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12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

/ - TERRORIZER Magazin - Ausgabe Oktober 2003
Titel TERRORIZER Magazin - Ausgabe Oktober 2003
Autor /
Verlag /
Website www.terrorizer.com
Seiten 112
Verfasser Thorsten Dietrich
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Neben der Mischung aus Bild Zeitung und Bravo des Metal, dem Kerrang, gibt es in Grobritannien noch eine mir bekannte Metal-Zeitung namens Terrorizer.
Auf dem Cover steht "Extreme Music, No Bondaries". Das bedeutet, es gibt Metal-, Hardcore- und Punk-Bands. Der (extremere) Metal und viele einheimische Acts haben aber deutlich Vorrang. So bekommt man optisch ansprechend gestaltete Seiten mit meiner Meinung nach zu groen Bandpics bei den groen Berichten und Journalisten, die einfach die Bands reden lassen und ziemlich farblos bleiben, oder in Nebenstzen gerne andere, speziell deutsche Metal Bands wie Blind Guardian oder Genreplatzhirsche wie Manowar (schlecht) verunglimpfen. Schnell wird dem Leser eines klar, man muss gut englisch knnen, aber auch dann ist es nicht immer einfach, da es nicht die Muttersprache ist. Viele Interviews sind leider stinklangweilig und die Fragen der Journalisten beziehen sich auf Songstrukturen und seltsames Szenegelaber, lediglich Helden wie Destruction, Maiden oder Six Feet Under sind recht unterhaltsam, da Leute wie Schmier und Chris Barnes halt was zu erzhlen haben. Arrogante Inselaffen wie Mithras und Schnarchinterviews von Bands wie Void, Thus Defiled, Funeral For A Friend und viele anderer zeigen mir, dass ich von 90% der Bands nie was gehrt habe und wirklich de wirken. Richtig cool ist aber das Historyinterview mit Hardcore-Gromaul Harley (Cro- Mags) Flannagan und die Titelstory von Morbid Angel (mit Abstrichen). Die dmlich aussehenden Punkbands, die ich noch nie gehrt habe, erinnern eher an Klner Karneval und passen gar nicht ins Heft, ebenso wie manch anderer "unkrachiger" Fehlgriff.
Bei den Reviews gibt es fast nur gute Noten und keinen Soundcheck. Die Auswahl an Scheiben ist recht dnn und merkwrdig, wenn man sie mit deutschen Blttern wie dem HOW oder Rock Hard vergleicht. Britische Helden wie Maiden ("Dance Of Death") werden natrlich tot gelobt. Noch dnner vom Umfang und Inhalt sind die News, da haben deutsche Magazine das dreifache und das in einer Herbstausgabe! Lcherlich! Totaler Bullshit ist der grere Bericht ber die Best Of Serie von Roadrunner, die doch nur ein billiger Cash-In ist. Da sieht man wie unabhngig das Magazin ist. Auerdem habe ich noch nie gesehen, dass es Noten fr billige Best Of Sampler gibt.
Zu oberflchlich ist dann auch der Bericht ber Horror/Splatterfilme, die ja bei vielen Bands ne Rolle spielen. Die zwei Spiele Seiten (Konsolen) braucht dann auch keiner. Richtig sauer wurde ich dann auch ber die minimalen Konzertreviews, wo besonders beim Wacken Open Air das Gefhl entsteht, die Jungs htten nur gesoffen anstatt Bands geschaut. Die viele schlecht gelayoutete Werbung gibt meiner Meinung den Rest. Diese 4,50 Euro htte ich besser in ein einheimisches Fanzine gesteckt.
Optik hui, Inhalt pfui! Aber immer noch besser als das Kerrang.
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