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628 Reviews in der Datenbank
Billing: 69 EYES & THE VISION BLEAK
Ort: Frankfurt, Batschkapp
Datum: 13.02.2005
Autor: Markus Möwis
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Der Einzige Grund für mich sonntags abends nach einem sehr schlaflosen Wochenende nach Frankfurt ins Getümmel zu stürzen waren nicht etwa The 69 Eyes oder gar die grosse weibliche Anhängerschaft.. Nein! Mein Anliegen galt ganz allein den Gothic Metallern mit der fetten Gitarrenwand samt Atmosphäre: The Vision Bleak.

Einlass war um 20 Uhr und - wie sollte es auch anders sein – als ich endlich nach einer beinahe ewig währenden Parkplatzsuche um 20:15 Uhr dort ankam, war der Vorplatz der Batschkapp immer noch proppevoll. Überall standen Gothic-mässig anmutende Mädels mit ihren Freunden oder aber auch im Doppelpack - durchmischt mit einigen hartgesottenen Metallern ; u.a. waren ein paar Dimmu Borgir Shirt- und Kutten-Träger der Heavy-Metal-Zunft vertreten - in der Gegend herum und warteten sehnsüchtigst darauf endlich die Halle betreten zu können. Die Batschkapp war an diesem Abend ausverkauft, und dementsprechend wollte sich jeder natürlich einen möglichst guten Platz sichern, was aufgrund des geringen Platzes für jeden Einzelnen in der Batschkapp doch schon ein schwieriges Unterfangen war.

Dann kurz nach 21 Uhr kamen mit etwas Verspätung die Leute auf die Bühne deretwegen ich in Frankfurt war: The Vision Bleak! Und sie begannen zu rocken. Es war wirklich eine sehr geniale ca. 40-minütige Show, während der die Lieder von ihrem Debut-Album "The Deathship Has A New Captain" in veränderter Reihenfolge dargebracht wurden. Schade dass nicht mehr Zeit zur Verfügung stand, es hätte mich und auch einige andere gefreut. Wobei man sagen muss, dass der Sound am Anfang zu viele Höhen hatte und nicht ganz gut ausgewogen war. Allerdings besserte sich Selbiger innerhalb von 2 Liedern und ab dann konnte man lediglich bemängeln, dass zwischendurch kurzzeitig das Mikro von Frontmann Allen B. Konstanz nicht richtig zu funktionieren schien. Leider gab es keine Zugabe, aber die Musik schien auch nicht direkt das ganze Publikum angesprochen zu haben.

Nach einer ca. 30-minütigen Umbaupause betraten The 69 Eyes die Bretter die die Welt bedeuten. Dann wurde wiederum gerockt, allerdings eher mit einem recht eintönigen Programm, was dennoch musikalisch gut dargebracht wurde. Der Sänger hatte beispielsweise anscheinend keinerlei Probleme damit die ca 90-minütige Show durchzusingen. Der Sound war insgesamt sehr fett und gut differenziert/ausgewogen. Dummerweise wurde es auf die Dauer aber wirklich zu eintönig und langweilig und jeder Song schien sich nahezu zu ähneln. Selbst der Schlagzeugrhythmus war weitestgehend derselbe - inklusive dem Gehabe des Drummers, der genug Zeit hatte seinen linken Arm zwischendurch immer wieder mal auszustrecken und dann wieder zur Snare Drum zu führen. Von der Show her fand ich’s nicht wirklich mitreissend sondern eher einschläfernd, was vom grössten Rest des Publikums allerdings anders gesehen wurde: The 69 Eyes wurden trotz alledem regelrecht umjubelt.
Nach deren normalen Show war dann allerdings schon Ende, Zugaben gabs – trotz Forderung von Publikumsseite aus – keine. Kaum zu verwundern, dass der Backstage-Bereich regelrecht von "jungen Damen" (oder sollte ich besser "Dämchen" sagen) belagert wurde. Soweit ich das mitbekommen habe, ärgerten sich sogar gewisse Bandmitglieder der Headliner-Band darüber, dass sie von dieser Gattung Frau weitestgehend verfolgt werden. Naja.. man sollte sich eben vorher Gedanken darüber machen, in welchen Bands mit welchem Image man mitspielt.

Alles in allem trotz allen negativen Punkten dennoch ein schöner Abend. Allein für The Vision Bleak hat sich’s allemal gelohnt, weiter so! Ein Grund mehr sich aufs Summer Breeze zu freuen.
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