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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing AMON AMARTH, CATARACT, IMPIOUS
Ort Kln, Live Music Hall
Datum 16.08.2005
Autor Thomas Roos
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Heute war ein Stelldichein von Metal Blade angesagt, denn alle auftretenden Bands sind mittlerweile dort unter Vertrag. Den Anfang machten IMPIOUS aus Schweden, die ltere Stcke wie "Paranoia" oder "Burn The Cross" zum Besten gaben, aber auch viele Songs des letzten Albums prsentierten. Ich war berrascht, wie sie es als Opener schafften, das Publikum schon anzuheizen. Die Leute gingen echt schon gut mit.

Cataract Cataract

Noch berraschter war ich aber bei dem Auftritt von CATARACT. Die Schweizer sind noch nicht so sehr lange bei Metal Blade unter Vertrag, haben mit "With Triumph Comes Loss" vor einem knappen Jahr erst ihr Label-Debt abgelegt und passten als echte Metalcore-Band nicht wirklich rein. Aber sie wurden vom reinen Metal-Publikum sogar noch besser angenommen als zuvor IMPIOUS. Wie mir Gitarrist Simon nach dem Konzert erzhlte, hatte er vor der Tour noch einige Befrchtungen, aber dieses Bild htte sich erfreulicherweise auch auf allen anderen Shows bisher eingestellt. Sie taten allerdings auch einiges, um die Metalheads anzusprechen. Das reichte vom alten METALLICA-Shirt bis hin zum unablssigen Ausben des Devil-Signs. Ihr Set begannen sie mit "Killing Tool", beendeten es mit "Nothing Left" und brachten mittendrin noch Songs, welche die Publikumsreaktionen zu recht verdienten, denn CATARACT waren heute wirklich eine Nummer besser als IMPIOUS.

Fr AMON AMARTH war es ein besonderer Auftritt, denn heute wurde eine DVD aufgenommen. Aber auch abgesehen davon, dass die Fans dafr unbedingt irgendwie auffallen wollten, war das was jetzt abging natrlich kein Vergleich mehr zu den beiden Vorbands. Heute war der Tag von AMON AMARTH. Die Wikinger, die sich selbst whrend des Konzerts als Death Metal bezeichneten, lieferten eine dem Viking Metal wrdige Show. So wurde aus Hrnern getrunken und gleich beim zweiten Song lief eine Horde als Wikinger verkleideter Statisten mal kurz ber die Bhne. Mann, was sahen die putzig aus. Sie kamen auch zum Ende der Show noch einmal zum Einsatz als sie so taten als wrden sie sich mit Schwertern und Speeren bekmpfen und abmurksen. Das erweckte einen ungewollt komischen Eindruck, aber die Fans waren begeistert.

Amon Amarth Amon Amarth

Gelegentliche Pyro-Effekte wie Feuerfontnen kamen noch hinzu. Im Mattenschwingen gewinnen die Typen zudem ohnehin jeden Wettbewerb, aber das kennt man ja auch schon aus ihrem Video zu "Pursuit Of The Vikings". Fr die Songauswahl wurden vor allem die Alben "Once Sent From The Golden Hall", "Versus The World" und "Fate Of Norns" bercksichtigt. Der Titelsong des letztgenannten Albums war im Set ungefhr in der Mitte angeordnet und bei "Versus The World" fiel kurzzeitig das Mikro aus, woraufhin Snger Johan Hegg einfach ohne dessen Untersttzung weiter brllte. Ich wartete unentwegt auf den wohl besten Song "Death In Fire", der auch immer wieder von den Fans lauthals gefordert, aber erst als letzte Zugabe nach einer Gesamtspielzeit von gut zwei Stunden gebracht wurde. Meinem Empfinden nach war das ein ganzes Stck zu lang, denn die Songs sind insgesamt nicht abwechslungsreich genug, um einen wirklich so lange zu fesseln. Irgendwann stellt sich eine gewisse Monotonie ein. Aber die Fans waren natrlich begeistert und bekamen somit auch etwas geboten fr ihr Geld.

Amon Amarth

Der Veranstalter zeichnete sich nicht gerade durch Pressefreundlichkeit aus. Zwar hatte ich ber das Label die Erlaubnis zum Fotografieren bekommen, gute Bilder zu machen wurde mir aufgrund der trotzdem uerst inkooperativen Art der Ordner aber verwehrt, denen das offensichtlich am Arsch vorbei zu gehen schien.

Gerne angesprochen wurde von den Bands im Allgemeinen der Weltjugendtag, der zeitgleich in Kln stattfand, denn diese "religise Verwirrung" fand bei ihnen kein Verstndnis. Laut Aussage von Johan Hegg stand der aus diesem Grund in Kln residierende Papst sogar auf ihrer Gsteliste, aber sei aus irgendeinem Grund nicht erschienen. "So fuck him!"

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