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13. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Marc Gore - The Terror Compilation
Titel The Terror Compilation
Autor Marc Gore
Verlag Twilight-Line Verlag
Website www.facebook.com/marc.gore
Seiten 180
Verfasser Peter Hollecker
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Sechs Kurzgeschichten des Splatter-Spezialisten Marc Gore enthlt diese Zusammenstellung mit dem vielsagenden Titel The Terror Compilation. Doch sie unterscheiden sich deutlich hinsichtlich Inhalt und Aufmachung zu seinem, ebenfalls hier besprochenen Buch Grindhouse Splatter, weshalb diese Rezi ebenfalls Sinn macht. Dieses Taschenbuch muss schon mal leider ohne begleitende Bilder auskommen, was allerdings nicht allzu schlimm ist, denn auch hier sind die durch die Beschreibungen entstehenden Bilder im Kopf heftig genug. Ein weiterer Unterschied ist der um ein vielfach hherer Sexanteil in einigen der Stories, allein bei der ersten, gleichzeitig lngsten Kurzgeschichte Monster Squad schrammen einige Beschreibungen nur ganz knapp an Pornografie vorbei. Aber es gibt auch einige Gemeinsamkeiten hinsichtlich der Eigenschaften, die ich bei diesem Autor sehr schtze. Da wren zum Beispiel wieder mal die deutlichen Huldigungen an Kultfilme, die Marc Gore mit Sicherheit beim Schreiben beeinflusst haben, als da wren unter anderen From Dusk `Til Dawn, Psycho, Die Fliege, Alien oder The Glass House, ein Thriller mal abseits des Horror-Genres bei seiner grandiosen Geschichte Creature In The Cellar. Diese und die eingangs erwhnte Monster Squad haben mir persnlich am besten gefallen, obwohl die anderen mich alles andere als gelangweilt haben. Marc Gore versteht es eben, durch seine einfache und direkte Art der Beschreibungen von Personen und deren Geschichten keine Zeit zu verlieren. Doch auch seine Liebe zur harten Musik lebt er erneut aus, was sich immer wieder in seinen Storys zu hrenden Songs als auch bei Shirts, die einige seine Protagonisten so tragen niederschlgt. Ace Of Spades von Motrhead, Black Sabbath, Ozzy, The Pusher von Steppenwolf, oder Fire In The Hole von Laaz Rockit sollen an dieser Stelle als Beispiele gengen. Und der Kerl wei sogar, dass American Woman nicht von Krokus, sondern von der kanadischen Band The Guess Who ist. Hut ab dafr! Was mir hier ebenso auffllt ist die Tatsache, dass smtliche seiner Geschichten in diesem Buch in den USA spielen und alle auch englische Titel tragen, Mr. Gore scheint also ein bekennender USA-Fan zu sein. Des weiteren scheint er auch richtig Ahnung von amerikanischen Autos zu haben, denn diese benennt er auffallend oft und genau mit den dazugehrigen Herstellungsdaten und Beschreibungen. Das kann und will ich jedoch aufgrund meiner fehlenden Sachkenntnis nicht berprfen, jedenfalls klingt das alles sehr realistisch. Ansonsten stehen bei diesen Geschichten weniger die Beschreibungen der Wunden im Vordergrund, sondern die schiere Gewaltdarstellung, was mir persnlich etwas besser gefllt. Auf Inhaltsangaben mchte ich allerdings verzichten, denn sie machen meinem Empfinden nach einen groen Teil der Spannung aus, die ich euch nicht nehmen mchte. Es gilt also das Gleiche wie bei Grindhouse Splatter, kurzweilige und spannender Stoff fr Leser, die keine allzu hohen Anforderungen hinsichtlich Sinnhaftigkeit stellen. Es wre mal interessant, beim Lesen gleichzeitig die o.a. Songs zu hren. Die auf CD gebrannt ergben dann den Soundtrack zum Buch, die der Autor seinem nchsten Werk beilegen knnte. Wenn das eine Geschftsidee ist, hab ich jetzt das Patent darauf..., falls Marc Gore diese Zeilen hier lesen sollte.
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