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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing THEATRE OF TRAGEDY, PAIN, SIRENIA
Ort Andernach, JuZ
Datum 28.12.2004
Autor Thorsten Dietrich
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Lange hat man nichts musikalisches von Theatre Of Tragedy gehrt, auer der Tatsache, dass sie ihre Sngerin Liv Kristine gefeuert haben und dafr die Norwegerin Nell (ex The Crest) eingestellt haben. Jetzt sind sie nach lngerer Zeit erstmals in dieser Besetzung auf Tour und hatten beim Juz-Gig die Headlinerposition, da die eigentlichen Headliner der Tour, Tiamat, auf einem Festival spielten.
Als wir gegen 20:15 in das mit circa 250 Leuten fr dieses Schneewetter mehr als ordentlich gefllte Juz kamen, spielten Sirenia schon eine Weile. Mist! Normalerweise fangen die Bands doch erst nach 20.00 Uhr an?!
Sirenia Sirenia
Sirenia sind die neue Band des Ex Tristania-Sngers Morten Veland, der eigentlich den Sound seiner alten Band fortfhrt. Mit der nett anzusehenden Sngerin Henriette Bordvik als tanzender Blickfang, Drummer Jonathan Perez und einem Tourgitarristen spielte man den Set. Nach paar Minuten fand ich schon direkt was zu meckern. Man hatte keinen Bassisten oder Keyboarder, weshalb alles vom Band kam, ebenso die fetten Chre, weshalb Sngerin Henriette zeitweise (zu) viel herumtanzte und sich in Posen schwang, whrend Morten den derben Gesang und das Gitarrenspiel bernahm. Klar ist das alles eine Frage des Geldes, aber es heit doch Livekonzert und nicht Konserve, so dass die Chose etwas zu einer Playbackshow verkam. Doch dies sollte nicht das letzte mal fr diesen Abend so gewesen sein...

Sirenia Tracklist SIRENIA:
  • Lithium and a lover
  • Voices within
  • Sister Nightfall
  • Meridian
  • Star-crossed
Jetzt sollten Pain kommen, deren neues Album auch erst Mrz 2005 erscheint und die in komplett neuer Besetzung unterwegs waren. Bandboss Peter Tgtgren (Hypocrisy) spielte wieder Gitarre und sah in weiem Hemd und mit Schlips recht ungewohnt aus. Drummer Horgh (ex Immortal, jetzt Hypocrisy) hatte er durch einen mir unbekannten Mann ersetzt, ebenso hatte er eine neue Bassistin und Gitarristin. Nix gegen Frauen, aber die Gitarristin mit der Arschmatte schlurfte ber die Bhne wie auf Valium und wirkte irgendwie wie die bse Schwester von der "kleinen Hexe", wobei es so aussah, als ob sie nur eine Alibigitarre spielte, whrend die Bassistin und Tgtgren die Arbeit erledigten. Doch auf nach mehreren Bier meinte ich immer noch, dass eine Menge Sounds aus der Konserve stammten. Ich konnte mir die Band also leider nicht schn saufen.
Pain Pain
Immerhin spielten sie was neues, wie die gerade erschienene Single "Same Old Song", whrend ich aber eher auf Kracher wie "Supersonic Bitch" und "End Of The Line" abfuhr, die aber direkt und hintereinander als erstes gespielt wurden. Wre die Show und der Sound praller gewesen, htte ich mehr Spa gehabt, doch Pain sind fr meinen Geschmack auf CD eine besseren Combo.

Pain Tracklist PAIN:
  • Supersonic Bitch
  • End Of The Line
  • Greed
  • Breathing In...
  • Tear It Up
  • Eleanor Rigby
  • Some Old Song
  • Suicide Machine
  • Shut Your Mouth
Theatre Of Tragedy hatten frher den Ruf eine drge Liveband zu sein, die auf der Bhne herumstand. So erwartete ich nichts und wurde angenehm berrascht! Zwar nicht vom Sound, aber von der neuen, zierlichen Frontfrau Nell, die menschlich und stimmlich gut rberkam, was man auch von Gesangspartner Raymond I. Rohonyi sagen kann, der immer noch kein Meistersnger ist, aber nicht mehr der steife Frontmann mit Sonnenbrille frherer Tage. Die beiden hatten Spa und eine gute Chemie, whrend die beiden Gitarristen etwas angewurzelt standen und ein Bassist weit und breit nicht zu sehen war. Immerhin hatte man einen Keyboarder und Drummer.
Theatre Of Tragedy Theatre Of Tragedy
Showtechnisch gab es nichts, noch nicht mal ein Backdrop oder ein paar Kerzen, was die Bhne etwas karg aussehen lie, trotzdem konnte das "Greatest Hits"-Programm berzeugen, obgleich Theatre Of Tragedy den Frevel begingen, ihren grten Hit "Tanz der Schatten" nicht zu spielen! Skandal! Aber trotzdem war es eine ordentliche Vorstellung, bei der vielleicht ein, zwei Songs mehr nicht geschadet htten. Jetzt bin ich erst mal auf ein neues Album der Norweger gespannt, was hoffentlich nicht so elektronisch wie die letzten Verffentlichungen ist.

Theatre Of Tragedy Tracklist THEATRE OF TRAGEDY:
  • Machine
  • Lorelei
  • And When He Falleth
  • A Rose For The Dead
  • Fragment
  • Fade (Enigmatic)
  • Cassandra
  • Image
  • Starlit
  • Black As The Devil Painteth
  • Storm
  • The Masquerade An Phoenix
  • Toom
  • A Hamlet For A Slothful Vassal
Fotos: Roland Wohde
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