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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Tony Iommi mit TJ Lammers - Iron Man: Von Black Sabbath bis Heaven And Hell
Titel Iron Man: Von Black Sabbath bis Heaven And Hell
Autor Tony Iommi mit TJ Lammers
Verlag Hannibal Verlag
Website www.iommi.com
Seiten 384
Verfasser Thorsten Dietrich
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Der Erfinder des Metalriffes, Tony Iommi von Black Sabbath, hat seine Biografie geschrieben! Natrlich mit Hilfe wie andere Rockstars auch, schlielich war er wie er selbst sagt jahrelang auf Koks und hat da nicht immer so richtige Erinnerungen an alles. Ein gewisser TJ Lammers hat ihm aber geholfen. Unter dem Titel "Iron Man: Von Black Sabbath bis Heaven And Hell" in eine mit vielen privaten Fotos dekorierten gebundenen Ausgabe erzhlt uns der Mann aus Birmingham unterteilt in viele kurze Kapitel aus seinem Leben.

Der als Gentleman und ruhiger Geselle bekannte Musiker hat durchaus einiges zu erzhlen, ohne jedoch andere Personen bermig fertig zu machen, selbst Ozzy kommt meist gut weg, da er "halt so ist wie er ist". Aber Sharon, gewisse Ex-Manager und andere Leute bekommen schon einmal etwas Zorn in geschriebener Form von Herrn Iommi. Witziges und kurioses gibt es viel zu berichten, aber auch selbstkritisches bezglich seines Kokainkonsums oder als er aus Spa Drummer Bill Ward angezndet hat, was fast tdlich endete. Iommi schafft es viel zu erzhlen, ohne jedoch alles aus seinem Musiker- und Privatleben preis zu geben. Manchmal gibt es kleine Sprnge vor und zurck in der Zeitleiste bzw. Wiederholungen. Aber hey, es geht hier um Rock'n'Roll und da kann man froh sein, so umfassend informiert zu werden. Wenn ich da an das kurze Werk von Lemmy denke, ist dies hier eine wirklich umfangreiche Biografie. Der immer so ernst wirkende Iommi outet sich fr mich berraschend als Kindskopf auf Tour der mit seinen Kollegen immer viel Unsinn machte und ein paar Scheidungen hinter sich brachte. Die Waage zwischen ernsten und lustigen Anekdoten hlt sich erstaunlicherweise die Waage. Auch die ganzen Besetzungswechsel von Sabbath werden beleuchtet, wobei er sich hier immer etwas beeilt, zumal manche Besetzung ja nur kurz war und er gefeuerte Musiker schnell wieder einstellte (z.B. Tony Martin) wenn es mal nicht so gut lief (Ozzy oder Dio Reunion Zum Beispiel). Aber da muss man halt zwischen den Zeilen lesen! Unterhalten wird der interessierte Metalfan auf jeden Fall und bekommt auch einige interessante Informationen aus frheren Zeiten als das Musikbiz gro und reich war.
Das groe, schwere Buch hat natrlich seinen Preis und ich frage mich ob ein Taschenbuch nicht mehr Absatz gebracht htte, aber so ist es durch seine Gre und Robustheit gut zu lesen. Wer auf Metal und Black Sabbath steht, Autobiografien mag, ist hier goldrichtig!
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