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16. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing KAMELOT, KOTIPELTO, EPICA
Ort Andernach, JuZ
Datum 01.04.2005
Autor Thorsten Dietrich & John Schmitz
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Nachdem ich am Tag einige Kollegen in den April geschickt hatte, konnte ich abends beruhigt drei tolle Bands schauen, die in Andernach aufspielten.
Epica  Epica
Im Gegensatz zu anderen Veranstaltungs-Orten waren lediglich um die 200 geschtzte Gste da, die leicht verhalten der Erffnungsband EPICA aus den Niederlanden lauschten! Eine Schande fr diese Ecke, aber so war es schon auf vielen Konzerten und wer lieber den groen Bands 50-60 Euro in den Hintern stecken will, ist selber schuld!
EPICAs Blickfang ist sicherlich Sngerin Simone Simons, die nicht nur gut aussieht, sondern auch eine wirklich gute Stimme hat, was sie zum zweiten Mal in Andernach beweisen konnte. Klar kamen die Chre und Orchesterparts vom Keyboarder, aber sonst ist der komplexe Sound nicht machbar, zumindest nicht als Supportband in einem Club! Epica Das Gegrunze und Gekeife des Gitarristen Mark Jansen kam seltsamerweise besser rber als auf Platte und bildete einen guten Kontrast zu den opernartigen Gesngen von Simone. Mir hat der Auftritt auf jeden Fall gut gefallen, obwohl es natrlich fr die Band besser gewesen wre, wenn sie zur V.. des neuen Album (21.04.05) auf Tour gewesen wren. Wer jetzt denkt EPICA wren eine blasse Nightwish-Kopie der hat Unrecht, da Bandkopf Jansen schon bei After Forever diesen Sound (in etwa) zockte. Fr mich eine der hoffnungsvollsten neuesten Bands dieser Metalrichtung, wo es doch so viel Durchschnitt gibt. (Thorsten Dietrich)

Setlist EPICA:
  1. Adyta
  2. Sensorium
  3. Illusive Consensus
  4. Follow In The Sky
  5. The Last Crusade
  6. Cry For The Moon
  7. Quietus
  8. Facade Of Reality
Dann kam KOTIPELTO, das Soloprojekt des ex und wieder Stratovarius-Sngers Timo Kotipelto, der mit einer hungrigen Band und Songs aus den Alben "Waiting For The Dawn" und dem "Coldness" das trge Publikum versuchte aus der Reserve zu locken.
Kotipelto Lauri Porra (Bass), Tuomas Winl (Guitar), Mikko Kaakkuriniemi (Drums), Robert Engstrand (Keyboards) waren das Lineup, was Timo Kotipelto mitbrachte und sie machten ihre Sache echt gut! Besonders Bassist Lauri poste und bangte wie ein Tier, der Mann ist was fr die Bhne, whrend Tuomas etwas Zeit brauchte um warm zu werden, genauso wie das Publikum, welches erst ab "Hunting High.." aus sich heraus ging. Timo Kotipelto sang wirklich gut und punktete bei mir auch durch seine sympathische, natrliche Ausstrahlung und seinen Kontakt zum Publikum. Etwas wilder auf der Bhne knnte er schon sein, aber Matte schtteln war noch nie sein Ding. So war er eher Animateur zum Mitklatschen.
Fazit: Ein guter Gig, aber ausbaufhig! (Thorsten Dietrich)
Kotipelto
Setlist KOTIPELTO:
  1. Seeds Of Sorrow
  2. Lord Of Eternity
  3. Coldness
  4. Evening Fall
  5. Waiting For The Dawn
  6. Can You Hear The Sound?
  7. Take Me Away
  8. Hunting High And Low
  9. Reasons
  10. Black Diamond
Kamelot Anscheinend hatte das Publikum grtenteils auf KAMELOT gewartet, denn bei der internationalen Truppe, die den deutschen Oliver Palotai (Doro) als Tourkeyboarder verpflichtet hatten, kamen die Leute mehr in Schwung als bei den beiden Support-Bands. Nach einem typischen KAMELOT-Intro legten die Jungs mit "Center Of The Universe", dem Opener des "Epica"-Albums los. Leider wurde der Sound im JuZ auch jetzt nicht viel besser, dafr war er einfach viel zu basslastig und mulmig (zumindest da, wo ich stand). Das tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch, denn KAMELOT zeigten sich sehr spielfreudig. Youngblood und Co. boten eine wirklich professionelle Performance und bauten die zahlreichen Samples geschickt ein. Kamelot Snger Khan wurde im Laufe des Sets sicherer und traute sich mehr und mehr zu. Zu Beginn des Sets lie er die hohen Tne aus oder bewegte das Mikro bei schweren Stellen vom Mund weg, sodass man kaum noch etwas hren konnte. Unverstndlicherweise, denn der Norweger hat wahrlich eine unverwechselbare Stimme mit Gefhl ohne Ende. Bei zwei Songs wurde Khan von einer Gastsngerin untersttzt, die passend zum Song verkleidet die Bhne betrat (bei "Nights Of Arabia" z.B. erschien sie als orientalische Haremsdame). Kamelot Bei "The Haunting" wurden KAMELOT von der EPICA-Sngerin Simone Simons untersttzt und der EPICA-Gitarrist/Grunzer Mark Jansen bernahm den Schrei-Part bei der ersten Zugabe "The March Of Mephisto". Nach zwei weiteren Zugaben war dann Schicht im Schacht und man konnte zufrieden das Feld rumen.
Fazit: KAMELOT legten einen guten Gig hin, der leider durch einen undifferenzierten Sound litt. Wenn man eine dermaen dichte Soundflle auffhrt, mit Orchestration, Samples und dichter Rhythmik, muss man einen transparenten Sound parat haben. Auerdem finde ich es Schade, dass sich KAMELOT ausschlielich auf ihre letzten vier Alben verlieen und ihre ersten Releases ausklammerten. (John Schmitz)
Kamelot
Setlist KAMELOT:
  1. Center Of The Universe
  2. The Shadow Of Uther
  3. The Edge Of Paradise
  4. Soul Society
  5. Nights Of Arabia
  6. Wander, The Haunting
  7. Forever
  8. Selenzioso (kurz)
  9. The Black Halo
  10. Don't You Cry
  11. When The Lights Are Down
  12. The March Of Mephisto
  13. Karma
  14. Epilogue (Bonustrack der japanischen "The Black Halo"-Ausgabe)
  15. Farewell

Fotos: Roland Wohde

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