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18. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing EMBEDDED IN CHAOS MIT JACK SLATER, DECAYIN, LUNAFIELD, CENTAURUS-A
Ort SJZ Siegburg
Datum 19.11.04
Autor Philipp Nrtersheuser
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Mit vier Bands fr gerade mal 5 war das "Embedded in Chaos" fr Death Metal Fans eine wirklich interessante Alternative. Leider gab es vor dem Konzert einige Querelen mit dem Ordnungsamt bezglich der Spielzeit, so dass das Konzert auf 19 Uhr statt wie auf dem Flyer 20 Uhr vorverlegt werden sollte. Das hatten allerdings nicht soviele Leute mit bekommen, deshalb ging es dann doch erst um kurz vor Acht los.
Dafr aber richtig geil mit der Bonner Truppe Centaurus-A. Wer die Band schon mal gesehen hat wird mir beipflichten, dass sie absolut genial sind! Technischer, melodischer Death Metal, super gespielt und mit klasse Vocals unterlegt. Dankenswerterweise wurden nahezu alle Songs des Promo Albums "Narcotic" gespielt, so dass sich meine Wenigkeit in vorderster Front einfand, um die 4 Jungs ein wenig zu untersttzen. Die Publikumsreaktion war etwas verhalten, schade eigentlich, aber als Opener hat man es immer ein wenig schwer, und die leichteste Kost bieten Centaurus-A auch nicht gerade an. Lob gibt es von mir fr die super Performance und das wirklich gute Zusammenspiel, der einzige Kritikpunkt war, das Frontmann Johannes etwas an seinen Ansagen zwischen den Songs arbeiten sollte, aber das ist auch wirklich das einzig Negative. Der Sound war auch okay, da man in einer solchen Lokation nicht zu hohe Ansprche stellen sollte. Man hat alles gehrt und darauf kommt es ja schlielich an.
Zweite Band des Abends waren die Stuttgarter Lunafield. Sie boten eine nette Mischung aus Black Death Metal, hatten auch ihre Fangemeinde, die fleiig am bangen war, mich konnten sie allerdings nicht ganz berzeugen. Die Musik war okay, Old School Death Black, teils melodisch, teils schn aggressiv und schnell, aber manchmal auch etwas zu trge. Die Vocals haben mir auch gefallen aber was der Snger auf der Bhne fr Posen und Gestalten machte fand ich nur peinlich. Irgendwie konnte ich diesen nicht ernst nehmen, ebenso wie einige andere deren Fragende Blicke genug Aussage darstellten. Nach einer knappen halben Stunde wurde die Bhne wieder freigegeben fr die nchste Formation.
Das war in diesem Falle die Neo-Thrash Combo Decayin aus Andernach. Fette Gitarre, straighte Riffs und aggressive Vocals bildeten hier den Hauptanteil. Manchmal htte es ein bisschen melodischer sein knnen. Besonders cool war das Drumming, auch wenn mir das Kit beim Anblick wirklich leid tat, dann hier wurde geprgelt was das Zeug hielt. Vor der Bhne war richtig was los und auch die Band auf der Bhne gab eine schn aktive Performance ab. Ich hatte schon Spa den Jungs zuzugucken, wenn es sich auch nicht gerade um meine Lieblingsmusik handelt. Aber es hat alles gut zusammengepasst und das ist ja nun mal die Hauptsache. Nicht so gut gefallen hat mir der Abschlusong "Boiling Point", der mir auf Dauer zu eintnig war. Wenn etwas mehr Zeit gewesen wre htten die Jungs ruhig noch eine Zugabe spielen knnen, aber die war ja leider etwas knapp an diesem Abend.
Knapp 20 Minuten vor Zehn kam dann das Quintett Jack Slater auf die Bhne und prgelten den knapp 100 Zuschauern ihren Brtal Death Metal um die Ohren. Einfach nur geil! Enorm gutes Zusammenspiel, tadelloses Drumming, super Bhnenshow und ein sympathischer Frontmann ("Ach, seid ihr alle hsslich"), hier merkte man schon, das "Profis" auf der Bhne waren. Unter ein wenig Zeitdruck gab es Songs von der aktuellen Scheibe "Metzgore" aber auch die vergangenen Releases wurden nicht vernachlssigt. Das Publikum war begeistert und die Stimmung wirklich gut, besonders beim Cover Song "Stripped, raped and strangeled" von Cannibal Corpse mit der netten Ansage von Horn: "Damals hieen wir noch Cannibal Corpse, ich nannte mich Chris Barnes, war schwul und trieb es mit kleinen Jungs!".
Pnktlich um Zehn kam auch die Polizei, blieb aber drauen, whrend Gitarrist Sobo auch ohne Mikrofon lautstark auf sich und die Herren in grn aufmerksam machte. Herein kamen diese aber nicht, dadurch durfte weiter Musik gemacht werden, was fr alle beteiligten besser war. Nach knapp einer Stunde kam leider der letzte Song eines super Auftritts und eines gelungenen Konzertabends.
Mein Fazit: Ein super Abend, ich hatte viel Spa und viel gute Musik, der Sound war entsprechend der Umstnde nicht berragend, aber okay, nur etwas leiser htte es schon sein knnen. Hoffe das sich bald wieder die Mglichkeit bietet eine der Bands live zu sehen, ich kann es nur jedem empfehlen, denn es lohnt sich wirklich!
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