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14. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Bettina Bormann - Imago - Für immer Dein
Titel Imago - Für immer Dein
Autor Bettina Bormann
Verlag Alive
Website www.myspace.com/bettinabormann
Seiten 180
Verfasser Dejan Stankovic
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Die 35-jährige Sabrina Rohmer, die ihren Lebensunterhalt als Taxifahrerin bestreitet, hat keine Beziehung zu sich selbst und kann auch keine Beziehung zu anderen Menschen eingehen. Geplagt von Schuldgefühlen, die sie durch abstrakte Selbstbestrafungsrituale versucht zum schweigen zu bringen, macht sie nach dem Tod ihrer Mutter eine Endeckung, die ihr leben verändert. Lea Durffenthal, eine junge, hübsche und nach außen gekehrte Schülerin die ihr Leben versucht in vollen Zügen zu genießen, hat eine Schwäche für Männer. Gern älter. Gern auch vergeben. Sie schreckt vor nichts zurück und irgendwann wird selbst der stärkste Mann bei ihr Schwach. So unterschiedlich sich die beiden Frauen auch sind, so sehr verbindet sie etwas was keine jemals geahnt hätte. IMAGO - Für immer Dein handelt von einer düsteren, traurigen und makaberen Geschichte die sich größtenteils in einem Mehrfamilienhaus abspielt und sich bis zum Schluss dreht und wendet. Nette Nachbarn entpuppen sich als skrupellose Mörder um ein Netz aus Lügen, Sehnsüchten, Eifersucht und Liebe vor den Augen anderer zu schützen. Bettina Bormann schafft mit ihrer Art, Dinge zu umschreiben eine seltsam, düster-morbide Atmosphäre die dem kurzen Buch das gibt was andere auf mehreren Hundert Seiten versuchen zu schaffen. Pfiffige Leser haben die 180 Seiten in gut 4 Stunden aufgesaugt und fühlen sich danach als ein Teil der Geschichte die so schnell nicht aus dem Kopf zu kriegen ist. Klingt wenig und nach nicht viel literarischem Inhalt, aber das täuscht. Jeder der zu faul ist zum lesen kann sich nicht drücken denn zu dem Buch gibt es das Hörbuch gleich dazu. In knapp fünf Stunden kann man sich die Geschichte vorlesen lassen, sich zurück lehnen und die Augen schließen. Für mein Geschmack nicht grade die beste Erzählstimme. Die Aussprache klingt etwas seltsamen und bringt nicht ganz das Feeling rüber, welches das Buch verdient hätte. Außerdem geht bei Hörbüchern die Romantik ein Stück weit den Bach runter. Ergo, Buch in die Hand, unter die Decke gekuschelt und rubbel die Katz.
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