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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Stiff Chainey - Die größte Rock n'Roll Band aller Zeiten
Titel Die größte Rock n'Roll Band aller Zeiten
Autor Stiff Chainey
Verlag Eigenvertrieb
Website www.stiffchainey.com
Seiten 152
Verfasser Roland Wohde
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Vergesst alles, was ihr bisher gehört habt. Die größte Rock n'Roll-Band aller Zeiten heißt REBEL ROSE! Das behauptete sie zumindest von sich selbst. Im ersten selbst veröffentlichten Roman von Stiff Chainey geht es aber nicht nur um diese Band, sondern vielmehr um das Leben der jugendlichen halbstarken Gründer und ihrer gelebten Revolution gegen die spießige Außenwelt einer Kleinstadt. Dabei dreht sich alles um Sleazerock, Kiffen, Koksen, wilde Partys, Schlägereien, willige Partyschlampen und das Abhängen mit Freunden. Auf hundertfünfzig Seiten, die passender Weise im Straßenstil geschrieben sind und deren Kapitel allesamt nach Songs bzw. Albumtiteln von Bands wie L.A. GUNS, GUNS N ROSES, MÖTLEY CRÜE etc. benannt sind, erzählt Stiff schnörkellos und provokativ seine Geschichte.
Dementsprechend werden zart besaitete Normalsterbliche, Moralapostel und verängstigte Eltern in diesen nicht gerade jugendfreien Zeilen ihre schlimmsten Albträume und Vorurteile bestätigt finden. Einen herausragenden Schreibstil sollte man auch wirklich nicht unbedingt erwarten und auch nicht alles bierernst nehmen. Dafür werdet ihr mit derber, lockerer Unterhaltung der etwas anderen Art, bei der die Seiten nur so dahinfliegen, belohnt.
Am besten ihr setzt euch bei ner Tasse Bier und guter Musik gemütlich auf die ausgelutschte Couch, legt die Beine hoch und lasst euch einfach drauf ein. Und ihr werdet sehen, ein ums andere Mal kommt ihr nicht ums Lachen herum und werdet vielleicht sogar heimlich einige Parallelen zu eurer eigenen wilden Jugend finden können.
Einen Einblick in die Welt und den Stil von Stiff könnt ihr vorab auch schon in diversen Kurzgeschichten auf seiner Homepage (www.stiffchainey.com) bekommen, auf der auch dieses Buch für 9 € zu ordern ist. Ich hatte auf jeden Fall meinen Spaß mit der Lektüre und habe auch die Lesung des Marquis de Sleaze als Underground-Stoff der ganz anderen Art in guter Erinnerung behalten.
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