiel es dadurch uerst schwer, die Monitorboxen auf ihren Positionen zu halten. Diese wurden von den Instrumentalisten aber auch gerne benutzt, um darauf rum zu posen. Stagedives gab es reichlich, Snger John Henry brachte jedoch mehrfach zum Ausdruck, dass er den nackten Stagediver der letzten Trier-Show vermissen wrde. Darkest Hour Diese Stagediver schafften es aber auch schnell, die Strahler der Bhnenbeleuchtung aus ihrer Position zu bringen, was auf die Show allerdings keinerlei Auswirkungen hatte. Gitarrist Kris Norris zeichnete sich noch gerne durch dumme Sprche aus, lockerte die Show dadurch immer mal etwas auf und animierte die Zuschauer bei einem Song, die Bhne zu entern um zu zeigen, was sie an der Luftgitarre so drauf htten. Bei der Stimmung wunderte es mich, dass es bis zur Hlfte des Songs dauerte, bis sich wirklich mal jemand traute. Der hatte aber leider auch nicht lange die Mglichkeit dazu, da die fleiigen Helfer dafr sorgten, dass er die Bhne wieder verlie. Im gleichen Moment betrat aber ein Metalhead mit einem MANOWAR-Shirt die Bhne und lste ihn praktisch ab. Mit der Zeit machte sich die extreme Hitze beim Publikum aber sichtlich bemerkbar und ein Stck vor der Bhne gab es zunehmend mehr Raum. Unmittelbar vor der Bhne war es durchgehend dicht gedrngt und auch bis zum Schlu gab es immer wieder ein Aufbumen. Der dahinter frei gewordene Platz wurde dankbar fr Circle-Pits und andere Pit-Aktionen benutzt. Ich erinnere mich nur zu gerne an den Typ mit den zwei Krcken, der mir zuvor schon durch einen Stagedive aufgefallen war, und der spter auf seinem gesunden Bein mit den zwei Krcken wie ein Derwisch durch den Pit fegte. Darkest Hour Wenn das die Krankenkasse wsste. Nach dem regulren Set wurde noch eine Zugabe gefordert. DARKEST HOUR sind nach eigener Aussage zwar faule Amerikaner, aber da es sich beim Publikum ja um fleiige Deutsche handelte, gab es die auch noch obendrauf, wodurch eine knappe Stunde Spielzeit erreicht wurde. Sowohl Band als auch Publikum zeigten bei dieser Hitze also eine ordentliche Kondition. Die Show schaffte es tatschlich, uns so mitzuziehen, dass unsere Mdigkeit frs erste wie verflogen war.

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