Navigation
                
20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing GRAVE DIGGER, ASTRAL DOORS, STORMHAMMER
Ort Andernach, JuZ
Datum 11.02.2005
Autor Thorsten Dietrich
>> Als E-Mail versenden
Ein Jahr nach der "Rheingold"-Tour standen die Grabschaufler mit neuem Album "The Last Supper" im Gepck wieder auf der Matte, um diesmal sogar ihre Tournee im schnen Andernach zu beginnen. Da war es natrlich toll, dass der Laden schon um 19.30 sehr gut gefllt war, als der Opener Stormhammer aus Mnchen anfing.

Das Quintett musste sich wegen der Aufbauten des Headliners schon arg auf die Bhne quetschen. Snger Tommy kam im langen Ledermantel und versuchte von vorneherein Stimmung im Publikum zu verbreiten, welches die Band mit wohlwollendem Applaus bedachte. Die Musik gewinnt zwar keinen Originalittspreis, aber Freunde klischeehaften True Metals hatten Spa an der ordentlichen Performance und den Songs von Stormhammer.
Nur schade, dass der Tommy immer diese hohen Schreie machte, das ist nicht jedermanns Ding. Die Songs des neuen Album "Lord Of Darkness" harmonierten jedenfalls prchtig mit lteren Kalibern. Stormhammer hatten auf jeden Fall die schnsten Motive an T-Shirts (meiner Meinung nach) und verkauften auch gnstig T-Shirt und CD in einem Package.
Astral Doors Total gespannt waren meine Kollegen und ich auf die Schweden von Astral Doors! Die Band hatte auch mit der vollgestellten Bhne zu kmpfen und musste auch noch einen Keyboarder unterbringen. Da quetschten sich dann sechs Mann auf die Bhne. Als sie zu spielen begannen, fragte ich mich wer denn das lange Elend auf der Bhne ist. Ein Roadie? Weies, offenes Hemd, nix drunter, mit Vokuhila und abrasierten Schlfen! Aargh! Der begann zu singen, es war der Snger!!! Oh mein Gott! Hat der eine Wette verloren? Einen schweren Autounfall mit Hirnoperation? Ich werde es wohl nie erfahren! Wer nheres wei, bitte melden!!!
Optisch gesehen war die Band weder eine Einheit noch Metal und so schloss ich manchmal die Augen und dann war es wie auf Rainbow 1977. Ja, Snger Nils Patrik Johansson, dieser riesige Lulatsch klang wie der groe, kleine Mann des Metals Ronnie James Dio. Whrend er sang, stand er leicht gebckt und machte ein Gesicht als htte er Schmerzen. Sehr, sehr seltsam! Ich wrde ja sagen, der Mann ist ein unehelicher Sohn Dios aber der Grenunterschied von einem halben Meter lsst diese Spekulation verblassen. Jetzt werden einige denken, der knnte doch mal was ber die Show sagen, aber da war ja nix! Snger Nils versuchte sich ganz ordentlich im Kontakt mit dem Publikum, die Songs der beiden Alben "Of The Son and The Father" und des neuen Streiches "Evil Is Forever" waren toll, aber sonst war es etwas de. Trotzdem geile Band, die auf CD halt besser kommt! Dass die Band total nach Rainbow klang ist brigens auch legitim, da der olle Blackmore seit Jahren nur auf Burgen trllert und nicht mehr rockt.
Grave Digger Grave Digger
Nun endlich sollten die Headliner - Grave Digger - nach einer Umbaupause auf die Bhne kommen. Deutschlands kratzigste Rhre im Heavy Metal nach Uns Udo D., Chris Boltendahl, und seine Mannen wurden direkt umjubelt und vor der Bhne war Andrang. Klar weswegen alle da waren!
Die Bhne war mit weien Tchern stilvoll augestattet und man hatte Strahler auf Sulen montiert, so dass eine ordentliche Lichtshow vorhanden war. Keyboarder und Reaper H.P. Katzenburg agierte wie immer hinter Stefan Arnolds Drumkit, was ich als ausgesprochen gute Lsung ansehe. Grave Digger Nach dem Intro "Passion" stiegen Grave Digger direkt mit dem Hammersong und Titeltrack des neuen Albums "The Last Supper" in die Show ein und boten eine Setlist, die sich klar auf die letzten Alben in dieser Besetzung konzentrierte, aber auch mal selten gespielte "mittelalte" Songs wie "The Curse Of Jaques" oder das nicht so oft gespielte "The House" beinhaltete. Natrlich kamen viele Songs des neuen zu promotenden Albums zum Zuge, wodurch wieder Gtteralben wie "The Reaper" und "Heart Of Darkness" vernachlssigt wurden. Dafr gab es immer zwei ganz alte Songs anstatt nur einen, nmlich "Headbanging Man" und "HM Breakdown". Die Jungs boten eine gute Show mit einem kommunikativ gut aufgelegtem Chris Boltendahl, dem das Publikum aus der Hand fra. Da auch der Sound gut war, lediglich die Gitarren knnten etwas lauter gewesen sein, war es ein toller Gig, der den Ansturm der Meute auf das Merchandise nur gerechtfertigte, vor allem bei den fairen Preisen!

Fazit: Vielleicht sollten Grave Digger auch mal eine Tour wie Saxon machen, wo nur alte Kamellen gespielt werden! Genug Alben hat man ja! Davon dann ne Liveplatte, gute Idee was? Grave Digger
  1. Passion
  2. The Last Supper
  3. Desert Rose
  4. The Grave Dancer
  5. Rheingold
  6. The House
  7. Headbanging Man
  8. Divided Cross
  9. Valhalla
  10. The Curse Of Jaques
  11. Black Widows
  12. Knights Of The Cross
  13. Grave In The No Man's Land
  14. Lionheart
  15. The Dark Of The Sun
  16. Twilight Of The Gods
  17. The Grave Digger
  18. Rebellion
  19. Excalibur
  20. Heavy Metal Breakdown
Fotos: Johannes Giesen
<< vorheriges Review
UNLEASHED, IN BATTLE & YATTERING - Andernach, JuZ
nchstes Review >>
69 EYES & THE VISION BLEAK - Frankfurt, Batschkapp


Zufällige Reviews