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01. August 2014 - Uhr
 
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688 Reviews in der Datenbank
Billing SPOCK'S BEARD, KINO
Ort Aschaffenburg, Colos-Saal
Datum 18.03.05
Autor Marek Schoppa
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Der heutige Konzertabend versprach schon im Vorfeld recht interessant zu werden, da nicht nur SPOCK'S BEARD mit "Octane" krzlich ein mehr als berzeugendes Album verffentlicht haben, sondern auch Labelkollegen KINO prsentierten auf ihrem Debt "Picture" den ein oder anderen starken Song, weshalb die musikalische Darbietung zumindest qualitativ berzeugen sollte.

Als wir in den gemtlichen Rumlichkeiten des Colos-Saals eintrafen war der Besucherandrang schon in vollem Gange. Mit einem derartigen Menschenauflauf im Laufe des Abends htte ich wirklich nicht gerechnet. Ein Durchkommen war spter kaum noch mglich, zum Beispiel um ein paar bessere Bilder zu schieen, und die Klimaanlage lief eher sporadisch als auf Hochtouren. Glcklicherweise waren die Getrnkepreise nicht so hoch wie die Temperaturen, so dass man sich wenigsten mit einem Bierchen abkhlen konnte (0,4 l fr 2,30 ).

Dann ging es aber auch schon los. KINO betraten die Bhne und begangen mit ihrem Programm. Stcke wie "Telling me to tell you", "People" oder "Swimming in Women" kamen beim Publikum gut an, was nicht zuletzt an den vertrumten Melodien und dem kompakten Sound lag. Optisch wirkte die Band zwar ein bisschen uneins und jeder spielte eher fr sich, als gemeinsam zu berzeugen.
Trotzdem war die musikalische Komponente einwandfrei und schien die Menge anzusprechen, denn man erntete mehr als nur Hflichkeitsapplaus. Als Opener waren KINO genau das richtige und stimmten die Zuhrer auf den Hauptact ein. Gut, aber nicht hervorragend und wie ich finde auf Platte besser als live. brigens war Originaldrummer Chris Maitland wegen anderen Konzertverpflichtungen nicht dabei, wurde jedoch durch IT BITES Drummer Bob Dalton gebhrend vertreten.
Gegen zwanzig vor zehn waren SB an der Reihe und erffneten den Gig mit einem Block neuer "Octane" - Songs, was sich schnell als unvorteilhaft rausstellte, denn es dauerte einige Nummern bis Band und Publikum auf Betriebstemperatur waren. Somit waren die Gnsehauptgaranten "She is Everything" und "Of the Beauty of It All" viel zu weit vorne im Set platziert, als dass sie ihre volle Wirkung htten entfalten knnen. Das rockende "Surfing Down the Avalanche" kam da schon besser, doch als Nick D' Virgilio "Harm's Way" vom "Kindness of Strangers" Album ansagte nderte sich die Situation fr beide Parteien schlagartig.
Die Band blhte auf und die Fans kamen richtig in Fahrt, was mit dem folgenden Instrumentalstck "NWC" nur noch gesteigert wurde. Denn das eingebaute Drum-Duell zwischen Nick und Livedrummer Jimmy Keegan sorgte weniger deshalb fr Begeisterung, weil beide versuchten ihr Knnen unter Beweis zu stellen, als vielmehr das Publikum zu unterhalten. Beide sorgten mit ihrem halbwegs improvisierten Frage-Antwort Drumming
fr den ein oder anderen Lacher und glckliche Gesichter im Publikum.
Es war wirklich eine Freude den beide zuzusehen. An dieser Stelle muss noch unbedingt der Sonderstatus von Jimmy herausgestellt werden. Dieser unscheinbare, schmchtige Mann mittleren Alters trommelte mit einer derartigen Inbrunst und Leidenschaft, dass es kaum in Worte zu fassen ist. Jeder Schlag strotzte nur so vor Intensitt und Lebendigkeit; einen dynamischeren Drummer habe ich wirklich selten gesehen. Klasse!
Aber auch der Rest der Band war mittlerweile auf der Hhe. Nicks Gesang war makellos und seine Performance, meiner Meinung mach, nicht schlechter als Neals (alter SB Frontmann). Al (Gitarrist) hingegen wirkte ein wenig merkwrdig und geistesabwesend mit seinem bunten, fluoreszierendem Hemd und der tiefschwarzen Sonnenbrille. Doch auch er konnte sich am stetig steigenden Jubel der Fans erfreuen und taute mit der Zeit auf. Es folgten noch einige absolute Kracher, wie das poppige "At the End of the Day", eine der besten SB Balladen "Ghosts of Autumn" und das abgefahrene, mehrstimmige "Gibberish" vom "Day for Night" Album. Zwischendurch schien auch noch Zeit zu sein fr ein Keyboardsolo von Ryo, was man sich htte sparen knne, wie ich finde.
Statt dessen htte ich lieber noch DEN SB Song berhaupt, "Day for Night", hren wollen, aber man kann nicht alles haben. Als Krnenden Abschluss holte man sich bei "As Long As We Ride" noch zwei Leute aus dem Publikum auf die Bhne, die "zufllig" ihre Cowbells dabei hatten, um den Song gemeinsam zu performen. Nett.
Als Zugabe wurde "The Light" verwurstet, welches extrem gut beim Publikum ankam und Lust auf mehr machte. Doch leider war es das fr den Abend. Htte gerne noch den ein oder anderen Klassiker gehrt. Trotzdem war es ein wirklich gelungener Gig. ber die Anlaufschwierigkeiten kann man in diesem Falle auch hinweg sehen und ich freue mich jetzt schon die Band hoffentlich bald wieder sehen zu knnen.
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