Navigation
                
16. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing GUANO APES, BLIND
Ort Trier, Messepark
Datum 19.02.2005
Autor Rafael Hofmann
>> Als E-Mail versenden
Die Abschlusstour der GUANO APES, das sollte sie also sein und es ist garantiert und auch ohne Zweifel die letzte Chance diese fabulse Band nochmal live und in Farbe zu sehen. Ganz klarer Fall: Da muss ich nochmal dabei sein!
In der kalten Jahreszeit scheuten wir keine Kosten und Mhen, uns mglichst moderat durch die tckische Schneeeifel (was heute wrtlich zu nehmen war) zu bewegen und die Perle an der Mosel zu besuchen.
Blind Blind
Die Halle, die wir vorfanden, hatte den Charme eines Gterbahnhofes, war also nicht wirklich schn gehalten, was aber bei einer Messehalle auch nicht unbedingt zu erwarten ist. Die Bhne war ziemlich niedrig gehalten, was die Distanz zwischen Publikum und Band etwas reduzierte und trotz der riesengroen, halb abgehangenen "widrigen Halle" eine gemtliche Atmosphre schaffte.
Blind Den Opener des Konzerts machten BLIND aus Andernach. Die vier Jungs der Newcomerband hatten zuletzt ihren Erfolg mit der Aufnahme in's Tour-Repertoire der Konzertagentur EXTRATOURS. Hier sollten die Kerle nun also den Erfolg ihrer bisherigen Arbeit einfahren und haben einen perfekten Auftritt mit der dazugehrigen Bhnenperformance hingelegt. Einige Stimmen im BLIND-Gstebuch besagen sogar, dass die Vorband auf diesem Konzert besser war als der Main-Act; ganz unrecht haben die Lieben dabei nicht, wobei man das so isoliert auch nicht stehen lassen kann... aber nun weiter im Text. Nach einer halben Stunde voller Energie der Andernacher mit deren Show-Front-Mann Steve, der sich durch die ungewohnt freudige Reaktion des Publikums sichtlich angeregt zeigte, war der Bhnenzauber zu ende und die Umbauphase fr die "Gttinger Affen" ging los.
Guano Apes Die GUANO APES hatten ja diese Tour unter der Prmisse einer Abschlusstournee angesagt, was mich auf eine extraklasse Show mit vielen alten und besonderen Songs hoffen lie. Jedoch sollte meine Hoffnung mit nichts dergleichen beim Auftritt des Headliners besttigt werden. Wie schon beim letzten Konzert in Offenbach 2003 erffnete der Song "Quietly" das vorletztes Konzert dieser Tour. Nachdem ich neun Tage zuvor die etwas gelangweilten und wenig motivierten GUANO APES in Kln gesehen hatte, war ich erstaunt, dass heute in Trier die Moderation von Sngerin Sandra Nasic etwas lebhafter und "spontaner" ablief. Die Setliste stellte ein Feuerwerk quer durch die Bandgeschichte der Guano Apes dar. Alte Klassiker, wie die erste Single der Apes "Open your eyes" und "Big in Japan" wurden genau so wie das besinnliche "Pretty in scarlett" oder der aktuelle Song "Break the line" dargeboten. Auch die lustigen Songs wie "Ddel up" und "Kumba Jo" - leider ohne die mnnliche Stimmuntersttzung von Michael M. - kamen beim Publikum gut an.
Guano Apes Guano Apes
Von meiner Seite aus kann ich nicht behaupten, dass dieses Konzert DIE Abschlusstour war, die ich von ihm erwartet hatte. War ich doch zu sehr noch in der grandiosen Erwartungshaltung von 2003 in Offenbach jh enttuscht worden. Die Band wirkte, wie schon in Kln, wenig motiviert und es machte den Anschein, dass es wirklich an der Zeit war, dass die GUANO APES getrennte Wege gehen. Das deutlichste Beispiel einer zerrtteten Band kam wohl mit dem Abschluss nach der dritten Zugabe: Die drei Instrumentalisten lieen sich vom Publikum feiern und bedankten sich wild klatschend bei der tobenden Meute, whrend die eigentliche Frontfrau schnell die Anonymitt des Backstage suchte und sich danach auch nicht nochmal blicken lie. Schade, eine Abschlusstour htte ruhig etwas mehr Power und Hingabe enthalten knnen, um dem treuen, zahlenden GUANO APES-Fan noch ewig in Erinnerung zu bleiben.
Guano Apes Guano Apes
Die eindeutigen Gewinner des 19.Februar waren auf alle Flle BLIND, die sich nach dem Abgang der Gastgeber vor Unterschriftwnschen kaum noch retten konnten. Die neu erspielten Fans setzten alles dran den Merch-Stand der Band leer zu kaufen und suchten in der trauten Atmosphre der Neonbeleuchtung das Gesprch mit den vier attraktiven jungen Herren der Alternative-Band vom Rhein.
Bleibt mir nur zu sagen: Weiter so, Jungs, rock on!
<< vorheriges Review
ZERO MENTALITY, RISE AND FALL, THE SETUP, THE PLATOON - Essen, Julius-Leber-Haus
nchstes Review >>
CRADLE OF FILTH, MOONSPELL - Kln, E-Werk


Zufällige Reviews