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20. Dezember 2014 - Uhr
 
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696 Reviews in der Datenbank
Billing AMON AMARTH, CALLENISH CIRCLE, VOMITORY, DIABOLICAL, SINS OF OMISSION
Ort Trier, Exil
Datum 27.04.2002
Autor Andre Kreuz
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Es geschehen doch noch Zeichen und Wunder! Dieses Mal waren Kollege Thorsten und ich sogar mal pünktlich am Orte des Geschehens, unfasslich!! Und zwar sogar so dermaßen pünktlich, dass uns noch Zeit blieb, unserer werten Leserschaft (und uns selbst natürlich) ein ganz besonderes Geschenk zu machen. Wir trafen am Eingang nämlich Patrick, seines Zeichens Chef-Schreihals bei den holländischen CALLENISH CIRCLE. Auf das Interview angesprochen, dass ich ihm vor einiger Zeit per Mail zugeschickt hatte, schlug er vor, dieses doch einfach an Ort und Stelle durchzuführen! Im Tourbus! Dass wir da nicht nein sagen konnten versteht sich von selber, oder!? Und Leute, es hat sich gelohnt, das steht mal fest! Denn unsere Nervosität und der unerklärliche Schwund einiger Fragen aus meinem Hirn wurde durch die Redseeligkeit von Patrick mehr als wettgemacht! Und als wäre das noch nicht cool genug, krallten wir uns auch gleich noch Johan von AMON AMARTH, der sich ebenfalls als angenehmer Gesprächspartner entpuppte. Aber ich schweife ab, das alles gibt es demnext bei den Interviews zu lesen.

 


Um noch mal zum Thema Pünktlichkeit zurückzukommen: Ob unseres Plauderstündchens im Tourbus kamen wir letztendlich doch wieder zu spät zum eigentlichen Konzert, also wieder alles gemäß der Prophezeiung. SINS OF OMISSION waren schon fleißig in die Katakomben am thrashen und gefielen mit aufgrund ihrer Unkompliziertheit recht gut. Zumindest das bisschen, das ich sie noch erleben durfte. Aber man kann ja net alles haben, ne?!
In der Pause macht man dann was? Richtig, Bier trinken, zumal ich nicht mit dem Fahren dran war. Aber was zur Hölle schenken die da Karlsberg aus??? Das Gesöff gehört doch wirklich verboten, ba! Na ja, Hauptsache knallte, hehe! Kurze Zeit später enterten die Youngsters DIABOLICAL die Bühne und roppten ihr mir vollkommen unbekanntes Set runter. Als Death-Thrash könnte man die Mucke wohl ganz gut beschreiben. Auffallend war vor allem mal das junge Alter der kompletten Band, von der ich nicht mal weiß, woher sie eigentlich kommen... Auch wenn man am Stageacting sicher noch einiges verbessern könnte war der Auftritt der Burschen schon ganz schön, kann man nix sagen. Und ich denke mal, dass es für die Truppe eine verdammt coole Erfahrung ist, mit so einer illustren Death-Metal-Schar auf Tour zu gehen! So kam DIABOLICAL auch ganz gut an, kritisieren könnte man an dieser Stelle höchstens den Bandnamen, Einfallsreichtum in Reinkultur...
Nun ging es aber langsam aber sich dem ersten Highlight des Abends entgegen, CALLENISH CIRCLE standen an. Wenn ich mich nicht irre wurde das "Drift of Empathy" - Album komplett außen vorgelassen, was aber insofern nicht schlimm war, da das Teil eh nicht der Hit in Person ist. So gab es eine erfreuliche Mixtur der letzten beiden Platten, mit deutlichem Hang zum letzten hin, will ja schließlich promoted werden. Nach dem Opener ("No Reason") von "Graceful...yet forbidding", das ich immer noch für den besten Erguss der Flachländer halte, ging es munter weiter mit dem besten Song von "Flesh_Power_Domnion", nämlich "Witness you own Oblivion". Hammerstück!! Dann waren da noch das von Samplerbeiträgen bekannte "Obey me", "Your final Swansong" und einige andere, die mir leider entfallen sind. Aber was hab ich vorm dem Auftritt gebetet, dass das DEATH-Cover "Pull the Plug" zum Einsatz kommen möge! Und die Götter aller Sphären haben mein Rufen erhört, "there is no hope, why don't you... PULL THE PLUG?" donnerte den beigeisterten und wild ihre Matte schwingenden Fans entgegen und wurde begierig in jeden einzelnen Gehörgang eingelassen. Das Cover war übrigens schon vor dem tragischen Tode Chuck's im Live-Repertoire der Band, aber das könnt ihr in Bälde im Interview selbst nachlesen.

 


Pause. Bier. VOMITORY. Wer die schwedische Todesmaschinerie noch nicht kannte, bekam jetzt die Chance, das nachzuholen. Junge, Junge, was haben die geprügelt!! Schade nur, dass der Sound hier nicht immer 100%-ig mitgespielt hat, obwohl es sich gerade noch im Rahmen hielt. Einzelne Songs zu nennen fällt verdammt schwer, da die Combo das komplette Set durchgeprügelt hat, als sei der Leibhaftige persönlich hinter ihnen her. Lediglich "Blood Rapture" und "Revelation Nausea", die Titeltracks der beiden letzten Werke, konnte ich rausfiltern. Einigen mag VOMITORY vielleicht zu eintönig sein (O-Ton Thorsten: "Laaaaaaaangweilig..."), ich find sie jedenfalls geil! Auch wenn ich mir solche Mucke lieber von CD antue, da mir live eine gewissen Eingängigkeit lieber ist.



Und genau dafür sind AMON AMARTH schließlich prädestiniert! Die Brüder haben alles, was es für eine erfolgreiche Live-Show braucht: Einen eindrucksvollen Frontmann, super Musiker und vor allem supergeile Songs!! Wenn ich irgendeiner Band dieses Wikinger-Zeug abkaufe, dann AMON AMARTH, und wer Sänger Johan mal mit `ner Dose Bier in der Hand auf der Bühne hat stehen sehn, wird mir zustimmen. Alle Alben der Schweden wurden abgedeckt, sogar "The Arrival of the fimbul Winter" von der "Sorrow throughout the nine Worlds" - MCD kam zum Zuge! Und ansonsten: Ein Kracher nach dem anderen, was auch sonst?! "Bleed for ancient Gods" und "The last with pagan Blood" gaben sich die Klinke in die Hand, dicht gefolgt von "Bastards of a lying Breed" und "Masters of War". Zwischendurch wurde noch "Hammerfest" "annihilated" und "The Dragon" "across the Waves" fliegen gelassen. Wenn ich hier die Reihenfolge durcheinander bringe möge man mir großen Herzens verzeihen, denn ich war intensivst mit bangen beschäftigt. Aber natürlich darf auf keinem AA Gig der "Victorious March" für die "Friends of the Suncross" fehlen! Und bei eben jenen Stücken war vermutlich auch am meisten im Publikum gebacken. Dies belief (Disbelief? Hä??) sich im Übrigen auf dünne 150 Persönchen, grob geschätzt. Also nicht wirklich viel, auch nicht im kleinen Exil. Aber das hatte keinen daran gehindert, an diesem Abend eine Menge Spaß zu haben und ich bin mir sicher, dass die eine oder andere Band Trier mit einigen Fans mehr im Rücken verlassen hat!
Letzte Worte? Tja, einen besseren Konzertabend kann man vermutlich kaum noch haben. Erst zwei Interviews im Tourbus, dann ein Hammer-Underground-Package und zu guter Letzt eine der geilsten Live-Bands überhaupt! Was will man mehr...?

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