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21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Michael Goehre - Jungsmusik
Titel Jungsmusik
Autor Michael Goehre
Verlag Satyr Verlag
Website www.michael-goehre.de
Seiten 293
Verfasser Thorsten Dietrich
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Torben ist Mitte bis Ende 20, Metalfan, arbeitslos und jobbt als DJ. Seine sechs in dem Buch "Jungsmusik" beschriebenen engen Freunde ("Clique") sind ein bunter Haufen (mnnlich wie weiblich) aus chaotisch-netten Metalheads die mit ihm auf Partys, Konzerten und Discos durch dick und dnn gehen. Neuerdings schreibt er noch die Kolumne fr ein Online Musikmagazin und hat wechselnde Liebschaften die er meist im Suff irgendwo aufreit. Blamieren kann er sich auch, ist aber ein netter Kerl mit dem Herz auf dem rechten Fleck und einer gesunden Einstellung, die als innerer Monolog aus der Ich Perspektive gut funktioniert. Lange hlt die Sache mit den Damen eigentlich nie, da er eigentlich insgeheim in seine beste Freundin, die hbsche Lucy, verliebt ist.
"Jungsmusik" ist ein "Coming Of Age" Roman der metallischen Art, bei dem Autor Michael Goehre die Balance zwischen viel Humor und ein paar ernsten Zwischentnen gut findet. Es ist kein Meisterwerk, dafr aber ehrlich und es macht einfach Spa zu lesen. Die Episoden aus dem Leben des Torben wirken echt und erlebt, nicht geschnt oder knstlich. Die abgedruckten Kolumnen des fiktiven Online Magazins haben Hand und Fu. Die "Weisheiten" ber die Metalszene und Bands an sich sind durchaus fundiert. Hier wirkt nichts geknstelt oder plakativ eingebunden. Manche Sachen wie Headbangen oder Circle Pits werden sogar in Funoten erklrt, was vielleicht etwas bertrieben ist. Lediglich Megadeath ist falsch geschrieben im Sinne der Band, aber da hat wahrscheinlich der Lektor (war sicherlich kein Metaller!) mit dem Korrigieren zu gut gemeint. Sicherlich htte man manche Charaktere etwas vielschichtiger darstellen knnen, aber es geht ja hier um den Torben und den mag man direkt. Schnell ist das Buch durch und nach dem Besuch des Festivals "Rock' n", eine Jahrmarktskiste mit drei Bhnen, was wohl "Wacken" sein soll, ist das Buch leider zu Ende und man will doch wissen wie es weiter geht. Schade, aber vielleicht gibt es ja einen zweiten Teil. Mir hat vor allem der kritische Blick auf die Festivalkultur und Metalfans an sich gefallen, denn Kritik ist sicher hier und dort berechtigt, aber Goehre bringt diese an ohne jemanden zu diskriminieren.
Ein Buch fr Metalfans und die, die es werden wollen!
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