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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing RUNNING WILD, REBELLION
Ort Saarburg
Datum 20.03.2002
Autor Thomas Pargen
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Am 20.03.02 war es soweit, im Rheinland - Pfälzischen Saarburg begann die Tour des deutschen True - Metal Schlachtschiffes Running Wild, die gerade ihre neue Scheibe "The Brotherhood" veröffentlicht haben. Meiner Meinung nach ist die abwechslungsreichste Scheibe seit der überragenden "Pile Of Skulls".

     

Mit im Gepäck hatten die Piraten "Rebellion" als Support, die neue Band um die Ex - Totengräber Tomi Göttlich und Uwe Lulis, die um ca. 20.30 h mit dem Annihilator Drumer Randy Black dem Ex - Warhead Sänger Michael Seifert und ihrem Gitarristen Björn Eilen die Bühne der Saarburger Stadthalle, die bereits mit ca. 400 Fans gut gefüllt war betraten.
Bereits nach wenigen Minuten wussten die Fans was sie zu erwarten hatten. Lupenreiner teutonischer True - Metal, der jedoch ganz klar von den neueren Werken Grave Diggers beeinflusst war. Dies tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch und nach wenigen Songs hatten Rebellion die Menge auf ihrer Seite. Rebellion beeindruckten vor allem durch ihre nicht zu übersehende Spielfreude, allen voran Tomi Göttlich, der sich sichtlich wohl fühlte auf der Bühne und die Menge immer wieder aufs neue anfeuerte.
Wenn man es nicht anders wüsste, könnte man meinen Rebellion existierten schon seit einiger zeit, denn das Zusammenspiel der einzelnen Bandmitglieder war nahezu perfekt.

     

Auch gelegentliche überflüssigen "Grave Digger" Zurufe taten der Stimmung keinen Abbruch. Ein sei gesagt: Sollten Rebellion weiterhin solchen erstklassigen Stoff veröffentlichen wie ihr Debut "Shakespeare´s Macbeth" Steht ihrem Erfolg nichts mehr im Wege und sie könnten zu einer neuen Grösse im deutschen Metalbereich werden, es sei ihnen gegönnt.
Einziger Kritikpunkt geht an die Veranstalter die Rebellion keine Möglichkeit liessen die geforderte Zugabe zu spielen.
Bereits als der Vorhang gefallen war, begannen die ersten Running Wild Rufe, die innerhalb der 30 minütigen Umbaupause immer frenetischer wurden. Als Rock´n´Rolf
dann endlich mit seiner neuen Mannschaft um Drummer Matthias Wichtruth, Basser Peter Pichel und Bernd Aufermann an der Gitarre vielen noch bekannt aus seiner aktiven zeit bei Angel Dust die Bühne betraten gab es für die Menge in der mitltlerweile randvollen Saarburger Stadthalle kein halten mehr. Running Wild überzeugten durch eine exzellente Songauswahl, die einen Querschnitt fast aller Alben darstellte. Songs wie "Riding The Storm, Bad To The Bone, Soulless, Unation, Blazon Stone" brachten die ca. 500 Fans fast zum rasen. Running Wild zelebrierten Metal in Reinkultur. Und so machten die völlig begeisterten Fans keine Unterschiede zwischen bekannten Klassikern und neuen Songs wie dem Opener "Welcome To Hell" dem völlig genialen "The Brotherhood" oder dem "Pirate Song". Running Wild wussten wie sie die Fans auf ihre Seite ziehen konnten. Untermalt von Pyro - Effekten und dem fantastischen Drum - Solo von Matthias brachten sie das Publikum zum feiern und der Band machte es Spass.
Lediglich Rock´n´Rolf hätte sich sein Umziehen zwischen den Songs sparen können.
Nach ca. 70 Minuten ging das reguläre Set zu Ende. Doch erst nach dem Running Wild
zum dritten Mal die Bühne betraten und als Zugabe das seit längerem geforderte "Raise Your Fist" und "Under Jolly Roger" spielten, war endgültig Schluss.
Fazit: Ein klasse Gig für den sich die Anreise gelohnt hat. Bleibt nur zu hoffen, das das Band Lineup meiner alten Heldenlängere Zeit stand hält als in früheren Zeiten.
By Steel We Rule


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