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22. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing CRADLE OF FILTH, MOONSPELL
Ort Kln, E-Werk
Datum 26.02.2005
Autor Philipp Nrtersheuser
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Neue CD, neue Tour, so lautet scheinbar das Motto der englischen Ausnahme-Metaller um Frontmann Dani Filth. Dieses Mal mit Moonspell als Vorgruppe und nicht wie auf der "Damnation"-Tour mit Sepultura, allerdings wieder im E-Werk. Aufgrund meines Interview-Termins mit Cradle Drummer Adrian war ich auch ein wenig frher vor Ort, und konnte schon zwei Stunden vor Einlass Fans erleben, die teils am Ausflippen und teils sturzbetrunken waren. Der nette Sanitter, der schon mit dem Defibrilator aus dem Rettungswagen strzte, musste diesen glcklicherweise nicht gebrauchen, da es sich "nur" um eine vollbekotzte Alkoholleiche handelte, die nicht mehr in der Lage war sich selbst die Hose zu zuknpfen. Gegen 18:30 wurden die Tren geffnet und die angereiste Menge strmte herein. Ich glaube ich habe selten auf einem Gig ein so junges Publikum, so viele gut aussehende Frauen und so viele schlecht geschminkte Pandabrchen gesehen, wie an diesem Tag.
Moonspell Moonspell begannen circa um 19:30 und lieferten eine Bombenshow ab. Obwohl ich nur das Album "Wolfheart" kenne, kannte ich ber die Hlfte der Lieder, und dank toller Performance und super Sound durfte das volle E-Werk Moonspell in Hchstform erleben. Snger Fernando Ribeiro verlor nicht den Kontakt zum Publikum, feuerte die Menge an und auch der Rest der Band gab ein hervorragendes Bild ab, so dass es mir und auch vielen anderen richtig viel Spa machte dem Quintett auf der Bhne zu zugucken. Bhnenshowtechnisch beschrnkte sich die Formation auf ein Banner und einen sehr coolen Keyboard-Aufbau, wobei mehr wirklich nicht ntig war. Songs wie "Mephisto", "Alma Mater" und "Vampiria" versetzten alle in gute Stimmung und ich denke, dass die Band auch ihren Spa hatte, zumindest kam es mir so vor. Leider war die Spielzeit mit einer halben Stunde etwas kurz; ich htte gerne noch mehr gehrt, aber aufgrund zeitlicher Probleme und nur sehr leisen Zugaben-Rufen verlie die Band um 20 Uhr die Bhne wieder. Es folgte der standardmige Umbau mit einem Mnch der mich ein wenig an den Film "Der Wixxer" erinnerte, dieser hier hatte aber keine Peitsche. Sehr gut gefiel mir der spartanischere Bhnenaufbau, verglichen zur letzten Tour. Wo vor zwei Jahren noch Leinwnde prangten war diesmal nur das "Nymphetamine"-Cover hinter durchsichtigem Leinen und Torbgen aufgespannt. Einfach, aber gut!
Fans
20 Minuten spter ging es dann richtig los mit dem Intro von der neuesten Platte sowie "Gilded Cunt". Die Menge war von Anfang an voll mit dabei und ich erlebte zum ersten Mal den Teenie-Status von Dani Filth. Die stndigen "Dani" Rufe der ersten Reihen (ca.13-15 jhrige Gothenkiddies) waren ziemlich lcherlich, wurden allerdings von einem weiblichen Fan getoppt, die sich whrend des Gigs die Hand mit einer Rasierklinge aufschnitt, um auf sich Aufmerksam zu machen. Ansonsten lief der Gig ohne grere Probleme von sich. Der Sound war berall in der Halle sehr gut, und das Zusammenspiel der Band perfekt. Auch die Bhnenshow war abwechslungsreich gestaltet. Anfangs zwei Gargoyle-hnliche Gestalten, die ber die Bhne schlichen, spter eine attraktive, junge Dame, welche sich bei "Nymphetamine Fix" an einem Stoffseil empor hangelte und allerlei Verrenkungen machte. Den Hhepunkt gab es bei "The Promise of Ever" mit einer knapp drei Meter hohen Monsterpuppe. Cradle Of Filth Auch Mr. Filth war schwer aktiv auf der Bhne, lediglich das stndige "Make some Noise" zwischen den Liedern ging mir ein wenig auf die Nerven. Allerdings war der Rest der Band im Vergleich zu Moonspell etwas statisch. Die Gitarristen waren nur selten beim Bangen zu sehen und der Keyboarder drehte sich, wenn er nichts zu tun hatte, schlichtweg um. Hier wre meiner Meinung nach etwas mehr ntig, denn ansonsten war es ein sehr cooler Gig. Die Songauswahl bestand zum Groteil aus Titeln der lteren Scheiben, fters von den orchestralen Intros und berleitungen unterbrochen. Fans Gefehlt hat mir eigentlich nur "Cthulu Dawn". Die Halle war gut voll, will jetzt mal nicht schtzen wie viele Menschen drinnen waren, aber es hat auf alle Flle gereicht. Nach 90 Minuten verlieen die Mannen und die Sngerin die Bhne, um kurz danach mit der Zugabe "From The Cradle To Enslave" den Gig zu beenden.

Mein Fazit: Ich bin zwar noch nie um kurz vor 10 vom Konzert nach Hause gefahren, aber es hat sich gelohnt. Tolle Musik, tolle Stimmung, somit ein rundum gelungenes Event.
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